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Aufführungen / Theater LaVox Theater Zürich, Bederstr. 72
Aufführungen / Theater Theater der Künste Zürich Zürich, Gessnerallee 11
Aufführungen | Oper

Lucia di Lammermoor

Opernhaus Zürich

Dramma tragico in drei Akten Libretto von Salvatore Cammarano nach dem Roman «The Bride of Lammermoor» von Sir Walter Scott Die Uraufführung von Donizettis Lucia di Lammermoor 1835 war einer der grössten Triumphe, den das neapolitanische Theater je erlebt hatte. Grossen Anteil an diesem bis heute anhaltenden Erfolg hatte Lucias berühmte Wahnsinnsszene, eine der berührendsten Opernszenen überhaupt, deren Gestaltung für die Sängerin der Titelpartie musikalisch und darstellerisch eine immense Herausforderung bedeutet. In der Wiederaufnahme der Inszenierung von Tatjana Gürbaca ist die amerikanische Sopranistin Lisette Oropesa Lucia. Sie hat mit dieser Partie am Royal Opera House London und am Teatro Real in Madrid das Publikum begeistert. Als ihr Geliebter wird Benjamin Bernheim zu hören sein, dessen internationale Karriere einst im Opernstudio der Oper Zürich begann. Am Pult der Philharmonia Zürich steht Dirigent Andrea Sanguineti, der als Dirigent der Verdi- Gala 2020 seinen erfolgreichen Einstand in Zürich gab. «Liebe, zerstörerisch-heftige Liebe, ohne die jede Oper kalt bleiben muss»: Das war es, was Donizetti von einem Opernstoff forderte – und das war es auch, was ihm der Roman The Bride of Lammermoor von Walter Scott in höchster Intensität lieferte: Lucia hat sich in Edgardo verliebt, den Todfeind ihres Bruders Enrico. Edgardo ist bereit, den Hass zwischen den Familien zu überwinden, doch Enrico ist vor Wut ausser sich, als er von der Liebe seiner Schwester zu Edgardo erfährt. Lucia soll den reichen Arturo Bucklaw heiraten, von dem sich ihr Bruder die Sicherung der eigenen, von Schulden bedrohten Existenz erhofft. Am Schmerz über ihre ungelebte Liebe zerbricht Lucia. Ihrer Sinne nicht mehr mächtig, wird sie zur Mörderin und ihr eigener Tod zur einzig möglichen Befreiung aus einer ausweglosen Situation. Musikalische Leitung: Andrea Sanguineti Inszenierung: Tatjana Gürbaca Bühnenbild und Lichtgestaltung: Klaus Grünberg Bühnenbildmitarbeit: Anne Kuhn Kostüme: Silke Willrett Kostümmitarbeit: Kerstin Griesshaber Choreinstudierung: Janko Kastelic Dramaturgie: Beate Breidenbach In italienischer Sprache mit deutscher und englischer Übertitelung. Dauer 2 Std. 40 Min. inkl. Pause nach dem 1. Teil nach ca. 1 Std. 20 Min.
Aufführungen | Operette

Das Land des Lächelns

Opernhaus Zürich

Romantische Operette in drei Akten Text von Ludwig Herzer und Fritz Löhner nach dem Libretto von Victor Léon «Immer nur lächeln und immer vergnügt, immer zufrieden, wie’s immer sich fügt, lächeln trotz Weh und tausend Schmerzen», singt Prinz Sou-Chong und stimmt damit den melancholischen Grundton dieser Operette an, die sogar mit einem tragischen Ende aufwartet: Die adelige Wienerin Lisa verliebt sich in den chinesischen Diplomaten Sou-Chong, dem sie nach Peking folgt, nachdem er zum chinesischen Ministerpräsidenten ernannt wurde. Dort jedoch scheitert ihre Liebe an der Unvereinbarkeit ihres Umfelds. Das Land des Lächelns gehört zu Lehárs Werken der Zwischenkriegszeit, die stilistisch weit entfernt sind von der frivolen Wiener Operette der Jahrhundertwende. Aber auch mit diesem neuartigen Ton gelang Lehár ein Welterfolg, der nicht zuletzt wegen des Schlagers «Dein ist mein ganzes Herz» bis heute anhält, dem er seinem bevorzugten Tenor Richard Tauber förmlich in die Kehle schrieb. Heute ist Piotr Beczała Taubers genialer Nachfolger und wird erneut die Partie des Sou-Chong in dieser Zürcher Wiederaufnahme geben. Als Lisa ist Julia Kleiter zu hören – zwei ideale Interpreten also für dieses herausfordernde Genre. Andreas Homoki liess sich in seiner Inszenierung von der Form der Revue inspirieren. Er reduzierte die zeitverhafteten Dialoge, um sich ganz auf die Geschichte zu konzentrieren, die allein durch die Musik erzählt wird. Durch Lehárs grossformatige, an Gustav Mahler, Richard Strauss und Erich Wolfgang Korngold erinnernde Partitur führt der Brite Paul Daniel am Dirigentenpult. Musikalische Leitung: Paul Daniel Inszenierung: Andreas Homoki Bühnenbild: Wolfgang Gussmann Kostüme: Wolfgang Gussmann, Susana Mendoza Bühnenbildmitarbeit: Thomas Bruner Lichtgestaltung: Franck Evin Video: Tieni Burkhalter Choreinstudierung: Ernst Raffelsberger Choreografie: Arturo Gama Dramaturgie: Kathrin Brunner In deutscher Sprache mit deutscher und englischer Übertitelung. Dauer 2 Std. 10 Min. inkl. Pause nach ca. 45 Min. Werkeinführung jeweils 45 Min. vor Vorstellungsbeginn.
Aufführungen | Oper

Turandot

Opernhaus Zürich

Lyrisches Drama in drei Akten und fünf Bildern Libretto von Giuseppe Adami und Renato Simoni nach Carlo Gozzi Fragment-Fassung Die grausame chinesische Prinzessin Turandot will keinem Mann gehören. Allen Bewerbern, die um ihre Hand anhalten, stellt sie unlösbare Rätselfragen und lässt sie köpfen, wenn sie an den Aufgaben scheitern. Bis der eine kommt, der alle Rätsel löst… Als Giacomo Puccini sich Anfang der 1920er Jahre daran machte, das alte orientalische Märchen von der Prinzessin Turandot in eine Oper zu verwandeln, wollte er aus den bewährten Fahrwassern seiner bisherigen Opernerfolge ausbrechen und noch einmal etwas Neues schaffen. Mit dem Stoff konnte er den Realismus seiner vorhergehenden Opern hinter sich lassen und ein Stück schreiben, das ins grossformatig Mythische ausgreift. Die fremdländische Aura der Geschichte bot ihm Gelegenheit, sein Komponieren durch völlig neue Farben zu bereichern. Allerdings scheiterte das Projekt kurz vor dem Ziel: Puccini fand keine glaubhafte Lösung für den Schluss der Oper – für die späte Verwandlung der eiskalten Prinzessin in eine Liebende. Er geriet in eine Schreibkrise, erkrankte an Kehlkopfkrebs und starb, bevor er das Finale der Oper beenden konnte. Was blieb, war ein grandioses, widersprüchlich schillerndes Opernfragment. Wir zeigen diesen Klassiker des Opernrepertoires in der Inszenierung von Sebastian Baumgarten, die in der vergangenen Spielzeit Premiere hatte und es sich zur Aufgabe gemacht hat, den chinesischen Exotismus und den Ausstattungspomp, der der Oper anhaftet, in eine zeitgemässe Form zu überführen. Für die beiden Hauptpartien, Turandot und Calaf, kommen nur die besten ihres Faches in Frage: Die italienische Sopranistin Anna Pirozzi und der italienische Tenor Piero Pretti können dieses Prädikat zu Recht für sich in Anspruch nehmen. Musikalische Leitung: Robert Treviño Inszenierung: Sebastian Baumgarten Bühnenbild: Thilo Reuther Kostüme: Christina Schmitt Lichtgestaltung: Elfried Roller Video: Philipp Haupt Choreinstudierung: Janko Kastelic Choreografie: Sebastian Zuber Dramaturgie: Claus Spahn Dauer ca. 2 Std. 10 Min. inkl. Pause nach dem 1. Akt nach ca. 35 Min. Werkeinführung jeweils 45 Min. vor Vorstellungsbeginn.
Aufführungen | Oper

I vespri siciliani

Opernhaus Zürich

Dramma in fünf Akten Libretto von Eugène Scribe und Charles Duveyrier italienische Übersetzung von Arnaldo Fusinato «Sizilianische Vesper» wird das blutige Massaker genannt, das die Sizilianer am Ostermontag 1282 an ihren französischen Besatzern verübten; Tausende von Franzosen fanden dabei den Tod. Ausgerechnet diesen Konflikt wählten Verdi und sein Librettist Eugène Scribe als Folie für die erste Oper, die der Italiener Verdi, dessen Rigoletto dort bereits Triumphe gefeiert hatte, im Auftrag der Pariser Oper komponierte. Doch der historische Hintergrund stand für Verdi nicht im Zentrum seines Interesses; seine kompositorische Meisterschaft entzündete sich eher an der unerfüllbaren Liebe zwischen der sizilianischen Herzogin Elena und dem Widerstandskämpfer Arrigo, der erfahren muss, dass der verhasste Anführer der französischen Besatzer sein Vater ist. Innerlich zerrissen zwischen seiner Liebe zu Elena, seinen gemeinschaftlichen Idealen und den neu entdeckten familiären Banden, entschliesst sich Arrigo, den von den Aufständischen geplanten Mordanschlag an Guido de Montforte zu vereiteln; die Revolutionäre und mit ihnen Arrigos Geliebte Elena werden verhaftet. Um weiteres Blutvergiessen zu verhindern, ordnet Montforte zum Zeichen des Friedens die Hochzeit von Elena und Arrigo an. Doch Procida, sizilianischer Arzt und Anführer der Aufständischen, hat die Hochzeitsglocken als Signal für das Massaker bestimmt; Franzosen wie Sizilianer gehen im blutigen Gemetzel unter. Nach der Uraufführung 1855 in Paris wurden die Vêpres Siciliennes auf Italienisch übersetzt, und als I vespri siciliani hat sich die Oper international durchgesetzt. Sie enthält diejenigen Themen, die Verdi zeit seines Lebens beschäftigt haben: die gestörte Vater-Sohn-Beziehung, die Einsamkeit des Mächtigen, die Unvereinbarkeit von privaten Sehnsüchten und öffentlichen Verpflichtungen. Der kroatische Dirigent Ivan Repušić dirigiert erstmals die Philharmonia Zürich, Regie führt Calixto Bieito. Als Montforte kehrt Quinn Kelsey ans Opernhaus zurück, Maria Agresta und Sergey Romanovsky sind das tragisch liebende Paar. Musikalische Leitung: Ivan Repušic Inszenierung: Calixto Bieito Bühnenbild: Aida Leonor Guardia Kostüme: Ingo Krügler Lichtgestaltung: Franck Evin Video: Adria Reixach Choreinstudierung: Janko Kastelic Dramaturgie: Beate Breidenbach In italienischer Sprache mit deutscher und englischer Übertitelung. Dauer ca. 3 Std. 15 Min. inkl. Pause. Werkeinführung jeweils 45 Min. vor Vorstellungsbeginn.
Aufführungen | Oper

Andrea Chénier

Opernhaus Zürich

Premiere: 7.7.2024 Musikalisches Drama mit historischem Hintergrund in vier Bildern Libretto von Luigi Illica Konzertante Aufführung Im Mittelpunkt dieses packenden Revolutionsdramas steht die historische Figur des jungen Dichters Andrea Chénier, der nur drei Tage vor der Hinrichtung Robespierres 1794 unter der Guillotine fiel. Zu Beginn ein glühender Verfechter der revolutionären Ideale, gerät Chénier im Laufe der Handlung durch seine Liebe zur verfolgten Aristokratin Maddalena di Coigny in den Verdacht der neuen Machthaber. Die Mischung aus menschlicher Tragödie und politischem Historienkrimi mit tödlichem Ausgang wurde zu Umberto Giordanos grösstem Erfolg. Virtuos fängt der italienische Verist die Atmosphäre der französischen Revolution durch auskomponiertes Stimmengewirr oder das Zitieren von Hymnen wie der Marseillaise und der Carmagnole ein. In einer Serie von konzertanten Aufführungen unter Leitung von Marco Armiliato ist der international begehrte Tenor Yonghoon Lee in der Titelpartie von Giordanos Oper zu hören. Zum ersten Mal am Opernhaus Zürich ist die italienische Sopranistin Erika Grimaldi als Maddalena di Coigny zu erleben. Musikalische Leitung: Marco Armiliato Szenische Einrichtung: Sylvie Döring Choreinstudierung: Ernst Raffelsberger In italienischer Sprache mit deutscher und englischer Übertitelung.
Aufführungen | Oper

Serse

Opernhaus Zürich

Zürich-Premiere: 29.9.2024 Dramma per musica in drei Akten Unbekannter Librettist nach einem von Silvio Stampiglia bearbeiteten Operntext von Nicolò Graf Minatos «Jeder Schmerz würde leicht, könnte man sich verlieben und entlieben, wie man will», singt Serse. Pure Verzweiflung spricht aus dem Herrscher (dem historischen König Xerxes), der eigentlich gewohnt ist, alles im Leben zu bekommen. Doch die Liebe, so Serses qualvolle Erkenntnis, hat ihre eigenen Gesetzmässigkeiten. Serse begehrt mit Romilda ausgerechnet die Freundin seines Bruders Arsamene, den Serse aus seinem Reich verbannt. In der Folge durchlaufen sämtliche Figuren dieses an Intrigen und Missverständnissen reichen Stücks einen schmerzhaften Prozess der Selbsterkenntnis. Sie sehen sich mit dem gesamten Gefühlsspektrum von Wut, Trauer und Eifersucht konfrontiert – aber auch mit höchstem Liebesglück. Serse ist eine von Händels letzten Opern, bevor sich der Komponist ausschliesslich dem Schreiben von Oratorien widmete. Sie gehört zu seinen experimentellsten und fantasievollsten Werken für das Musiktheater. Die Inszenierung stammt von Nina Russi, die Händels Tragikomödie im vergangenen Jahr gemeinsam mit den Mitgliedern des Internationalen Opernstudios am Theater Winterthur auf die Bühne gebracht hat. Russi versetzt Händels turbulente Familiengeschichte in eine moderne Telenovela – die NZZ beurteilte die Neuninszenierung als «eine ebenso bunte wie gelungene Übertragung ins Heute». Neben Christoph Dumaux (Arsamene), Anna El-Khashem (Romilda), Miriam Kutrowatz (Atalanta) und Miklós Sebestyén (Ariodate) gilt es bei dieser Wiederaufnahme auch zwei für Zürich neue Stimmen zu entdecken: In der Titelrolle ist der italienische Countertenor Raffaele Pe zu hören, der den Abend mit Händels berühmtester Arie, «Ombra mai fu», eröffnet; die Altistin Noa Beinart singt Serses Ex-Verlobte Amastre. Der italienische Dirigent und Barockgeiger Enrico Onofri leitet erstmals unser auf historischen Instrumenten spielendes Orchestra La Scintilla. Musikalische Leitung: Enrico Onofri Inszenierung: Nina Russi Bühnenbild: Julia Katharina Berndt Kostüme: Annemarie Bulla Video: Ruth Stofer Lichtgestaltung: Hans-Rudolf Kunz Dramaturgie: Kathrin Brunner In italienischer Sprache mit deutscher und englischer Übertitelung. Dauer ca. 3 Std. inkl. Pause nach dem 1. Teil nach ca. 1 Std. Werkeinführung jeweils 45 Min. vor Vorstellungsbeginn.
Aufführungen | Oper

Simon Boccanegra

Opernhaus Zürich

Melodramma in einem Prolog und drei Akten Libretto von Francesco Maria Piave, mit Ergänzungen von Giuseppe Montanelli, nach dem Drama «Simón Bocanegra» von Antonio García Gutiérrez Neufassung von Arrigo Boito Christian Gerhahers Rollendebüt als Simon Boccanegra am Opernhaus Zürich fand grosse öffentliche Beachtung: «Man spürt in jeder Sekunde, wie tiefschürfend er sich mit der Figur auseinandergesetzt hat», kommentierte 2020 etwa der Bayerische Rundfunk. Nun ist der gefeierte Bariton zurück und steht erneut im Zentrum von Verdis Partitur, die ganz von düsteren Stimmungen und Konflikten zwischen tiefen Männerstimmen geprägt ist. Die Oper aus Verdis mittlerer Schaffensphase ist ein historisch inspiriertes Drama um den gesellschaftlichen Aussenseiter Simon Boccanegra, der im 14. Jahrhundert zum ersten Dogen der Stadt Genua gewählt wird. Sein Konkurrent ist der Bass Jacopo Fiesco, der die Macht des Adels repräsentiert. Vor diesem politischen Konflikt zwischen zwei Gesellschaftsschichten interessiert sich Verdi aber auch für die zerrütteten Familienstrukturen Boccanegras, der vom Tod seiner Geliebten erfahren muss und auch seine verlorene Tochter wiederfindet. Die dritte tiefe Stimme in diesem emotional aufwühlenden Drama ist der Bassbariton Paolo Albiani, der sich von Boccanegras Freund zu dessen Todfeind wandelt und das tragische Ende dieser Oper herbeiführt. Andreas Homokis Inszenierung fokussiert sich in Christian Schmidts labyrinthartiger Bühne ganz aufs Kammerspiel. Homoki schuf differenzierte Charaktere und einen stringenten und spannungsgeladenen Erzählbogen. Den verschiedenen Zeitebenen der Handlung entsprechend, öffnet seine Inszenierung aber auch imaginäre Räume der Erinnerung. Musikalische Leitung: Paolo Arrivabeni Inszenierung: Andreas Homoki Ausstattung: Christian Schmidt Künstlerische Mitarbeit Bühnenbild: Florian Schaaf Lichtgestaltung: Franck Evin Choreinstudierung: Janko Kastelic Dramaturgie: Fabio Dietsche In italienischer Sprache mit deutscher und englischer Übertitelung. Dauer ca. 2 Std. 50 Min. inkl. Pause nach dem 1. Akt nach ca. 1 Std. 25 Min. Werkeinführung jeweils 45 Min. vor Vorstellungsbeginn.
Aufführungen | Oper

Ariadne auf Naxos

Opernhaus Zürich

Premiere: 22.9.2024 Oper in einem Aufzug nebst einem Vorspiel Libretto von Hugo von Hofmannsthal Das lustige und das traurige Stück sollen gleichzeitig aufgeführt werden, so ordnet es der reichste Mann von Wien plötzlich an – und versetzt damit besonders den jungen Komponisten des Trauerspiels Ariadne in grosse Aufregung. An der absurden Anordnung lässt sich nichts mehr ändern: Schliesslich bezahlt der gnädige Herr das ganze Spektakel. Und so durchdringen sich die eigentlich so gegensätzlichen Welten der Tragödie und der Komödie in der Privataufführung des Hausherrn: die Welt der in Trauer erstarrten Ariadne, die von Theseus schmählich zurückgelassen wurde, sowie die Welt der leichtlebigen Zerbinetta mit ihrer flotten Commedia dell’arte-Truppe. Ariadne auf Naxos, meinte Richard Strauss’ kongenialer Partner Hugo von Hofmannsthal einmal, drehe sich «um ein simples Lebensproblem: das der Treue. An dem Verlorenen festhalten, ewig beharren bis an den Tod – oder aber leben, sich verwandeln und sich dennoch in der Verwandlung bewahren.» Sei es im Vorspiel, das eine bitterböse Abrechnung mit dem Theateralltag ist, oder in der Oper selbst – die Ariadne-Figuren befinden sich in einem ständigen Schwebezustand zwischen dem Ablegen der eigenen Persönlichkeit und dem Annehmen der ihnen zugedachten Rolle. Regisseur Andreas Homoki nimmt sich in seiner letzten Spielzeit als Intendant am Opernhaus Zürich mit Ariadne auf Naxos eine der schönsten und tiefsinnigsten Opern vor, die Richard Strauss je geschrieben hat. Das Werk verlangt ein hochqualifiziertes Ensemble. Daniela Köhler, die mit grossem Erfolg in Homokis Zürcher-Inszenierung der Walküre als Sieglinde zu hören war, debütiert in der Titelpartie. Die weiteren Rollen sind mit Brandon Jovanovich (Bacchus), Martin Gantner (Musiklehrer) und Lauren Fagan (Komponist) ebenfalls erlesen besetzt. Die halsbrecherische Partie der Zerbinetta übernimmt die hochtalentierte junge chinesische Sopranistin Ziyi Dai. Dirigent Markus Poschner stellt erneut sein besonderes Faible für das deutsche Fach unter Beweis. Musikalische Leitung: Markus Poschner Inszenierung: Andreas Homoki Bühnenbild: Michael Levine Kostüme: Hannah Clark Lichtgestaltung: Franck Evin Dramaturgie: Kathrin Brunner In deutscher Sprache mit deutscher und englischer Übertitelung. Werkeinführung jeweils 45 Min. vor Vorstellungsbeginn.
Aufführungen | Tanz

Next Generation

Opernhaus Zürich

Die Reihe Next Generation ist längst mehr als ein Geheimtipp. Alle zwei Jahre präsentieren interessierte Tänzerinnen und Tänzer des Balletts Zürich und des Junior Balletts auf der Studiobühne des Opernhauses eigene Choreografien, die sie im Rahmen dieser Veranstaltungsreihe kreiert haben. Dabei stehen sie vor der reizvollen Aufgabe, Tanz aus einer anderen Perspektive zu entdecken und in gegenseitiger Inspiration einen gemeinsamen Ballettabend zu präsentieren. Mit ihren Tänzerkolleg:innen studieren die Mitglieder der Comagnie ihre neuen Kreationen ein und können sich bei dieser Gelegenheit auch am Erarbeiten von Bühnenbildern und Kostümen versuchen. Immer wieder entstehen überraschende Experimente, kluge tänzerische Momentaufnahmen oder sinnliche Höhepunkte, deren «kleines Format» der Intensität und choreografischen Vielfalt eines solchen variationsreichen Ballettabends zugute kommt. Um die Entwicklung kreativer Stimmen innerhalb des Balletts Zürich weiterhin zu fördern und zu unterstützen, wird Cathy Marston als neue Ballettdirektorin die erfolgreiche Veranstaltungsreihe unter dem Titel Next Generation fortsetzen. Ballett Zürich Junior Ballett
Aufführungen | Schauspiel

Die Verwandlung

Schauspielhaus Zürich / Schiffbau

Premiere: 13.9.2024 «Was ist mit mir geschehen?» Gregor Samsa, der Mann, der eines Morgens als Käfer aufwacht, lebt auf dem Seelenkompost seiner Verwandten. Dort wuchert er still vor sich hin. Franz Kafkas DIE VERWANDLUNG zeigt eine Familie, die es nicht vermag, das schmutzige Wesen in ihrer Mitte zu umarmen und als Teil der eigenen Existenz zu betrachten. Und so wählt Gregor Samsa die Freiheit des Todes, um die anderen von sich zu erlösen. Schwester, Mutter, Vater wählen die Freiheit der Unabhängigkeit und weisen das Toxische in nächster Nähe zurück, um leben zu können. Kafkas Lebensrechnung, in der zwischen Abhängigkeit und Freiheit, Fürsorge und Selbstschutz gewählt werden muss, geht so für keine*n auf. Regisseurin Leonie Böhm schaut diesmal dorthin, wo es gammelt und modert, dorthin, wo die Käfer leben. Wie verwandeln wir das Abgespaltene und Eklige in lebbare Zukunft? Was schliessen wir aus, um frei zu werden? Ist dieser Ausschluss legitim? Und wo wäre das Verbindende, das im Dunkeln die Käferenergie versammelt und uns als Käfer unter Käfern leben lässt? Inszenierung: Leonie Böhm Bühnenbild: Zahava Rodrigo Kostümbild: Sophie Reble Licht: Gerhard Patzelt Dramaturgie: Fadrina Arpagaus Künstlerische Vermittlung T&S: Zora Maag Regieassistenz: Linda Hügel Kostümbildassistenz: Anna Toni Vyshnyakova Inspizienz: Dayen Tuskan Soufflage: János Stefan Buchwardt
Aufführungen | Schauspiel

Liebe, einfach ausserirdisch

Schauspielhaus Zürich / Pfauen

Zürich-Premiere: 21.9.2024 Inszenierung des Deutschen Theaters Berlin «Unsere Mission wird beendet??? Nein, Wir müssen ZURÜCK??? NEIN!!!!!!! Ich kann nicht glauben, dass man uns abberuft. Glaubst du, ich werde sie nicht vermissen, die Leute, die ich hier liebgewonnen habe? Die Art, wie die Menschen ihren Blick abwenden, wenn ich auf sie zugehe? Oder die da oben im Rang, die mich sowieso nicht sehen?» Es sollte eine triumphale Rückkehr sein: Für September hatten wir im Pfauen eine Inszenierung von René Pollesch geplant, Autor, Regisseur und einer der bedeutendsten Theatermacher der Gegenwart. Am 26. Februar 2024 ist René in Berlin gestorben. Die Lücke, die sein Tod hinterlässt, ist nicht zu schliessen. Um die Grösse und den Reichtum seiner Arbeiten weiterleben zu lassen und für Sie und uns präsent zu halten, holen wir LIEBE, EINFACH AUSSERIRDISCH nach Zürich, uraufgeführt 2022 am Deutschen Theater Berlin und hochkarätig besetzt mit Sophie Rois, Trystan Pütter und Kotbong Yang. «Das witzig-geistreiche Trio infernal will uns mit auf einen grandiosen Ausflug hinaus in den Weltraum nehmen – und lässt uns dabei trotzdem lachend im Theatersessel bleiben. Und klatschen vor Glück.» (FAZ) Regie: René Pollesch Bühne: Barbara Steiner Kostüme: Tabea Braun Video: Roman Kuskowski Licht: Matthias Vogel Dramaturgie: Bernd Isele 1 Std. 25 Min., keine Pause
Aufführungen | Schauspiel

Frau Yamamoto ist noch da

Schauspielhaus Zürich / Pfauen

Uraufführung: 12.9.2024 «Es gibt keinen Frühling ohne dich.» Die Dramatikerin Dea Loher zählt zu den wichtigsten Autor*innen der Gegenwart und ist international bekannt für ihren klugen Blick auf die fragilen Gesellschaftsgefüge unserer Zeit. Ihr neues Stück wird gleichzeitig in Tokyo und Zürich uraufgeführt und zeigt Menschen, wie wir sie alle kennen: Sie sitzen beim Angeln, im Restaurant, begegnen sich im Treppenhaus oder im Schwimmbad. Leicht und skurril entspinnen sich Geschichten, die auf unterschiedliche Art verwoben sind. Im Zentrum: Zwei Männer, die als Paar leben, deren Neffe Milan und als Schlüsselfigur die betagte Wohnungsnachbarin Frau Yamamoto. Angehörige einer Gesellschaft, die zugleich zugänglich und scheu ist, vergnügungssüchtig und angstvoll; Menschen, die bei aller Aktivität Intimität verlernt haben. Die Sehnsucht nach einem gelungenen Leben, nach Verbindung und Zärtlichkeit eint sie und so bleibt trotz existenzieller Themen wie Verlust, Tod und Zukunftssorgen der Blick auf den Anderen liebevoll. Mit grossem Ensemble und eigens komponierter Musik von THE NOTWIST wird Regisseurin Jette Steckel die Zürcher Uraufführung inszenieren und sich damit erstmals dem Publikum in Zürich vorstellen. Inszenierung: Jette Steckel Bühnenbild: Florian Lösche Kostümbild: Pauline Hüners Licht: Michel Güntert Musik: Mark Badur Dramaturgie: Anika Steinhoff Künstlerische Vermittlung T&S: Manuela Runge Regieassistenz: Sarah-Maria Hemmerling Bühnenbildassistenz: Naemi Jael Marty Kostümbildassistenz: Renée Kraemer Inspizienz: Michael Durrer Soufflage: Rita von Horváth Übertitel Koordination: Sinikka Weber
Aufführungen | Tanz

#Takeoff

Opernhaus Zürich

Premiere: 9.7.2024 Seit 2015 kommen im Rahmen unserer #-Projekte am Ende jeder Spielzeit Jugendliche auf der Studiobühne des Opernhauses zusammen, um Tanz- und Musiktheaterprojekte öffentlich zu präsentieren, die sie selbst entwickelt und bühnenreif geprobt haben. Sie zeigen ihre Geschichten und ihre Sicht auf die Welt, jedes Mal neu, einzigartig und authentisch, so wie das nur junge Menschen können. Für das neue Projekt #Takeoff werden sich drei Gruppen Jugendlicher und junger Erwachsener unter der Leitung von drei Choreograf:innen inspiriert vom Ballett Les Noces mit dem Übergang von der Jugend zum Erwachsenenleben beschäftigen. Wie erleben Jugendliche ihren Abschied aus der Kindheit und den Ablösungsprozess vom Elternhaus? Was bedeutet es, sich aus der sicheren «Nestwärme» hinaus in die unbekannte Welt zu wagen? Man nimmt allen Mut zusammen und springt ins kalte Wasser, oder man wird eher gestossen und gezwungen, sich die Zöpfe abzuschneiden, wie es dem Mädchen in Les Noces widerfährt. Alle drei Gruppen beginnen unabhängig voneinander eine künstlerische Reise über das Abschiednehmen und Aufbrechen. Die entstandenen Stücke werden am Ende des Prozesses zu einem Abend verbunden und auf der Studiobühne präsentiert. Choreografie: Mirjam Barakar, Bettina Holzhausen, Elena Morena Weber Musik/Komposition: Luca Magni (Leitung) in Zusammenarbeit mit Philipp Rhein, Alberto Mancini und Dorotea Crameri Kostüme: Natalie Péclard Lichtdesign: Taina Bucheli Assistenz: Maren Sauer, Robin Waldburger, Oriana Zeoli
Aufführungen | Ballett

Nijinski

Opernhaus Zürich

Musik von Frédéric Chopin und Claude Debussy Zürcher Neufassung (2019) Nur zehn ruhmreiche Jahre waren Vaslav Nijinski an der Spitze von Sergei Djagilews legendären «Ballets Russes» vergönnt. Als Faun und Goldener Sklave berauschte er das Publikum mit virtuosen Sprüngen und androgynem Charisma. Seine gewagten Choreografien provozierten Skandale. Er liebte einen Mann und heiratete eine Frau. Auf dem Höhepunkt seines Ruhmes erlebte der Tänzer einen jähen Absturz: Geisteskrank verdämmerte er dreissig Jahre in Sanatorien, ehe er 1950 in London starb. Eine Zwangseinweisung in die Psychiatrie, zweifelhafte Diagnosen und Therapieexperimente trieben seine Seele ins Unerreichbare. Marco Goecke hat dem grossen Tänzer und Choreografen ein abendfüllendes Ballett gewidmet. Entstanden ist dabei eine faszinierende Fusion aus Goeckes unverwechselbarer, nervös-vibrierender bis rasender Körpersprache und einer Erinnerung an den Künstler Nijinski, die auch choreografische Elemente aus dessen Tänzerkarriere zulässt. Die Choreografie nimmt den Menschen Nijinski und sein Wesen in den Blick, überführt Emotionen in hoch-ästhetische Bewegungen. Obwohl Marco Goecke den Ausnahmekünstler durch die Etappen seines Lebens begleitet, geht das Stück weit über eine rein biografische Beschäftigung hinaus: Im Mittelpunkt steht der Zauber und der Wert der Kunst – aber auch der Preis, den sie allen Kreativen unnachgiebig abverlangt. Marco Goecke war in den letzten Jahren immer wieder beim Ballett Zürich zu Gast. Zuletzt war hier seine Choreografie Almost Blue zu sehen. Das Ballett Nijinski hat er ursprünglich für Gauthier Dance in Stuttgart kreiert und 2019 in einer überarbeiteten Zürcher Fassung herausgebracht. Das musikalische Gerüst von Goeckes Ballett bilden - neben Claude Debussys Prélude à l’après-midi d’un faune - die beiden Klavierkonzerte von Frédéric Chopin. Der Ballettabend ist eine aufschlussreiche Parallele zur berühmten Choreografie Les Noces von Nijinskis Schwester Bronislawa, die in dieser Spielzeit im Rahmen des Programms Timekeepers Premiere hat. Choreografie: Marco Goecke Musikalische Leitung: Valtteri Rauhalammi Bühnenbild und Kostüme: Michaela Springer Lichtgestaltung: Udo Haberland Dramaturgie: Esther Dreesen-Schaback, Michael Küster Dauer 1 Std. 30 Min. Keine Pause. Werkeinführung jeweils 45 Min. vor Vorstellungsbeginn.
Aufführungen | Ballett

Atonement

Opernhaus Zürich

Nach dem gleichnamigen Roman von Ian McEwan Auftragskomposition von Laura Rossi Ian McEwan, Jahrgang 1948, zählt zu den wichtigsten Stimmen der zeitgenössischen englischen Literatur. In seinem Erfolgsroman Atonement von 2001 erzählt er von der lebenslangen Sühne einer frühen Schuld. Durch eine bewusste Falschaussage bringt Briony Tallis, eine pubertierende, übereifrige Autorin im England der 1930er-Jahre, den nicht standesgemässen Liebhaber ihrer älteren Schwester ins Gefängnis und zerstört das Leben und die Liebe zweier Menschen. Atonement, auf Deutsch Abbitte, ist sowohl im Englischen als auch im Deutschen ein sehr selten gebrauchtes Wort. Dabei ist das demütige Um-Verzeihung-Bitten ein zutiefst menschlicher Akt und ein Zeugnis von grosser Reue und Selbstüberwindung. Obwohl sie den beiden Liebenden in einem Roman zu dem Glück verhilft, das ihnen im Leben nicht vergönnt war, gelingt es Briony Tallis nicht, Vergebung für ihr schweres Vergehen zu erlangen. Ihre Schuld begleitet sie bis ans Ende ihres Lebens. McEwans Roman ist mehr als eine tragische Liebesgeschichte vor zeitgeschichtlichem Hintergrund. Anhand der schrecklichen Konsequenzen einer einzigen Lüge entlarvt er nicht nur die Mechanismen der britischen Klassengesellschaft, sondern reflektiert auch die gefährliche Seite künstlerischer Kreativität und fragt nach der Moral des Schreibens. In ihrer ersten Neukreation für das Ballett Zürich verlegt Cathy Marston gemeinsam mit ihrem langjährigen künstlerischen Partner Edward Kemp das Geschehen von Atonement in die Ballettwelt. In ihrer Adaption wird Briony Tallis zur gefeierten Choreografin, die die schicksalhaften Verfehlungen ihrer Jugend in ihren Tanzstücken zu verarbeiten sucht. Cathy Marston reflektiert in ihrem grossen Handlungsballett über die kleinen und grossen Selbsttäuschungen, die unsere Erinnerungen prägen, und über den schwierigen Umgang mit Schuld – der Schuld der anderen, aber vor allem unserer eigenen. Die Musik zu Atonement entsteht als Auftragskomposition der namhaften englischen Komponistin Laura Rossi. Am Pult der Philharmonia Zürich steht Jonathan Lo, der Musikdirektor des Australian Ballet. Choreografie und Inszenierung: Cathy Marston Szenarium: Cathy Marston, Edward Kemp Komposition: Laura Rossi Musikalische Leitung: Jonathan Lo Bühnenbild: Michael Levine Kostüme: Bregje van Balen Lichtgestaltung: Martin Gebhardt Dramaturgie: Edward Kemp, Michael Küster Dauer ca. 2 Std. 25 Min. inkl. Pause nach ca. 50 Min. Werkeinführung jeweils 45 Min. vor Vorstellungsbeginn.
Aufführungen | Schauspiel

Bin ig angers?

Schauspielhaus Zürich / Schiffbau

Versuechä mi z’akzeptierä. Bi mi y mirä Säubschtfindig am verlierä. Ig frage mi, ob ig das aues, ds «Angers sy» oder ds agäbleche «Glych Sy» verdiene. Ig wet doch drzue ghörä, aber o denn füehl i mi mega verlorä. Füehle mi, aus würdi nid drypassä. Kenne mi säuber zweni, luege i Spiegu chami niene fassä. Künstlerische Leitung: Jenni Arne / Eva Kirchberg
Aufführungen | Schauspiel

dream again reality

Schauspielhaus Zürich / Schiffbau

Wie, in unseren schönsten Träumen ausharren und uns das Unmögliche vorstellen, selbst in Verzweiflung. Und wo gehen wir hin, wenn wir die Augen schliessen: Dem entgegen, was uns entflieht und uns in der Variation verändert. Im Gedankenkarussell schlafloser Nächte wächst eine Sicherheit der zukünftigen Erinnerung. Und auch wenn ein Traum ein Fiebertraum ist, fragen wir uns, was Träumen zu teilen bedeutet. Künstlerische Leitung: Julia Skof / Christina Gabriela Galli Künstlerische Mitarbeit: Philipp Stevens / Anna Vankova Ausstattung: Eva Lillian Wagner
Aufführungen | Schauspiel

HYPERNOIA - Eine Gegenrealität

Schauspielhaus Zürich / Schiffbau

Im immersiven Cyber–Theater «HYPERNOIA – eine Gegenrealität» werden die Spieler:innen des Jungen Schalktheaters zu Replikant:innen: Maschinen, die aussehen, handeln, denken und fühlen wie Menschen. Sie müssen sich jedoch gegen eine Gesellschaft behaupten, die ihnen ihre „Echtheit“ aberkennen und sie verschrotten will. Ihr Widerstand beginnt, nachdem sie als Retourwaren im Versandlager, das sie „Defektland“ nennen, zusammenfinden – nur herrscht noch Uneinigkeit wie ihrem gemeinsamen Feind, dem Menschen, der Prozess gemacht werden soll. Künstlerische Leitung: Benjamin Heller / Gilda Laneve
Aufführungen | Schauspiel

help me cope

Schauspielhaus Zürich / Schiffbau

Premiere: 21.6.2024 Ich sitze mit Venus im Riesenrad, Zuckerwatte in der Hand. Mohnblumen am Strassenrand. Weisse Sneakers mehr wert als Millionen. Wenn ich zurückkomme, tut alles immer noch gleich doll weh. Noch ne Runde? Licht, Malerei, Ton, Video: Felix David / Layla Ferrari / Leo Sussmann / Lucie Tillein / Moritz Wohlhauser
Aufführungen | Schauspiel

Bullestress

Schauspielhaus Zürich / Schiffbau

Astro, Ella, Damn, Nabil und Mari sind eine Gang, eine Bubble, eine Band. Sie haben gerade ihren ersten Song produziert und, safe, sie schwören: Der wird eine Bombe. Leider schlägt zuerst eine andere Bombe ein: ein Fall von rassistischer Polizeigewalt in ihrer nächsten Nähe. Die Sache lässt keine*n der fünf kalt, ihre Welt aber wird kälter. Wie sie alle mit dem Thema Rassismus umgehen, spaltet die Freund*innen. Doch Schweigen ist keine Option, besonders dann nicht, wenn man ein paar gute Beats im Sack hat und sowieso einiges zu sagen. Erst einmal aber haben alle Bullestress. Sogar die Bullen selbst. Das neue Stück von Fatima Moumouni und Laurin Buser ist eine aktivistische Coming of age-Story made und based in Switzerland, mit smoothem Sound und starken Statements. Suna Gürler inszeniert das Stück mit fünf jungen Menschen vo da, für hier, für uns. Inszenierung: Suna Gürler Bühne: Moïra Gilliéron Kostümbild: Sarah Seini Musik: Singoh Nketia Licht: Michel Güntert Anti-Rassismus Coaching: Mandy Abou Shoak Dramaturgie: Fadrina Arpagaus Auch interessant für Menschen ab 14 1h45, keine Pause Englische Übertitel Triggerwarnung: Diese Inszenierung enthält verbale Schilderungen von rassistisch motivierter Gewalt und Rachephantasien und kann möglicherweise retraumatisierend wirken. Wir empfehlen die Inszenierung für Menschen ab 14 Jahren und bieten begleitende Workshops, Einführungen und Nachgespräche zum Thema an. Die Aufführung kann jederzeit verlassen werden.

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