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Ausstellungen / Museum Museum für Gestaltung Toni-Areal Zürich Zürich, Pfingstweidstrasse 96
Ausstellungen / Museum Kunsthalle Zürich Zürich, Limmatstr. 270
Ausstellungen / Ausstellung Kunsthaus Zug
So 19.4.2026, 10:00 Uhr
Ausstellungen / Ausstellung Kunsthaus Zug
Sa 25.4.2026, 10:00 Uhr
Ausstellungen | Ausstellung

Marisol

Kunsthaus Zürich

Bemalte Holzskulpturen und Alltagsobjekte verbinden sich zu vielschichtigen Figuren, in denen Popkultur, Satire und gesellschaftliche Analyse aufeinandertreffen. Mit Witz und Schärfe hinterfragen sie vertraute Bilder und eröffnen neue Perspektiven. Zwischen Pop Art und gesellschaftlicher Kritik María Sol Escobar (1930–2016), bekannt als Marisol, gehörte in den 1960er-Jahren zu den prägenden Figuren der New Yorker Kunstszene. Ihre oft lebensgrossen, bemalten Holzskulpturen verbinden Alltagsobjekte mit Elementen aus Popkultur, Dada und Volkskunst und entwickeln eine unverwechselbare, häufig satirische Bildsprache. Ihr Werk bewegt sich zwischen US-amerikanischer Pop Art und europäischem Nouveau Réalisme, ohne sich eindeutig einer dieser Strömungen zuordnen zu lassen. Früh entwickelte sie eine eigenständige Formensprache, in der Selbstbildnisse, gesellschaftliche Rollen und Inszenierungen miteinander verschränkt sind. Die Ausstellung im Kunsthaus Zürich entsteht im Rahmen einer internationalen Kooperation mit dem Louisiana Museum of Modern Art, Humlebæk, dem Museum Boijmans Van Beuningen, Rotterdam, und dem Museum der Moderne Salzburg. Gemeinsam realisieren die Institutionen die erste umfassende Retrospektive von Marisols Œuvre in Europa. Die Ausstellung entsteht in enger Zusammenarbeit mit dem Marisol Estate am Buffalo AKG Art Museum. «Ich wollte nie Teil der Gesellschaft sein. Ich wollte immer eigenständig sein.» – Marisol (Bild: Marisol, La visita, 1964, Museum Ludwig, Köln, © 2026, ProLitteris, Zurich, Foto: Historisches Archiv der Stadt Köln mit Rheinischem Bildarchiv, Britta Schlier)
Ausstellungen | Ausstellung

World Press Photo 2026

Landesmuseum Zürich

Gleichzeitig mit der Ausstellung «Swiss Press Photo 26» zeigt das Landesmuseum Zürich auch die besten Pressefotografien der Welt. Die Ausstellung «World Press Photo 2026» ermöglicht einen beeindruckenden Rückblick auf das vergangene Kalenderjahr. Die Bilder zeigen aktuelles Zeitgeschehen aus oft unbekannten Perspektiven und nehmen die Besucherinnen und Besucher mit auf Reisen. In der Ausstellung sind rund 160 Bilder zu sehen. Sie decken alle Kontinente ab und werden danach in über 80 weiteren Städten auf der ganzen Welt gezeigt. Die Gewinnerinnen und Gewinner der verschiedenen Kategorien sind alle mit ihren eindrücklichen Werken im Landesmuseum vertreten.
Ausstellungen | Ausstellung

Swiss Press Photo 26

Landesmuseum Zürich

Jeweils im Frühling zeigt das Landesmuseum Zürich die besten Pressefotografien der Schweiz. Die Ausstellung «Swiss Press Photo 26» ermöglicht einen beeindruckenden Rückblick auf das vergangene Kalenderjahr. Die Bilder zeigen aktuelles Zeitgeschehen aus oft unbekannten Perspektiven und nehmen die Besucherinnen und Besucher mit auf Reisen. In der Ausstellung werden rund 150 Bilder in den Kategorien Aktualität, Alltag, Schweizer Geschichten, Porträt, Sport und Ausland gezeigt. Die Gewinnerinnen und Gewinner der verschiedenen Kategorien sind alle mit ihren eindrücklichen Werken im Landesmuseum vertreten.
Ausstellungen | Ausstellung

Wir und der Krieg

Landesmuseum Zürich

Krieg ist ein prägendes Element der Schweizer Geschichte. Die Ausstellung zeigt aus unterschiedlichen Perspektiven, wie Kriege vom Spätmittelalter bis heute politische Strukturen, wirtschaftliche Interessen und gesellschaftliche Ordnungen in der Schweiz beeinflusst haben. Ob in Form identitätsstiftender Mythen wie dem Rütlischwur, durch interne Konflikte wie den Bauernkrieg von 1653, den Sonderbundskrieg von 1847 oder in der latenten Bedrohung während des Zweiten Weltkriegs: Krieg prägte das Selbstverständnis der Schweiz nachhaltig. Dabei zeigt sich, wie Kriege in- und ausserhalb des Gebiets der heutigen Schweiz neue Machtverhältnisse und soziale Spannungen hervorbrachten – etwa durch grosse Profite aus dem Waffen- und Söldnerhandel, durch verschärfte Klassenkonflikte oder durch veränderte Geschlechterbilder. Das Selbstbild der Schweiz als neutrales und friedensförderndes Land prägt insbesondere ihre Aussenpolitik bis heute. Zwischen Bedrohung und Solidarität eröffneten sich auch Handlungsspielräume der Neutralität, die Sicherheit schaffen und Frieden ermöglichen sollten. Anhand von Objekten, Videoinstallationen und Dokumenten lädt die Ausstellung dazu ein, verbreitete Vorstellungen vom Verhältnis der Schweiz zum Krieg zu hinterfragen – einem Krieg, der oft als fern gilt, aber tief im kollektiven Gedächtnis verankert ist.
Ausstellungen | Ausstellung

Kerry James Marshall

Kunsthaus Zürich

Lassen Sie sich diesen Frühling/Sommer von den monumentalen Gemälden des US-amerikanischen Künstlers Kerry James Marshall bewegen. Seine kraftvollen Bilder erzählen vom Leben und von der Geschichte Schwarzer Amerikaner:innen und sind durchdrungen von Farbe, Schmerz, Hoffnung und Lebendigkeit. Der afro-amerikanische Künstler Kerry James Marshall (*1955 Birmingham, Alabama, lebt in Chicago) gilt als einer der bedeutendsten Maler der Gegenwart. Seine grossformatigen, vielschichtigen Werke stellen Schwarze Menschen konsequent in den Mittelpunkt. Seit den frühen 1980er-Jahren setzt sich seine Malerei mit der westlichen Tradition der Historienmalerei auseinander und hinterfragt deren Leerstellen und Ausschlussmechanismen. Kunsthistorische Referenzen verbinden sich mit Motiven aus Popkultur, politischer Geschichte, afro-amerikanischem Alltag und persönlichen Erinnerungen zu komplexen Bildräumen von hoher erzählerischer Dichte. Intensive Farbigkeit, technische Virtuosität und präzise Komposition prägen die Gemälde, in denen Fragen von Repräsentation, Macht, Zugehörigkeit und historischer Verantwortung ebenso verhandelt werden wie Freude, Präsenz und Hoffnung. Das Kunsthaus Zürich zeigt mit dieser Ausstellung die erste gross angelegte Überblicksschau des Künstlers im deutschsprachigen Raum mit zentralen Arbeiten aus verschiedenen Schaffensphasen sowie neuen Gemälden. Die Ausstellung ist eine Kooperation mit der Royal Academy of Arts, London, und dem Musée d’Art Moderne de Paris und wurde unter der Leitung von Mark Godfrey in Zusammenarbeit mit den beteiligten Institutionen realisiert, darunter Cathérine Hug für das Kunsthaus Zürich. Unterstützt von David Zwirner. «Ich versuche, die schwarzen Farben, die ich verwende, ebenso komplex zu machen wie jede andere Farbe auf der Palette.» — Kerry James Marshall (Bild: Kerry James Marshall, De Style, 1993, Los Angeles County Museum of Art, purchased with funds provided by Ruth and Jacob Bloom. © Kerry James Marshall. Foto by Jack Hems)
Ausstellungen | Ausstellung

Twenty thousand years

Galerie Fabian Lang

Vernissage: Donnerstag, 5. März 2026. Seien Sie herzlich zur Eröffnung unserer nächsten Gruppenausstellung mit Werken von Caroline Achaintre, Carl Anderson, Perrine Boudy, Gabi Deutsch, Sarah Dwyer, Clare Goodwin, Hippolyte Hentgen, Yulia Iosilzon, Guillaume Martin-Taton, Grayson Perry, Becky Tucker, Betty Woodman und Rita Zurbrügg eingeladen! 18:00-20:00h: Vernissage mit Apéro
Ausstellungen | Ausstellungseröffnung

Twenty thousand years

Galerie Fabian Lang

Vernissage: Donnerstag, 5. März 2026. Seien Sie herzlich zur Eröffnung unserer nächsten Gruppenausstellung mit Werken von Caroline Achaintre, Carl Anderson, Perrine Boudy, Gabi Deutsch, Sarah Dwyer, Clare Goodwin, Hippolyte Hentgen, Yulia Iosilzon, Guillaume Martin-Taton, Grayson Perry, Becky Tucker, Betty Woodman und Rita Zurbrügg eingeladen! 18:00-20:00h: Vernissage mit Apéro
Ausstellungen | Ausstellung

Félicien Rops

Kunsthaus Zürich

Sexualität, Erotik und Obsession stehen im Zentrum einer Kunst, die sich jeder moralischen Bevormundung verweigert. «Félicien Rops. Laboratorium der Lüste» zeigt ein Werk, das Konventionen sprengt, bürgerliche Doppelmoral offenlegt und bis heute provoziert. Die dämonisch-erotische Bildwelt von Félicien Rops gehört zu den radikalsten Positionen des Fin-de-Siècle. Seine Arbeiten opponierten bewusst gegen bürgerliche Moralvorstellungen und entlarvten deren Doppelmoral mit Ironie, Provokation und zeichnerischer Präzision. Als gefeierter Buchillustrator arbeitete Rops mit literarischen Grenzgängern wie Charles Baudelaire oder Stéphane Mallarmé zusammen, während er parallel ein privates Œuvre entwickelte, das den Blicken der Öffentlichkeit gezielt entzogen blieb. In Zeichnungen und Druckgrafiken bediente er sich der Geschlechterklischees seiner Epoche, trieb sie bis ins Extreme und stellte gesellschaftliche Normen infrage. In enger Zusammenarbeit mit der Königlichen Bibliothek Belgiens (KBR) zeigt die Ausstellung rund 70 Arbeiten aus internationalen Sammlungen, darunter zahlreiche Werke aus der KBR sowie Hauptwerke aus dem Musée Félicien Rops, dem Musée Marmottan Monet und dem Musée d’Orsay. Konzipiert und kuratiert wird die Ausstellung von Jonas Beyer (Kunsthaus Zürich) und Daan van Heesch (KBR). «Ich habe nur eine Qualität: ein vom Publikum verachtetes Ideal, und manche meiner Blätter sind nichts sonst als der Versuch, meinen Hintern auf das Gesichtsniveau des Publikums zu bringen.» Félicien Rops
Ausstellungen | Ausstellung

Richard Paul Lohse

Museum Haus Konstruktiv

Eine Ausstellung des Museum Haus Konstruktiv in Kooperation mit der Richard Paul Lohse-Stiftung, dem MASI Lugano, dem Josef Albers Museum, Bottrop, und dem Wilhelm-Hack-Museum, Ludwigshafen am Rhein Das Museum Haus Konstruktiv eröffnet sein Jahresprogramm 2026 mit einer umfassenden Einzelausstellung zu Richard Paul Lohse (1902–1988). Der Zürcher Künstler, Grafiker und Theoretiker zählt zu den Schlüsselfiguren der konstruktiv-konkreten Kunst. Mit seinem vielschichtigen Werk prägte er nicht nur die Entwicklung der modernen Schweizer Grafik, sondern auch die internationale Avantgarde der Nachkriegszeit. Die Ausstellung im Haus Konstruktiv präsentiert über fünfzig Gemälde aus vier Jahrzehnten – von den 1940er-Jahren bis kurz vor Lohses Tod im Jahr 1988. Im Zentrum steht dabei sein malerisches Schaffen, das sich von frühen abstrakten Ansätzen hin zu einer klaren, geometrisch-systematischen Bildsprache entwickelte – inspiriert vom russischen Konstruktivismus und der De-Stijl-Bewegung. Seine Modularen und Seriellen Ordnungen, in denen Farbe, Form und Struktur zu einem ausgewogenen, nichthierarchischen Ganzen verschmelzen, stehen exemplarisch für seine Überzeugung, dass ästhetische und gesellschaftliche Prinzipien untrennbar miteinander verbunden sind. Gemeinsam mit Max Bill, Camille Graeser und Verena Loewensberg gehörte Lohse zum Kern der Zürcher Konkreten und erlangte durch zahlreiche internationale Ausstellungen weltweite Anerkennung. Begleitend zur Ausstellung ist ein Katalog im Hatje Cantz Verlag erschienen (d/e/i). Mit Beiträgen von Tobia Bezzola, Evelyne Bucher, Taisse Grandi Venturi, Sabine Schaschl und Linda Walther kuratiert von Sabine Schaschl und Evelyne Bucher Mit grosszügiger Unterstützung von Merzbacher Kunststiftung Weitere Unterstützung von Elisabeth Weber-Stiftung Albert Huber-Stiftung
Ausstellungen | Ausstellung

Rockefeller Dining Room

Museum Haus Konstruktiv

Bitte beachten Sie, dass der Rockefeller Dining Room aufgrund des Umzugs ins Löwenbräukunst-Areal nicht zugänglich ist bis zu unserer Eröffnung im Westteil des Gebäudes (voraussichtlich im Juni 2026). Auch während dem Ausstellungsumbau kann das Werk nicht besichtigt werden. Eines der Herzstücke der Sammlung des Museum Haus Konstruktiv ist Fritz Glarners Rockefeller Dining Room von 1963/64. Es handelt sich um ein einmaliges Zeugnis konkreter Raumgestaltung nach seinem Konzept des Relational Painting. Schenkung von Paul Büchi Stiftung kuratiert von Sabine Schaschl
Ausstellungen | Ausstellung

Konkrete Kunst. Neoconcretismo

Museum Haus Konstruktiv

Dass der Zürcher Konkrete Max Bill (1908–1994) mit seiner ersten grossen Einzelausstellung im Museu de Arte de São Paulo 1951 und der Teilnahme an der 1. Biennale von São Paulo im selben Jahr viel in der brasilianischen Kunstszene bewegt hat, wurde im Museum Haus Konstruktiv bereits in mehreren Ausstellungen skizziert. Belegt ist auch, dass die Brasilianerin Lygia Clark (1920–1988), eine Hauptvertreterin der 1959 initiierten Neoconcretismo-Bewegung, sich mit einigen ihrer Werke direkt auf Bill bezog. Wie stark der Einfluss Max Bills auf die Anfänge der konkreten Kunst in Brasilien tatsächlich war und welche anderen Vorläufer insbesondere für den Neoconcretismo eine Rolle spielten, ist bis heute Gegenstand des kunsthistorischen Diskurses, der in die Ausstellung im Haus Konstruktiv einfliessen wird. kuratiert von Evelyne Bucher
Ausstellungen | Installation

Wasserkraft und Widerstand

Landesmuseum Zürich

Videoinstallation In den 1950er Jahren stieg der Strombedarf auch in der Schweiz massiv. Man begann in den Alpen im grossen Stil Staudämme zu bauen. Jahrhundertprojekte wie die Grande Dixence aber auch die Flutung des Dorfes Marmorera 1954 oder die Katastrophe von Mattmark von 1965 haben das Leben in den Alpen grundlegend verändert. Die Videoinstallation befasst sich mit der wirtschaftlichen Dynamik, erinnert an die politischen Auseinandersetzungen und thematisiert die logistischen Herausforderungen. Zeitzeuginnen und Zeitzeugen mit diversen Erfahrungen rund um die Wasserkraft in den Alpen berichten von der hohen Schule der Ingenieurskunst oder von den harten Arbeitsbedingungen auf den Baustellen. Sie schildern den Ausbau der Infrastrukturen, aber auch die Eingriffe in ihre Lebenswelten. Und sie erinnern sich an den Widerstand, der sich gegen Umsiedlungen und für den Umweltschutz formierte. Zum Format Nicht alle für die Schweiz prägende Entwicklungen der jüngeren Vergangenheit lassen sich mit Objekten darstellen. Im Format «Erfahrungen Schweiz» stehen Zeitzeuginnen und Zeitzeugen im Zentrum. Ihre Schicksale und Erfahrungen, oft nirgends niedergeschrieben oder archiviert, ermöglichen dem Museumspublikum einen facettenreichen und emotionalen Rückblick auf die Schweizer Zeitgeschichte. Das Thema wechselt jährlich. Das Format kommt ohne Exponate aus und besteht aus einer grossformatigen und immersiven Projektion mit Ton über Kopfhörer sowie einer Vertiefungsstation mit Informationen zu den neuesten Forschungsergebnissen und zum kulturhistorischen Kontext des jeweiligen Themas.
Ausstellungen | Ausstellung

Aus der Not geboren

Landesmuseum Zürich

Bereits vor der Industrialisierung leisteten Kinder einen unentbehrlichen Beitrag zur Familienökonomie, sei es im Haus, auf dem Hof oder in der Heimarbeit. Mit dem Aufkommen der Industrie wurden Kinder vor allem aus armen Familien in Textilfabriken als billige Arbeitskräfte ausgebeutet. Sie arbeiteten viele Stunden, übernahmen gefährliche sowie gesundheitsschädigende Aufgaben und konnten oft nicht in die Schule. Ab den 1830er Jahren führten die Kantone sukzessive die Schulpflicht ein. 1877 verbot das Eidgenössische Fabrikgesetz die Arbeit von Kindern unter 14 Jahren. Trotzdem wurden Kinder weiterhin eingespannt, sei es für Heimarbeit oder in der Landwirtschaft. Die Ausstellung thematisiert auch, wie Verding- und Heimkinder weg von ihren Familien zur Arbeit gezwungen wurden. Und sie zeigt auf, wer sich für die Bildung der Kinder und ihren Schutz einsetzte und wie das Thema in der Gegenwart diskutiert wird. (Bild (Ausschnitt): Wasserholen an der Quelle, Unteriberg SZ, 1947 © Theo Frey / Fotostiftung Schweiz)
Ausstellungen | Ausstellung

Seelenlandschaften

Landesmuseum Zürich

Die Schweiz war immer wieder Heimat von «Seelensuchern» wie Jean-Jacques Rousseau, Friedrich Nietzsche oder Carl Gustav Jung. Vom wegweisenden Rorschach-Test über Ludwig Binswangers Daseinsanalyse bis zu Jungs Analytischer Psychologie: Die Entwicklung der Psychiatrie, Psychologie und Psychoanalyse ist eng mit der Schweiz verbunden und wirkt bis heute nach. Zum 150. Geburtstag von C. G. Jung präsentiert das Landesmuseum erstmals eine umfassende Ausstellung zur Geschichte der Entdeckung der Psyche in der Schweiz. Im Mittelpunkt steht das legendäre «Rote Buch», das C. G. Jung während einer intensiven Phase der Selbstreflexion verfasste. Von der Ergründung der Seele zeugt aber auch die Kunst mit visionären Werken von Johann Heinrich Füssli, Emma Kunz, Rudolf Steiner, Meret Oppenheim oder Thomas Hirschhorn und nicht zuletzt von Heidi Bucher, deren Werk «Das Audienzzimmer des Doktor Binswanger» einen wichtigen Akzent setzt. Eingebettet in ein Panorama der Psychiatrie aus allen Landesteilen entsteht so eine «Psycho-Geographie» der Schweiz, in der die Verbindung zwischen Seele und Landschaft auf eindrucksvolle Weise sichtbar wird.
Ausstellungen | Ausstellung

Weihnachten & Krippen

Landesmuseum Zürich

Gemäss der biblischen Weihnachtsgeschichte legte Maria ihren neugeborenen Sohn in eine Futterkrippe, da in der Herberge kein Platz für sie war. Weihnachtskrippen greifen diese Szene auf und präsentieren sie in unzähligen Gestaltungen. Die traditionelle Krippenausstellung rückt in diesem Jahr die Gebäude in den Mittelpunkt, welche die heilige Familie umgeben: Grotten und Höhlen, Ruinen, verschiedene Stallformen, Wohnhäuser, Kirchen oder auch einen Winterwald. Krippen aus der Schweiz und aus aller Welt zeigen eindrucksvoll, wie vielfältig Künstlerinnen, Künstler und Krippenbauende den Geburtsort Christi interpretiert und dargestellt haben. Wie gewohnt wird die Ausstellung von einem abwechslungsreichen Rahmenprogramm für Familien begleitet.
Ausstellungen | Ausstellung

The Madwomen of Chaillot

Galerie Fabian Lang

Vernissage: Donnerstag, 27. November 2025. 18:00-20:00h: Vernissage mit Apéro Seien Sie herzlich eingeladen zur Eröffnung der Soloausstellung 'The Madwomen of Chaillot' mit Werken von Vincent Grange! [ENGLISH] Opening: Thursday, 27. November 2025. 18:00-20:00h: Opening with Apéro Please join us for the opening of Vincent Grange's solo exhibition 'The Madwomen of Chaillot'! The artist revisits the work of 'The Madwomen of Chaillot', the unapologetically fierce, eccentric, delusional and imaginary girl band that left its mark on the LGBTQIA+ community. This immersive exhibition resurrects Lilly, Molly, and Dorothy – eternal queer icons – through props from their emblematic music videos and album covers, charting a body of work that remains startlingly relevant in today’s wretched world. Part witch hunt, part daydream, part rebellion, the show invokes the wicked spirit of the queers: resistant, dreamy and untamed. Between fantasies of the Stonewall Riots that won’t be erased and queer rights that won’t be removed, the Madwomen remind us that the poets, paddlers, jugglers, innocents and the mad who once thrived still are vanishing.
Ausstellungen | Ausstellung

Lygia Clark

Kunsthaus Zürich

Radikal, prägend und partizipativ: Lygia Clark zählt zu den bedeutendsten Stimmen der südamerikanischen Avantgarde. Als zentrale Vertreterin des Neoconcretismo erneuerte sie den Kunstbegriff, indem sie die Grenze zwischen Kunstwerk und Publikum auflöste. Sie stellte klassische Bildformen infrage und forderte ein Schaffen, das Körper und Sinne einbezieht und als offener Prozess erfahrbar ist. Eine radikale Stimme des Neoconcretismo Lygia Clark zählt zu den wegweisenden Kunstschaffenden Südamerikas. Ihre Arbeiten bringen Werk und Publikum in unmittelbaren Dialog. Ihre begeh- und berührbaren Installationen lassen Betrachter:innen damals wie heute zu aktiven Mitgestaltenden werden. Ihre Haltung stellt sowohl die Institution Museum als auch das Verständnis eines abgeschlossenen Werks infrage und forderte ein ganzheitliches, den Körper einbeziehendes Erleben. Ihre Praxis spiegelt sowohl die Aufbruchsstimmung Brasiliens als auch die Spuren politischer Unterdrückung ihrer Zeit wider – und hat bis heute nichts von ihrer Aktualität eingebüsst. Als prägende Figur des Neoconcretismo suchte Lygia Clark seit den 1960er-Jahren nach einer neuen Kunsterfahrung. Ihre Entwicklung führte vom gemalten Bild über den Schritt in den Raum bis hin zur Abkehr vom festen Objekt in den 1970er-Jahren. Besonders bekannt ist die Werkgruppe «Caminhando» (Unterwegs) von 1963, die hier als Titelbild zu sehen ist. Inspiriert durch die Auseinandersetzung des Schweizer Multitalents Max Bill mit der Möbiusschleife entwickelte Clark hier eine Handlungsanweisung, bei der nicht mehr das Objekt, sondern die Handlung selbst zum Kunstwerk wird. «Caminhando» markiert also einen revolutionären Schnitt: den Fokus ganz auf den Prozess. Originale und Repliken aus aller Welt – Premiere für das Publikum Das Kunsthaus Zürich zeigt in Kooperation mit der Neuen Nationalgalerie Berlin die erste Werkschau im deutschsprachigen Raum und weltweit umfassendste seit jener vom MoMA in New York 2014. Die Ausstellung wurde von den Kuratorinnen der Neuen Nationalgalerie Irina Hiebert Grun und Maike Steinkamp initiiert und konzipiert. In Zürich wurde sie von Cathérine Hug kuratiert und zeigt rund 120 historische Originalwerke aus renommierten öffentlichen und privaten Sammlungen in Brasilien, den USA und Europa – viele davon erstmals öffentlich zugänglich. Zusätzlich wurden rund 50 partizipative Arbeiten als Repliken von der Associação Cultural O Mundo de Lygia Clark hergestellt, damit die Besucher:innen Clarks prozessorientierte Kunstform unmittelbar nachvollziehen können. Damit knüpft die Werkschau an Clarks eigenes Verständnis von Kunst an: « Für mich ist Kunstschaffen, sich selbst als Mensch zu entwickeln, was überhaupt das Wichtigste ist. Kunst sollte keinem Namen oder irgendeinem Konzept nacheifern.» Lygia Clark Eine begleitende Präsentation im Haus Konstruktiv, kuratiert von Evelyne Bucher, beleuchtet die schweizerisch-brasilianische Verbindung und besonders den Einfluss des Zürcher Konkreten Max Bill auf die Generation der Zeitgenossinnen und Zeitgenossen von Lygia Clark. Mit dieser Werkschau wird Lygia Clarks revolutionäres Schaffen erstmals im deutschsprachigen Raum in seiner ganzen Vielfalt sichtbar. Unterstützt von der Art Mentor Foundation Lucerne und der Leir Foundation.

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