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Landesmuseum Zürich
Zürich, Museumstr. 2
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Ausstellungen / Museum
Haus Konstruktiv Zürich
Zürich, Limmatstrasse 268
- Ausstellungseröffnung: Katja Schenker: Caryatids Go for a Swim
- Ausstellungseröffnung: Zurich Art Prize 2026: Rosa Barba
- Die Lange Nacht der Zürcher Museen
- Stadtspaziergang: Konstruktiv-konkrete und konzeptuelle Werke in Zürich
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Ausstellungen
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Zurich Art Prize 2026: Rosa Barba
Museum Haus Konstruktiv
Der jährlich vom Museum Haus Konstruktiv und der Zurich Insurance Company Ltd. vergebene Zurich Art Prize geht 2026 an Rosa Barba (geb. in Agrigent, Sizilien). Damit ist sie die 19. Gewinnerin der renommierten Auszeichnung. Der ab 2026 mit CHF 130‘000 dotierte Preis setzt sich aus einem Budget von CHF 100‘000 für die Produktion einer Einzelausstellung im Museum Haus Konstruktiv und einer Preissumme von CHF 30‘000 zusammen. Rosa Barbas Werk bewegt sich zwischen Film, Skulptur und Installation, wobei die Grenzen jeweils fliessend sind. Zentrale Themen sind Prozesse der Transformation, der Wahrnehmung und Einschreibung – sowohl im materiellen als auch im ideellen Sinn. Kennzeichnend ist ihr Interesse an der Verknüpfung von Kunst und Wissenschaft, das sich sowohl in der filmischen Arbeit als auch in der Auseinandersetzung mit Landschaften oder sogenannten Ökologien der Zukunft manifestiert. Besonders häufig richtete sich ihr Blick in der Vergangenheit auf die Wüste – ein Raum zwischen Leere, Erinnerung und imaginativer Projektion. Ihre filmischen Arbeiten beginnen oft dokumentarisch, gleiten aber in fiktionale Sphären über. Realität wird zu erzählerischem Material, das sich ständig neu formt. Im Zentrum steht dabei stets der konkrete Ort – mitsamt seinen Spuren, Geschichten und dringlichen politischen (oft prekären) Dimensionen. Diese Parameter, die Barba als Archivmaterial versteht, dienen nicht nur der Rekonstruktion, sondern werden aktiv umgedeutet und in neue Kontexte überführt. Und so lässt uns die Künstlerin eintauchen in «offene Archivstrukturen», wie sie selbst es nennt, die sich in expansiven Projektionen zwischen Materie und Konzept manifestieren. Auch Sprache und Poetik spielen dabei eine wichtige Rolle. Typisch für Barbas Arbeiten ist die Sichtbarmachung der filmischen Technik. Es geht nicht nur um Bewegung im Bild und die Mobilität des Bildes, sondern auch um das kinetische Potenzial der Präsentation selbst. Projektoren, Filmrollen, Lichtkegel, Strahlungen – artifiziell und natürlich – sie sind integrale Bestandteile der Installation und werden zur skulpturalen Figur. Das performative Potenzial wird getestet, expandiert, erschöpft. Dabei entstehen Installationen, die selbst wie Landschaften wirken: Licht, Klang, Bewegung und technische Apparaturen formen immaterielle und konkret greifbare Strukturen. Sie laden nicht nur zur Betrachtung, sondern zur Begehung und Erkundung ein. So erweitert Barba den filmischen Raum in die physische Umgebung. Die Zurich Art Prize-Jury zeigte sich besonders angetan von Rosa Barbas konzeptueller Arbeitsweise, die sich stark auf den jeweils vorhandenen Raum bezieht und somit äusserst vielfältige Resultate hervorbringt. Von 1993 bis 1995 hat Barba in Erlangen, Deutschland, Theater- und Filmwissenschaften studiert und von 1995 bis 2000 die Kunsthochschule für Medien in Köln besucht. Sie war Artist in Residence im Atelier Calder, Frankreich, an der Rijksakademie van Beeldende Kunsten, Amsterdam, und an der Chinati Foundation, Marfa, Texas (Auswahl). Barba kann auf zahlreiche internationale Einzel- und Gruppenausstellungen zurückblicken, unter anderem in folgenden Museen: Museum of Modern Art, New York (2025); MALI Museo, Peru ( 2024); Museum Boijmans Van Beuningen, Rotterdam (2024); Centre Pompidou, Paris (2023); Tate Modern, London (2023); Neue Nationalgalerie, Berlin (2021); Pirelli HangarBicocca, Mailand (2017); Museo Reina Sofia, Madrid (2017); Secession, Wien (2017); Schirn Kunsthalle, Frankfurt am Main (2016). Werke von Barba waren zudem im Rahmen der 53. und 56. Biennale von Venedig sowie der Performa Biennale (2013) zu erleben (Auswahl). Barba ist seit 2023 Ordentliche Professorin für Kunst in Raum und Zeit am Departement Architektur der ETH Zürich. Der Jury für den Zurich Art Prize 2026 gehörten an: Sabine Schaschl, Direktorin Museum Haus Konstruktiv (Vorsitz); Carin Gantenbein, Head of Professional Liability bei der Zurich Insurance Company Ltd. in Zürich; Matthias Mühling, Direktor Städtische Galerie im Lenbachhaus, München; Filipa Oliveira, Direktorin des Museu Nacional de Arte Contemporânea do Chiado, Lissabon; Stella Rollig, Generaldirektorin und wissenschaftliche Geschäftsführerin des Museums Belvedere, Wien Zur Ausstellung erscheint eine exklusive Edition in Zusammenarbeit mit der Edition VFO, Zürich. Der Zurich Art Prize ist ein Kulturengagement der Zurich Insurance Company Ltd. kuratiert von Sabine Schaschl und Evelyne Bucher
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Katja Schenker:
Katja Schenker:
Caryatids Go for a Swim
Museum Haus Konstruktiv
Seit mehr als zwei Jahrzehnten widmet sich die Schweizer Künstlerin Katja Schenker (*1968) performativen Arbeiten, Zeichnungen, Skulpturen und Installationen im Innen- und Aussenraum. Ihre Werke entwickelt sie überwiegend aus natürlichen Materialien, wobei neben deren sinnlicher Qualität auch räumliche und zeitliche Aspekte wie Kontext, Masse oder Vergänglichkeit eine wichtige Rolle spielen. Ausgehend vom Thema Körper, Körperlichkeit und Körperwahrnehmung untersucht sie in ihren Arbeiten Räume, die sie sowohl einnimmt als auch schafft. Ihr besonderes Interesse gilt dabei dem Thema Durchlässigkeit. In ihrer Einzelausstellung im Museum Haus Konstruktiv präsentiert Schenker grossformatige Ölkreidezeichnungen. Sie beginnt mit Abdrücken ihres mit Gouache bemalten Körpers. Mit kräftigen Ölkreidelinien, die sie beidhändig zieht, ergänzt sie die Körperbilder um Linien, die neue Räume öffnen und in Beziehung zu den Abdrücken treten. Dabei überträgt sich die Farbe wieder auf den Körper und von da wieder auf das Papier – ein fortwährender Austausch, bei dem Linien auch verwischen. Ergänzt wird die Ausstellung durch eine Performance der Künstlerin, die anlässlich der Vernissage uraufgeführt wird. kuratiert von Sabine Schaschl und Muriel Pérez
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Swiss Press Photo 26
Landesmuseum Zürich
Jeweils im Frühling zeigt das Landesmuseum Zürich die besten Pressefotografien der Schweiz. Die Ausstellung «Swiss Press Photo 26» ermöglicht einen beeindruckenden Rückblick auf das vergangene Kalenderjahr. Die Bilder zeigen aktuelles Zeitgeschehen aus oft unbekannten Perspektiven und nehmen die Besucherinnen und Besucher mit auf Reisen. In der Ausstellung werden rund 150 Bilder in den Kategorien Aktualität, Alltag, Schweizer Geschichten, Porträt, Sport und Ausland gezeigt. Die Gewinnerinnen und Gewinner der verschiedenen Kategorien sind alle mit ihren eindrücklichen Werken im Landesmuseum vertreten.
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World Press Photo 2026
Landesmuseum Zürich
Gleichzeitig mit der Ausstellung «Swiss Press Photo 26» zeigt das Landesmuseum Zürich auch die besten Pressefotografien der Welt. Die Ausstellung «World Press Photo 2026» ermöglicht einen beeindruckenden Rückblick auf das vergangene Kalenderjahr. Die Bilder zeigen aktuelles Zeitgeschehen aus oft unbekannten Perspektiven und nehmen die Besucherinnen und Besucher mit auf Reisen. In der Ausstellung sind rund 160 Bilder zu sehen. Sie decken alle Kontinente ab und werden danach in über 80 weiteren Städten auf der ganzen Welt gezeigt. Die Gewinnerinnen und Gewinner der verschiedenen Kategorien sind alle mit ihren eindrücklichen Werken im Landesmuseum vertreten.
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Marisol
Kunsthaus Zürich
Bemalte Holzskulpturen und Alltagsobjekte verbinden sich zu vielschichtigen Figuren, in denen Popkultur, Satire und gesellschaftliche Analyse aufeinandertreffen. Mit Witz und Schärfe hinterfragen sie vertraute Bilder und eröffnen neue Perspektiven. Zwischen Pop Art und gesellschaftlicher Kritik María Sol Escobar (1930–2016), bekannt als Marisol, gehörte in den 1960er-Jahren zu den prägenden Figuren der New Yorker Kunstszene. Ihre oft lebensgrossen, bemalten Holzskulpturen verbinden Alltagsobjekte mit Elementen aus Popkultur, Dada und Volkskunst und entwickeln eine unverwechselbare, häufig satirische Bildsprache. Ihr Werk bewegt sich zwischen US-amerikanischer Pop Art und europäischem Nouveau Réalisme, ohne sich eindeutig einer dieser Strömungen zuordnen zu lassen. Früh entwickelte sie eine eigenständige Formensprache, in der Selbstbildnisse, gesellschaftliche Rollen und Inszenierungen miteinander verschränkt sind. Die Ausstellung im Kunsthaus Zürich entsteht im Rahmen einer internationalen Kooperation mit dem Louisiana Museum of Modern Art, Humlebæk, dem Museum Boijmans Van Beuningen, Rotterdam, und dem Museum der Moderne Salzburg. Gemeinsam realisieren die Institutionen die erste umfassende Retrospektive von Marisols Œuvre in Europa. Die Ausstellung entsteht in enger Zusammenarbeit mit dem Marisol Estate am Buffalo AKG Art Museum. «Ich wollte nie Teil der Gesellschaft sein. Ich wollte immer eigenständig sein.» – Marisol (Bild: Marisol, La visita, 1964, Museum Ludwig, Köln, © 2026, ProLitteris, Zurich, Foto: Historisches Archiv der Stadt Köln mit Rheinischem Bildarchiv, Britta Schlier)
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Wir und der Krieg
Landesmuseum Zürich
Krieg ist ein prägendes Element der Schweizer Geschichte. Die Ausstellung zeigt aus unterschiedlichen Perspektiven, wie Kriege vom Spätmittelalter bis heute politische Strukturen, wirtschaftliche Interessen und gesellschaftliche Ordnungen in der Schweiz beeinflusst haben. Ob in Form identitätsstiftender Mythen wie dem Rütlischwur, durch interne Konflikte wie den Bauernkrieg von 1653, den Sonderbundskrieg von 1847 oder in der latenten Bedrohung während des Zweiten Weltkriegs: Krieg prägte das Selbstverständnis der Schweiz nachhaltig. Dabei zeigt sich, wie Kriege in- und ausserhalb des Gebiets der heutigen Schweiz neue Machtverhältnisse und soziale Spannungen hervorbrachten – etwa durch grosse Profite aus dem Waffen- und Söldnerhandel, durch verschärfte Klassenkonflikte oder durch veränderte Geschlechterbilder. Das Selbstbild der Schweiz als neutrales und friedensförderndes Land prägt insbesondere ihre Aussenpolitik bis heute. Zwischen Bedrohung und Solidarität eröffneten sich auch Handlungsspielräume der Neutralität, die Sicherheit schaffen und Frieden ermöglichen sollten. Anhand von Objekten, Videoinstallationen und Dokumenten lädt die Ausstellung dazu ein, verbreitete Vorstellungen vom Verhältnis der Schweiz zum Krieg zu hinterfragen – einem Krieg, der oft als fern gilt, aber tief im kollektiven Gedächtnis verankert ist.
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Kerry James Marshall
Kunsthaus Zürich
Lassen Sie sich diesen Frühling/Sommer von den monumentalen Gemälden des US-amerikanischen Künstlers Kerry James Marshall bewegen. Seine kraftvollen Bilder erzählen vom Leben und von der Geschichte Schwarzer Amerikaner:innen und sind durchdrungen von Farbe, Schmerz, Hoffnung und Lebendigkeit. Der afro-amerikanische Künstler Kerry James Marshall (*1955 Birmingham, Alabama, lebt in Chicago) gilt als einer der bedeutendsten Maler der Gegenwart. Seine grossformatigen, vielschichtigen Werke stellen Schwarze Menschen konsequent in den Mittelpunkt. Seit den frühen 1980er-Jahren setzt sich seine Malerei mit der westlichen Tradition der Historienmalerei auseinander und hinterfragt deren Leerstellen und Ausschlussmechanismen. Kunsthistorische Referenzen verbinden sich mit Motiven aus Popkultur, politischer Geschichte, afro-amerikanischem Alltag und persönlichen Erinnerungen zu komplexen Bildräumen von hoher erzählerischer Dichte. Intensive Farbigkeit, technische Virtuosität und präzise Komposition prägen die Gemälde, in denen Fragen von Repräsentation, Macht, Zugehörigkeit und historischer Verantwortung ebenso verhandelt werden wie Freude, Präsenz und Hoffnung. Das Kunsthaus Zürich zeigt mit dieser Ausstellung die erste gross angelegte Überblicksschau des Künstlers im deutschsprachigen Raum mit zentralen Arbeiten aus verschiedenen Schaffensphasen sowie neuen Gemälden. Die Ausstellung ist eine Kooperation mit der Royal Academy of Arts, London, und dem Musée d’Art Moderne de Paris und wurde unter der Leitung von Mark Godfrey in Zusammenarbeit mit den beteiligten Institutionen realisiert, darunter Cathérine Hug für das Kunsthaus Zürich. Unterstützt von David Zwirner. «Ich versuche, die schwarzen Farben, die ich verwende, ebenso komplex zu machen wie jede andere Farbe auf der Palette.» — Kerry James Marshall (Bild: Kerry James Marshall, De Style, 1993, Los Angeles County Museum of Art, purchased with funds provided by Ruth and Jacob Bloom. © Kerry James Marshall. Foto by Jack Hems)
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Twenty thousand years
Galerie Fabian Lang
Vernissage: Donnerstag, 5. März 2026. Seien Sie herzlich zur Eröffnung unserer nächsten Gruppenausstellung mit Werken von Caroline Achaintre, Carl Anderson, Perrine Boudy, Gabi Deutsch, Sarah Dwyer, Clare Goodwin, Hippolyte Hentgen, Yulia Iosilzon, Guillaume Martin-Taton, Grayson Perry, Becky Tucker, Betty Woodman und Rita Zurbrügg eingeladen! 18:00-20:00h: Vernissage mit Apéro
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Twenty thousand years
Galerie Fabian Lang
Vernissage: Donnerstag, 5. März 2026. Seien Sie herzlich zur Eröffnung unserer nächsten Gruppenausstellung mit Werken von Caroline Achaintre, Carl Anderson, Perrine Boudy, Gabi Deutsch, Sarah Dwyer, Clare Goodwin, Hippolyte Hentgen, Yulia Iosilzon, Guillaume Martin-Taton, Grayson Perry, Becky Tucker, Betty Woodman und Rita Zurbrügg eingeladen! 18:00-20:00h: Vernissage mit Apéro
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Félicien Rops
Kunsthaus Zürich
Sexualität, Erotik und Obsession stehen im Zentrum einer Kunst, die sich jeder moralischen Bevormundung verweigert. «Félicien Rops. Laboratorium der Lüste» zeigt ein Werk, das Konventionen sprengt, bürgerliche Doppelmoral offenlegt und bis heute provoziert. Die dämonisch-erotische Bildwelt von Félicien Rops gehört zu den radikalsten Positionen des Fin-de-Siècle. Seine Arbeiten opponierten bewusst gegen bürgerliche Moralvorstellungen und entlarvten deren Doppelmoral mit Ironie, Provokation und zeichnerischer Präzision. Als gefeierter Buchillustrator arbeitete Rops mit literarischen Grenzgängern wie Charles Baudelaire oder Stéphane Mallarmé zusammen, während er parallel ein privates Œuvre entwickelte, das den Blicken der Öffentlichkeit gezielt entzogen blieb. In Zeichnungen und Druckgrafiken bediente er sich der Geschlechterklischees seiner Epoche, trieb sie bis ins Extreme und stellte gesellschaftliche Normen infrage. In enger Zusammenarbeit mit der Königlichen Bibliothek Belgiens (KBR) zeigt die Ausstellung rund 70 Arbeiten aus internationalen Sammlungen, darunter zahlreiche Werke aus der KBR sowie Hauptwerke aus dem Musée Félicien Rops, dem Musée Marmottan Monet und dem Musée d’Orsay. Konzipiert und kuratiert wird die Ausstellung von Jonas Beyer (Kunsthaus Zürich) und Daan van Heesch (KBR). «Ich habe nur eine Qualität: ein vom Publikum verachtetes Ideal, und manche meiner Blätter sind nichts sonst als der Versuch, meinen Hintern auf das Gesichtsniveau des Publikums zu bringen.» Félicien Rops
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Richard Paul Lohse
Museum Haus Konstruktiv
Eine Ausstellung des Museum Haus Konstruktiv in Kooperation mit der Richard Paul Lohse-Stiftung, dem MASI Lugano, dem Josef Albers Museum, Bottrop, und dem Wilhelm-Hack-Museum, Ludwigshafen am Rhein Das Museum Haus Konstruktiv eröffnet sein Jahresprogramm 2026 mit einer umfassenden Einzelausstellung zu Richard Paul Lohse (1902–1988). Der Zürcher Künstler, Grafiker und Theoretiker zählt zu den Schlüsselfiguren der konstruktiv-konkreten Kunst. Mit seinem vielschichtigen Werk prägte er nicht nur die Entwicklung der modernen Schweizer Grafik, sondern auch die internationale Avantgarde der Nachkriegszeit. Die Ausstellung im Haus Konstruktiv präsentiert über fünfzig Gemälde aus vier Jahrzehnten – von den 1940er-Jahren bis kurz vor Lohses Tod im Jahr 1988. Im Zentrum steht dabei sein malerisches Schaffen, das sich von frühen abstrakten Ansätzen hin zu einer klaren, geometrisch-systematischen Bildsprache entwickelte – inspiriert vom russischen Konstruktivismus und der De-Stijl-Bewegung. Seine Modularen und Seriellen Ordnungen, in denen Farbe, Form und Struktur zu einem ausgewogenen, nichthierarchischen Ganzen verschmelzen, stehen exemplarisch für seine Überzeugung, dass ästhetische und gesellschaftliche Prinzipien untrennbar miteinander verbunden sind. Gemeinsam mit Max Bill, Camille Graeser und Verena Loewensberg gehörte Lohse zum Kern der Zürcher Konkreten und erlangte durch zahlreiche internationale Ausstellungen weltweite Anerkennung. Begleitend zur Ausstellung ist ein Katalog im Hatje Cantz Verlag erschienen (d/e/i). Mit Beiträgen von Tobia Bezzola, Evelyne Bucher, Taisse Grandi Venturi, Sabine Schaschl und Linda Walther kuratiert von Sabine Schaschl und Evelyne Bucher Mit grosszügiger Unterstützung von Merzbacher Kunststiftung Weitere Unterstützung von Elisabeth Weber-Stiftung Albert Huber-Stiftung
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Konkrete Kunst. Neoconcretismo
Museum Haus Konstruktiv
Dass der Zürcher Konkrete Max Bill (1908–1994) mit seiner ersten grossen Einzelausstellung im Museu de Arte de São Paulo 1951 und der Teilnahme an der 1. Biennale von São Paulo im selben Jahr viel in der brasilianischen Kunstszene bewegt hat, wurde im Museum Haus Konstruktiv bereits in mehreren Ausstellungen skizziert. Belegt ist auch, dass die Brasilianerin Lygia Clark (1920–1988), eine Hauptvertreterin der 1959 initiierten Neoconcretismo-Bewegung, sich mit einigen ihrer Werke direkt auf Bill bezog. Wie stark der Einfluss Max Bills auf die Anfänge der konkreten Kunst in Brasilien tatsächlich war und welche anderen Vorläufer insbesondere für den Neoconcretismo eine Rolle spielten, ist bis heute Gegenstand des kunsthistorischen Diskurses, der in die Ausstellung im Haus Konstruktiv einfliessen wird. kuratiert von Evelyne Bucher
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Wasserkraft und Widerstand
Landesmuseum Zürich
Videoinstallation In den 1950er Jahren stieg der Strombedarf auch in der Schweiz massiv. Man begann in den Alpen im grossen Stil Staudämme zu bauen. Jahrhundertprojekte wie die Grande Dixence aber auch die Flutung des Dorfes Marmorera 1954 oder die Katastrophe von Mattmark von 1965 haben das Leben in den Alpen grundlegend verändert. Die Videoinstallation befasst sich mit der wirtschaftlichen Dynamik, erinnert an die politischen Auseinandersetzungen und thematisiert die logistischen Herausforderungen. Zeitzeuginnen und Zeitzeugen mit diversen Erfahrungen rund um die Wasserkraft in den Alpen berichten von der hohen Schule der Ingenieurskunst oder von den harten Arbeitsbedingungen auf den Baustellen. Sie schildern den Ausbau der Infrastrukturen, aber auch die Eingriffe in ihre Lebenswelten. Und sie erinnern sich an den Widerstand, der sich gegen Umsiedlungen und für den Umweltschutz formierte. Zum Format Nicht alle für die Schweiz prägende Entwicklungen der jüngeren Vergangenheit lassen sich mit Objekten darstellen. Im Format «Erfahrungen Schweiz» stehen Zeitzeuginnen und Zeitzeugen im Zentrum. Ihre Schicksale und Erfahrungen, oft nirgends niedergeschrieben oder archiviert, ermöglichen dem Museumspublikum einen facettenreichen und emotionalen Rückblick auf die Schweizer Zeitgeschichte. Das Thema wechselt jährlich. Das Format kommt ohne Exponate aus und besteht aus einer grossformatigen und immersiven Projektion mit Ton über Kopfhörer sowie einer Vertiefungsstation mit Informationen zu den neuesten Forschungsergebnissen und zum kulturhistorischen Kontext des jeweiligen Themas.
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Aus der Not geboren
Landesmuseum Zürich
Bereits vor der Industrialisierung leisteten Kinder einen unentbehrlichen Beitrag zur Familienökonomie, sei es im Haus, auf dem Hof oder in der Heimarbeit. Mit dem Aufkommen der Industrie wurden Kinder vor allem aus armen Familien in Textilfabriken als billige Arbeitskräfte ausgebeutet. Sie arbeiteten viele Stunden, übernahmen gefährliche sowie gesundheitsschädigende Aufgaben und konnten oft nicht in die Schule. Ab den 1830er Jahren führten die Kantone sukzessive die Schulpflicht ein. 1877 verbot das Eidgenössische Fabrikgesetz die Arbeit von Kindern unter 14 Jahren. Trotzdem wurden Kinder weiterhin eingespannt, sei es für Heimarbeit oder in der Landwirtschaft. Die Ausstellung thematisiert auch, wie Verding- und Heimkinder weg von ihren Familien zur Arbeit gezwungen wurden. Und sie zeigt auf, wer sich für die Bildung der Kinder und ihren Schutz einsetzte und wie das Thema in der Gegenwart diskutiert wird. (Bild (Ausschnitt): Wasserholen an der Quelle, Unteriberg SZ, 1947 © Theo Frey / Fotostiftung Schweiz)
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Seelenlandschaften
Landesmuseum Zürich
Die Schweiz war immer wieder Heimat von «Seelensuchern» wie Jean-Jacques Rousseau, Friedrich Nietzsche oder Carl Gustav Jung. Vom wegweisenden Rorschach-Test über Ludwig Binswangers Daseinsanalyse bis zu Jungs Analytischer Psychologie: Die Entwicklung der Psychiatrie, Psychologie und Psychoanalyse ist eng mit der Schweiz verbunden und wirkt bis heute nach. Zum 150. Geburtstag von C. G. Jung präsentiert das Landesmuseum erstmals eine umfassende Ausstellung zur Geschichte der Entdeckung der Psyche in der Schweiz. Im Mittelpunkt steht das legendäre «Rote Buch», das C. G. Jung während einer intensiven Phase der Selbstreflexion verfasste. Von der Ergründung der Seele zeugt aber auch die Kunst mit visionären Werken von Johann Heinrich Füssli, Emma Kunz, Rudolf Steiner, Meret Oppenheim oder Thomas Hirschhorn und nicht zuletzt von Heidi Bucher, deren Werk «Das Audienzzimmer des Doktor Binswanger» einen wichtigen Akzent setzt. Eingebettet in ein Panorama der Psychiatrie aus allen Landesteilen entsteht so eine «Psycho-Geographie» der Schweiz, in der die Verbindung zwischen Seele und Landschaft auf eindrucksvolle Weise sichtbar wird.
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Weihnachten & Krippen
Landesmuseum Zürich
Gemäss der biblischen Weihnachtsgeschichte legte Maria ihren neugeborenen Sohn in eine Futterkrippe, da in der Herberge kein Platz für sie war. Weihnachtskrippen greifen diese Szene auf und präsentieren sie in unzähligen Gestaltungen. Die traditionelle Krippenausstellung rückt in diesem Jahr die Gebäude in den Mittelpunkt, welche die heilige Familie umgeben: Grotten und Höhlen, Ruinen, verschiedene Stallformen, Wohnhäuser, Kirchen oder auch einen Winterwald. Krippen aus der Schweiz und aus aller Welt zeigen eindrucksvoll, wie vielfältig Künstlerinnen, Künstler und Krippenbauende den Geburtsort Christi interpretiert und dargestellt haben. Wie gewohnt wird die Ausstellung von einem abwechslungsreichen Rahmenprogramm für Familien begleitet.
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