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Ausstellungen / Museum Museum für Gestaltung Toni-Areal Zürich Zürich, Pfingstweidstrasse 96
Ausstellungen / Museum Kunsthalle Zürich Zürich, Limmatstr. 270
Ausstellungen / Ausstellung Kunsthaus Zug
Sa 18.7.2026, 10:00 Uhr
Ausstellungen / Ausstellung Kunsthaus Zug
Sa 25.7.2026, 10:00 Uhr
Ausstellungen | Installation

Sexarbeit.
Erfahrungen Schweiz

Landesmuseum Zürich

Seit über 80 Jahren ist Sexarbeit in der Schweiz legal – und doch wurde und wird über den Umgang mit der Tätigkeit immer wieder heftig gestritten. Zwischen Stigmatisierung, rechtlicher Regulierung und Selbstbestimmung macht Sexarbeit zentrale gesellschaftliche Spannungsfelder sichtbar: von Macht, Sexualität und Geschlechterfragen über Migration bis hin zu Rassismus, Armut und sozialer Ungleichheit. Im Zentrum der Videoinstallation stehen elf Interviews, die aufzeigen, wie sich die Sexarbeit in der Schweiz entwickelt hat und Einblicke in die Arbeits- und Lebensrealitäten von Sexarbeitenden in der Schweiz geben. Sie machen die Diversität dieser Berufsgruppe sichtbar und beleuchten zugleich Aspekte wie Gewalt und Ausbeutung. Eine vertiefende Medienstation zeigt historische Entwicklungen, rechtliche Rahmenbedingungen und gesellschaftliche Debatten auf. Die Videoinstallation ist in Zusammenarbeit mit dem Sexworkers Collective entstanden. Zum Format: Nicht alle für die Schweiz prägende Entwicklungen der jüngeren Vergangenheit lassen sich mit Objekten gut darstellen. Im Format «Erfahrungen Schweiz» stehen Zeitzeuginnen und Zeitzeugen im Zentrum. Ihre Schicksale und Erfahrungen, oft nirgends niedergeschrieben oder archiviert, ermöglichen dem Museumspublikum einen facettenreichen Rückblick auf die Schweizer Zeitgeschichte. Das Thema wechselt jährlich. Das Format kommt ohne Exponate aus und besteht aus einer grossformatigen und immersiven Projektion mit Ton über Kopfhörer sowie einer Vertiefungsstation mit Informationen zu den neuesten Forschungsergebnissen und zum kulturhistorischen Kontext des jeweiligen Themas.
Ausstellungen | Ausstellung

Grafik.
Visuelle Gestaltung im Alltag

Landesmuseum Zürich

Visuelle Kommunikation prägt unseren Alltag. Die Beispiele aus der umfangreichen Grafiksammlung des Schweizerischen Nationalmuseums veranschaulichen die Macht visueller Sprache. Anhand historischer Plakate und Objekte zeigt die Ausstellung im ersten Teil, wie Grafikdesign Begehren erzeugt, Stereotype transportiert und kulturelle Identitäten prägt – etwa durch die Darstellung von Geschlechterrollen in der Werbung, durch «Swissness» in der Gestaltung oder durch exotisierende Motive mit Inhalten, die heute als rassistisch zu verurteilen sind. Im zweiten Teil erfahren die Besuchenden, wie Grafikdesign entsteht. Von der Plakatgestaltung über Logos bis hin zu Typografie, Briefmarken oder Ausstellungsgrafik macht sie die gestalterischen Mittel und handwerklichen Prozesse sichtbar. Interaktive Stationen laden dazu ein, selbst Hand anzulegen. So wird verständlich, wie komplex, kreativ und gesellschaftlich bedeutend grafisches Gestalten ist – gestern, heute und morgen.
Ausstellungen | Ausstellung

Bankenland Schweiz

Landesmuseum Zürich

Die Schweiz zählt zu den bedeutendsten Finanzplätzen der Welt – doch was macht sie eigentlich zum Bankenland? Die Ausstellung zeigt, wie tief das Bankwesen in der Schweizer Identität verwurzelt ist. Schon lange bevor es offizielle Banken gab, spielten Geld, Kredit und Vertrauen eine zentrale Rolle im Alltag. Die Ausstellung zeichnet die Entwicklung des Bankwesens anhand eindrucksvoller Objekte nach. Jüdische Geldverleiher, lombardische Händler und später städtische «Wechselstuben» legten den Grundstein für den modernen Finanzplatz. Im 19. Jahrhundert prägten Sparkassen und Kantonalbanken das Bild der Bank als verlässliche Institution für jedermann. In Zürich, Basel oder Genf entstanden Grossbanken, die den industriellen Fortschritt ermöglichten – und im 20. Jahrhundert begann mit dem berühmten Bankgeheimnis der Aufstieg der Schweiz zur Finanzdrehscheibe von Weltrang. Doch das Vertrauen ins Bankenland Schweiz ist nicht unerschütterlich. Immer wieder waren es Krisen – von Konkursen über internationale Kritik am Bankgeheimnis bis zu spektakulären Übernahmen –, die das Bild der Schweizer Banken geprägt haben. Die Ausstellung beleuchtet nicht nur die historischen Entwicklungen, sondern lädt Besucherinnen und Besucher auch zur Auseinandersetzung mit dem Bankenland von heute ein. Interaktive Medienstationen, Umfragen und spielerische Elemente für Kinder machen den Ausstellungsbesuch zu einem Erlebnis für Gross und Klein. Die Ausstellung kann frei besichtigt oder im Rahmen einer Führung besucht werden.
Ausstellungen | Ausstellung

Vilhelm Hammershøi - Maler des stillen Klangs

Kunsthaus Zürich

Stille Räume, gedämpftes Licht und minimale Verschiebungen im Vertrauten: Das Kunsthaus Zürich widmet Vilhelm Hammershøi die erste umfassende Museumsausstellung in der Schweiz. Seine Bilder lenken den Blick auf Wahrnehmung, Atmosphäre und die leisen Spannungen zwischen Raum und Objekt. Reduktion als Intensität Leere Zimmer, geschlossene Türen, Figuren in Rückenansicht: Hammershøis Malerei entzieht sich dem Erzählerischen. Statt Handlung entsteht Konzentration. Räume wirken zugleich vertraut und fremd, Licht tastet sich über Wände, Dinge treten in stiller Präsenz hervor. Seine Werke leben von feinsten Abstufungen gedeckter Farben. Kaum sichtbare Veränderungen in wiederkehrenden Motiven schärfen den Blick und machen die Wahrnehmung als solche zum Thema. Im Austausch mit internationalen Strömungen seiner Zeit entwickelt Hammershøi eine eigenständige Bildsprache. Die Nähe zu Malern wie James McNeill Whistler zeigt sich in der Reduktion und Konzentration auf formale Aspekte. Eine weitere Dimension eröffnet die Verbindung zur Musik: Instrumente wie Cello oder Klavier erscheinen in seinen Bildern und sprechen unseren Hörsinn an. Denn «stumm» sind seine Bilder nicht – eher handelt es sich um eine gespannte Ruhe, die an den Moment kurz vor Beginn eines Konzerts erinnert. Neben den ikonischen Interieurs zeigt die Ausstellung auch Porträts, Stadtansichten und Landschaften und verortet sein Werk in einem erweiterten kunsthistorischen Kontext. Eine Ausstellung organisiert vom Kunsthaus Zürich in Kooperation mit dem Museo Nacional Thyssen-Bornemisza in Madrid. Unterstützt von Albers & Co AG, Fondation Etrillard, International Music and Art Foundation sowie von weiteren drei Stiftungen.
Ausstellungen | Ausstellung

Rockefeller Dining Room

Museum Haus Konstruktiv

Eines der Herzstücke der Sammlung des Museum Haus Konstruktiv ist Fritz Glarners Rockefeller Dining Room von 1963/64. Es handelt sich um ein einmaliges Zeugnis konkreter Raumgestaltung nach seinem Konzept des Relational Painting. Anlässlich seines 30-jährigen Bestehens verwirklicht das Museum Haus Konstruktiv ein ganz besonderes Projekt, das ein Kernstück der Sammlung – Fritz Glarners permanent ausgestellter «Rockefeller Dining Room» (1963/1964) – seiner ursprünglichen Bestimmung näherbringt. Der bekannte, 1964 in Argentinien geborene und in Zürich lebende Designer Alfredo Häberli wurde dazu eingeladen, ein neues Interieur für den «Rockefeller Dining Room» zu entwerfen, um Glarners raumspezifische Arbeit wieder im Kontext eines Esszimmers erfahrbar zu machen. Häberlis zeitgemässe Gestaltung greift dabei nicht die damaligen Ausstattungselemente der Rockefellers auf, sondern ist auf die heutige museale Situation und die historische Raumkulisse abgestimmt. Entstanden sind ein Esstisch, Stühle, ein eigens gefertigter Teppich, Vorhänge und ein neues Beleuchtungssystem. Schenkung von Paul Büchi Stiftung kuratiert von Sabine Schaschl Bitte beachten Sie, dass der Rockefeller Dining Room während des Ausstellungsumbaus nicht besichtigt werden kann.
Ausstellungen | Ausstellung

Zurich Art Prize 2026: Rosa Barba

Museum Haus Konstruktiv

Der jährlich vom Museum Haus Konstruktiv und der Zurich Insurance Company Ltd. vergebene Zurich Art Prize geht 2026 an Rosa Barba (geb. in Agrigent, Sizilien). Damit ist sie die 19. Gewinnerin der renommierten Auszeichnung. Der ab 2026 mit CHF 130‘000 dotierte Preis setzt sich aus einem Budget von CHF 100‘000 für die Produktion einer Einzelausstellung im Museum Haus Konstruktiv und einer Preissumme von CHF 30‘000 zusammen. Rosa Barbas Werk bewegt sich zwischen Film, Skulptur und Installation, wobei die Grenzen jeweils fliessend sind. Zentrale Themen sind Prozesse der Transformation, der Wahrnehmung und Einschreibung – sowohl im materiellen als auch im ideellen Sinn. Kennzeichnend ist ihr Interesse an der Verknüpfung von Kunst und Wissenschaft, das sich sowohl in der filmischen Arbeit als auch in der Auseinandersetzung mit Landschaften oder sogenannten Ökologien der Zukunft manifestiert. Besonders häufig richtete sich ihr Blick in der Vergangenheit auf die Wüste – ein Raum zwischen Leere, Erinnerung und imaginativer Projektion. Ihre filmischen Arbeiten beginnen oft dokumentarisch, gleiten aber in fiktionale Sphären über. Realität wird zu erzählerischem Material, das sich ständig neu formt. Im Zentrum steht dabei stets der konkrete Ort – mitsamt seinen Spuren, Geschichten und dringlichen politischen (oft prekären) Dimensionen. Diese Parameter, die Barba als Archivmaterial versteht, dienen nicht nur der Rekonstruktion, sondern werden aktiv umgedeutet und in neue Kontexte überführt. Und so lässt uns die Künstlerin eintauchen in «offene Archivstrukturen», wie sie selbst es nennt, die sich in expansiven Projektionen zwischen Materie und Konzept manifestieren. Auch Sprache und Poetik spielen dabei eine wichtige Rolle. Typisch für Barbas Arbeiten ist die Sichtbarmachung der filmischen Technik. Es geht nicht nur um Bewegung im Bild und die Mobilität des Bildes, sondern auch um das kinetische Potenzial der Präsentation selbst. Projektoren, Filmrollen, Lichtkegel, Strahlungen – artifiziell und natürlich – sie sind integrale Bestandteile der Installation und werden zur skulpturalen Figur. Das performative Potenzial wird getestet, expandiert, erschöpft. Dabei entstehen Installationen, die selbst wie Landschaften wirken: Licht, Klang, Bewegung und technische Apparaturen formen immaterielle und konkret greifbare Strukturen. Sie laden nicht nur zur Betrachtung, sondern zur Begehung und Erkundung ein. So erweitert Barba den filmischen Raum in die physische Umgebung. Die Zurich Art Prize-Jury zeigte sich besonders angetan von Rosa Barbas konzeptueller Arbeitsweise, die sich stark auf den jeweils vorhandenen Raum bezieht und somit äusserst vielfältige Resultate hervorbringt. Von 1993 bis 1995 hat Barba in Erlangen, Deutschland, Theater- und Filmwissenschaften studiert und von 1995 bis 2000 die Kunsthochschule für Medien in Köln besucht. Sie war Artist in Residence im Atelier Calder, Frankreich, an der Rijksakademie van Beeldende Kunsten, Amsterdam, und an der Chinati Foundation, Marfa, Texas (Auswahl). Barba kann auf zahlreiche internationale Einzel- und Gruppenausstellungen zurückblicken, unter anderem in folgenden Museen: Museum of Modern Art, New York (2025); MALI Museo, Peru ( 2024); Museum Boijmans Van Beuningen, Rotterdam (2024); Centre Pompidou, Paris (2023); Tate Modern, London (2023); Neue Nationalgalerie, Berlin (2021); Pirelli HangarBicocca, Mailand (2017); Museo Reina Sofia, Madrid (2017); Secession, Wien (2017); Schirn Kunsthalle, Frankfurt am Main (2016). Werke von Barba waren zudem im Rahmen der 53. und 56. Biennale von Venedig sowie der Performa Biennale (2013) zu erleben (Auswahl). Barba ist seit 2023 Ordentliche Professorin für Kunst in Raum und Zeit am Departement Architektur der ETH Zürich. Der Jury für den Zurich Art Prize 2026 gehörten an: Sabine Schaschl, Direktorin Museum Haus Konstruktiv (Vorsitz); Carin Gantenbein, Head of Professional Liability bei der Zurich Insurance Company Ltd. in Zürich; Matthias Mühling, Direktor Städtische Galerie im Lenbachhaus, München; Filipa Oliveira, Direktorin des Museu Nacional de Arte Contemporânea do Chiado, Lissabon; Stella Rollig, Generaldirektorin und wissenschaftliche Geschäftsführerin des Museums Belvedere, Wien Zur Ausstellung erscheint eine exklusive Edition in Zusammenarbeit mit der Edition VFO, Zürich. Der Zurich Art Prize ist ein Kulturengagement der Zurich Insurance Company Ltd. kuratiert von Sabine Schaschl und Evelyne Bucher
Ausstellungen | Ausstellung

Katja Schenker:
Caryatids Go for a Swim

Museum Haus Konstruktiv

Seit mehr als zwei Jahrzehnten widmet sich die Schweizer Künstlerin Katja Schenker (*1968) performativen Arbeiten, Zeichnungen, Skulpturen und Installationen im Innen- und Aussenraum. Ihre Werke entwickelt sie überwiegend aus natürlichen Materialien, wobei neben deren sinnlicher Qualität auch räumliche und zeitliche Aspekte wie Kontext, Masse oder Vergänglichkeit eine wichtige Rolle spielen. Ausgehend vom Thema Körper, Körperlichkeit und Körperwahrnehmung untersucht sie in ihren Arbeiten Räume, die sie sowohl einnimmt als auch schafft. Ihr besonderes Interesse gilt dabei dem Thema Durchlässigkeit. In ihrer Einzelausstellung im Museum Haus Konstruktiv präsentiert Schenker grossformatige Ölkreidezeichnungen. Sie beginnt mit Abdrücken ihres mit Gouache bemalten Körpers. Mit kräftigen Ölkreidelinien, die sie beidhändig zieht, ergänzt sie die Körperbilder um Linien, die neue Räume öffnen und in Beziehung zu den Abdrücken treten. Dabei überträgt sich die Farbe wieder auf den Körper und von da wieder auf das Papier – ein fortwährender Austausch, bei dem Linien auch verwischen. Ergänzt wird die Ausstellung durch eine Performance der Künstlerin, die anlässlich der Vernissage uraufgeführt wird. kuratiert von Sabine Schaschl und Muriel Pérez
Ausstellungen | Ausstellung

Swiss Press Photo 26

Landesmuseum Zürich

Jeweils im Frühling zeigt das Landesmuseum Zürich die besten Pressefotografien der Schweiz. Die Ausstellung «Swiss Press Photo 26» ermöglicht einen beeindruckenden Rückblick auf das vergangene Kalenderjahr. Die Bilder zeigen aktuelles Zeitgeschehen aus oft unbekannten Perspektiven und nehmen die Besucherinnen und Besucher mit auf Reisen. In der Ausstellung werden rund 150 Bilder in den Kategorien Aktualität, Alltag, Schweizer Geschichten, Porträt, Sport und Ausland gezeigt. Die Gewinnerinnen und Gewinner der verschiedenen Kategorien sind alle mit ihren eindrücklichen Werken im Landesmuseum vertreten.
Ausstellungen | Ausstellung

World Press Photo 2026

Landesmuseum Zürich

Gleichzeitig mit der Ausstellung «Swiss Press Photo 26» zeigt das Landesmuseum Zürich auch die besten Pressefotografien der Welt. Die Ausstellung «World Press Photo 2026» ermöglicht einen beeindruckenden Rückblick auf das vergangene Kalenderjahr. Die Bilder zeigen aktuelles Zeitgeschehen aus oft unbekannten Perspektiven und nehmen die Besucherinnen und Besucher mit auf Reisen. In der Ausstellung sind rund 160 Bilder zu sehen. Sie decken alle Kontinente ab und werden danach in über 80 weiteren Städten auf der ganzen Welt gezeigt. Die Gewinnerinnen und Gewinner der verschiedenen Kategorien sind alle mit ihren eindrücklichen Werken im Landesmuseum vertreten.
Ausstellungen | Ausstellung

Marisol

Kunsthaus Zürich

Bemalte Holzskulpturen und Alltagsobjekte verbinden sich zu vielschichtigen Figuren, in denen Popkultur, Satire und gesellschaftliche Analyse aufeinandertreffen. Mit Witz und Schärfe hinterfragen sie vertraute Bilder und eröffnen neue Perspektiven. Zwischen Pop Art und gesellschaftlicher Kritik María Sol Escobar (1930–2016), bekannt als Marisol, gehörte in den 1960er-Jahren zu den prägenden Figuren der New Yorker Kunstszene. Ihre oft lebensgrossen, bemalten Holzskulpturen verbinden Alltagsobjekte mit Elementen aus Popkultur, Dada und Volkskunst und entwickeln eine unverwechselbare, häufig satirische Bildsprache. Ihr Werk bewegt sich zwischen US-amerikanischer Pop Art und europäischem Nouveau Réalisme, ohne sich eindeutig einer dieser Strömungen zuordnen zu lassen. Früh entwickelte sie eine eigenständige Formensprache, in der Selbstbildnisse, gesellschaftliche Rollen und Inszenierungen miteinander verschränkt sind. Die Ausstellung im Kunsthaus Zürich entsteht im Rahmen einer internationalen Kooperation mit dem Louisiana Museum of Modern Art, Humlebæk, dem Museum Boijmans Van Beuningen, Rotterdam, und dem Museum der Moderne Salzburg. Gemeinsam realisieren die Institutionen die erste umfassende Retrospektive von Marisols Œuvre in Europa. Die Ausstellung entsteht in enger Zusammenarbeit mit dem Marisol Estate am Buffalo AKG Art Museum. «Ich wollte nie Teil der Gesellschaft sein. Ich wollte immer eigenständig sein.» – Marisol (Bild: Marisol, La visita, 1964, Museum Ludwig, Köln, © 2026, ProLitteris, Zurich, Foto: Historisches Archiv der Stadt Köln mit Rheinischem Bildarchiv, Britta Schlier)
Ausstellungen | Ausstellung

Wir und der Krieg

Landesmuseum Zürich

Krieg ist ein prägendes Element der Schweizer Geschichte. Die Ausstellung zeigt aus unterschiedlichen Perspektiven, wie Kriege vom Spätmittelalter bis heute politische Strukturen, wirtschaftliche Interessen und gesellschaftliche Ordnungen in der Schweiz beeinflusst haben. Ob in Form identitätsstiftender Mythen wie dem Rütlischwur, durch interne Konflikte wie den Bauernkrieg von 1653, den Sonderbundskrieg von 1847 oder in der latenten Bedrohung während des Zweiten Weltkriegs: Krieg prägte das Selbstverständnis der Schweiz nachhaltig. Dabei zeigt sich, wie Kriege in- und ausserhalb des Gebiets der heutigen Schweiz neue Machtverhältnisse und soziale Spannungen hervorbrachten – etwa durch grosse Profite aus dem Waffen- und Söldnerhandel, durch verschärfte Klassenkonflikte oder durch veränderte Geschlechterbilder. Das Selbstbild der Schweiz als neutrales und friedensförderndes Land prägt insbesondere ihre Aussenpolitik bis heute. Zwischen Bedrohung und Solidarität eröffneten sich auch Handlungsspielräume der Neutralität, die Sicherheit schaffen und Frieden ermöglichen sollten. Anhand von Objekten, Videoinstallationen und Dokumenten lädt die Ausstellung dazu ein, verbreitete Vorstellungen vom Verhältnis der Schweiz zum Krieg zu hinterfragen – einem Krieg, der oft als fern gilt, aber tief im kollektiven Gedächtnis verankert ist.
Ausstellungen | Ausstellung

Kerry James Marshall

Kunsthaus Zürich

Lassen Sie sich diesen Frühling/Sommer von den monumentalen Gemälden des US-amerikanischen Künstlers Kerry James Marshall bewegen. Seine kraftvollen Bilder erzählen vom Leben und von der Geschichte Schwarzer Amerikaner:innen und sind durchdrungen von Farbe, Schmerz, Hoffnung und Lebendigkeit. Der afro-amerikanische Künstler Kerry James Marshall (*1955 Birmingham, Alabama, lebt in Chicago) gilt als einer der bedeutendsten Maler der Gegenwart. Seine grossformatigen, vielschichtigen Werke stellen Schwarze Menschen konsequent in den Mittelpunkt. Seit den frühen 1980er-Jahren setzt sich seine Malerei mit der westlichen Tradition der Historienmalerei auseinander und hinterfragt deren Leerstellen und Ausschlussmechanismen. Kunsthistorische Referenzen verbinden sich mit Motiven aus Popkultur, politischer Geschichte, afro-amerikanischem Alltag und persönlichen Erinnerungen zu komplexen Bildräumen von hoher erzählerischer Dichte. Intensive Farbigkeit, technische Virtuosität und präzise Komposition prägen die Gemälde, in denen Fragen von Repräsentation, Macht, Zugehörigkeit und historischer Verantwortung ebenso verhandelt werden wie Freude, Präsenz und Hoffnung. Das Kunsthaus Zürich zeigt mit dieser Ausstellung die erste gross angelegte Überblicksschau des Künstlers im deutschsprachigen Raum mit zentralen Arbeiten aus verschiedenen Schaffensphasen sowie neuen Gemälden. Die Ausstellung ist eine Kooperation mit der Royal Academy of Arts, London, und dem Musée d’Art Moderne de Paris und wurde unter der Leitung von Mark Godfrey in Zusammenarbeit mit den beteiligten Institutionen realisiert, darunter Cathérine Hug für das Kunsthaus Zürich. Unterstützt von David Zwirner. «Ich versuche, die schwarzen Farben, die ich verwende, ebenso komplex zu machen wie jede andere Farbe auf der Palette.» — Kerry James Marshall (Bild: Kerry James Marshall, De Style, 1993, Los Angeles County Museum of Art, purchased with funds provided by Ruth and Jacob Bloom. © Kerry James Marshall. Foto by Jack Hems)
Ausstellungen | Ausstellung

Twenty thousand years

Galerie Fabian Lang

Vernissage: Donnerstag, 5. März 2026. Seien Sie herzlich zur Eröffnung unserer nächsten Gruppenausstellung mit Werken von Caroline Achaintre, Carl Anderson, Perrine Boudy, Gabi Deutsch, Sarah Dwyer, Clare Goodwin, Hippolyte Hentgen, Yulia Iosilzon, Guillaume Martin-Taton, Grayson Perry, Becky Tucker, Betty Woodman und Rita Zurbrügg eingeladen! 18:00-20:00h: Vernissage mit Apéro
Ausstellungen | Ausstellungseröffnung

Twenty thousand years

Galerie Fabian Lang

Vernissage: Donnerstag, 5. März 2026. Seien Sie herzlich zur Eröffnung unserer nächsten Gruppenausstellung mit Werken von Caroline Achaintre, Carl Anderson, Perrine Boudy, Gabi Deutsch, Sarah Dwyer, Clare Goodwin, Hippolyte Hentgen, Yulia Iosilzon, Guillaume Martin-Taton, Grayson Perry, Becky Tucker, Betty Woodman und Rita Zurbrügg eingeladen! 18:00-20:00h: Vernissage mit Apéro
Ausstellungen | Ausstellung

Félicien Rops

Kunsthaus Zürich

Sexualität, Erotik und Obsession stehen im Zentrum einer Kunst, die sich jeder moralischen Bevormundung verweigert. «Félicien Rops. Laboratorium der Lüste» zeigt ein Werk, das Konventionen sprengt, bürgerliche Doppelmoral offenlegt und bis heute provoziert. Die dämonisch-erotische Bildwelt von Félicien Rops gehört zu den radikalsten Positionen des Fin-de-Siècle. Seine Arbeiten opponierten bewusst gegen bürgerliche Moralvorstellungen und entlarvten deren Doppelmoral mit Ironie, Provokation und zeichnerischer Präzision. Als gefeierter Buchillustrator arbeitete Rops mit literarischen Grenzgängern wie Charles Baudelaire oder Stéphane Mallarmé zusammen, während er parallel ein privates Œuvre entwickelte, das den Blicken der Öffentlichkeit gezielt entzogen blieb. In Zeichnungen und Druckgrafiken bediente er sich der Geschlechterklischees seiner Epoche, trieb sie bis ins Extreme und stellte gesellschaftliche Normen infrage. In enger Zusammenarbeit mit der Königlichen Bibliothek Belgiens (KBR) zeigt die Ausstellung rund 70 Arbeiten aus internationalen Sammlungen, darunter zahlreiche Werke aus der KBR sowie Hauptwerke aus dem Musée Félicien Rops, dem Musée Marmottan Monet und dem Musée d’Orsay. Konzipiert und kuratiert wird die Ausstellung von Jonas Beyer (Kunsthaus Zürich) und Daan van Heesch (KBR). «Ich habe nur eine Qualität: ein vom Publikum verachtetes Ideal, und manche meiner Blätter sind nichts sonst als der Versuch, meinen Hintern auf das Gesichtsniveau des Publikums zu bringen.» Félicien Rops
Ausstellungen | Ausstellung

Richard Paul Lohse

Museum Haus Konstruktiv

Eine Ausstellung des Museum Haus Konstruktiv in Kooperation mit der Richard Paul Lohse-Stiftung, dem MASI Lugano, dem Josef Albers Museum, Bottrop, und dem Wilhelm-Hack-Museum, Ludwigshafen am Rhein Das Museum Haus Konstruktiv eröffnet sein Jahresprogramm 2026 mit einer umfassenden Einzelausstellung zu Richard Paul Lohse (1902–1988). Der Zürcher Künstler, Grafiker und Theoretiker zählt zu den Schlüsselfiguren der konstruktiv-konkreten Kunst. Mit seinem vielschichtigen Werk prägte er nicht nur die Entwicklung der modernen Schweizer Grafik, sondern auch die internationale Avantgarde der Nachkriegszeit. Die Ausstellung im Haus Konstruktiv präsentiert über fünfzig Gemälde aus vier Jahrzehnten – von den 1940er-Jahren bis kurz vor Lohses Tod im Jahr 1988. Im Zentrum steht dabei sein malerisches Schaffen, das sich von frühen abstrakten Ansätzen hin zu einer klaren, geometrisch-systematischen Bildsprache entwickelte – inspiriert vom russischen Konstruktivismus und der De-Stijl-Bewegung. Seine Modularen und Seriellen Ordnungen, in denen Farbe, Form und Struktur zu einem ausgewogenen, nichthierarchischen Ganzen verschmelzen, stehen exemplarisch für seine Überzeugung, dass ästhetische und gesellschaftliche Prinzipien untrennbar miteinander verbunden sind. Gemeinsam mit Max Bill, Camille Graeser und Verena Loewensberg gehörte Lohse zum Kern der Zürcher Konkreten und erlangte durch zahlreiche internationale Ausstellungen weltweite Anerkennung. Begleitend zur Ausstellung ist ein Katalog im Hatje Cantz Verlag erschienen (d/e/i). Mit Beiträgen von Tobia Bezzola, Evelyne Bucher, Taisse Grandi Venturi, Sabine Schaschl und Linda Walther kuratiert von Sabine Schaschl und Evelyne Bucher Mit grosszügiger Unterstützung von Merzbacher Kunststiftung Weitere Unterstützung von Elisabeth Weber-Stiftung Albert Huber-Stiftung
Ausstellungen | Ausstellung

Konkrete Kunst. Neoconcretismo

Museum Haus Konstruktiv

Dass der Zürcher Konkrete Max Bill (1908–1994) mit seiner ersten grossen Einzelausstellung im Museu de Arte de São Paulo 1951 und der Teilnahme an der 1. Biennale von São Paulo im selben Jahr viel in der brasilianischen Kunstszene bewegt hat, wurde im Museum Haus Konstruktiv bereits in mehreren Ausstellungen skizziert. Belegt ist auch, dass die Brasilianerin Lygia Clark (1920–1988), eine Hauptvertreterin der 1959 initiierten Neoconcretismo-Bewegung, sich mit einigen ihrer Werke direkt auf Bill bezog. Wie stark der Einfluss Max Bills auf die Anfänge der konkreten Kunst in Brasilien tatsächlich war und welche anderen Vorläufer insbesondere für den Neoconcretismo eine Rolle spielten, ist bis heute Gegenstand des kunsthistorischen Diskurses, der in die Ausstellung im Haus Konstruktiv einfliessen wird. kuratiert von Evelyne Bucher
Ausstellungen | Installation

Wasserkraft und Widerstand

Landesmuseum Zürich

Videoinstallation In den 1950er Jahren stieg der Strombedarf auch in der Schweiz massiv. Man begann in den Alpen im grossen Stil Staudämme zu bauen. Jahrhundertprojekte wie die Grande Dixence aber auch die Flutung des Dorfes Marmorera 1954 oder die Katastrophe von Mattmark von 1965 haben das Leben in den Alpen grundlegend verändert. Die Videoinstallation befasst sich mit der wirtschaftlichen Dynamik, erinnert an die politischen Auseinandersetzungen und thematisiert die logistischen Herausforderungen. Zeitzeuginnen und Zeitzeugen mit diversen Erfahrungen rund um die Wasserkraft in den Alpen berichten von der hohen Schule der Ingenieurskunst oder von den harten Arbeitsbedingungen auf den Baustellen. Sie schildern den Ausbau der Infrastrukturen, aber auch die Eingriffe in ihre Lebenswelten. Und sie erinnern sich an den Widerstand, der sich gegen Umsiedlungen und für den Umweltschutz formierte. Zum Format Nicht alle für die Schweiz prägende Entwicklungen der jüngeren Vergangenheit lassen sich mit Objekten darstellen. Im Format «Erfahrungen Schweiz» stehen Zeitzeuginnen und Zeitzeugen im Zentrum. Ihre Schicksale und Erfahrungen, oft nirgends niedergeschrieben oder archiviert, ermöglichen dem Museumspublikum einen facettenreichen und emotionalen Rückblick auf die Schweizer Zeitgeschichte. Das Thema wechselt jährlich. Das Format kommt ohne Exponate aus und besteht aus einer grossformatigen und immersiven Projektion mit Ton über Kopfhörer sowie einer Vertiefungsstation mit Informationen zu den neuesten Forschungsergebnissen und zum kulturhistorischen Kontext des jeweiligen Themas.

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