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Aufführungen / Theater Schauspielhaus Zürich Pfauen Zürich, Rämistrasse 34
Literatur+Sprache / Lesung Sogar Theater Zürich Zürich, Josefstrasse 106
Literatur+Sprache | Lesung mit Musik

Literatur und Musik: Delia Mayer liest Alma Mahler

Tonhalle-Orchester Zürich

Delia Mayer, Lesung Theresa Pilsl, Sopran Hendrik Heilmann, Klavier Laurenz Lütteken, Einführung Gustav Mahler, Alma Mahler-Werfel, Alexander von Zemlinsky, Alban Berg u.a. Lieder für Sopran und Klavier Alma Mahler-Werfel Auszüge aus Erinnerungen, Briefen und Zeugnissen (Textfassung Franz Willnauer) Alma Mahler ist als Muse ebenso eine Legende wie als männerverschlingendes Monster. Doch hinter dieser oberflächlichen Sicht zeigt sich eine eigenständige Künstlerin und Komponistin, was gerade im Leben mit Gustav Mahler, nicht zuletzt wegen ihres Antisemitismus, zu Spannungen führte. Noch vor der Hochzeit notiert sie: «Er hält von meiner Kunst gar nichts – von seiner viel – und ich halte von seiner Kunst gar nichts und von meiner viel. So ist es!» Umso bedeutender sind die wenigen veröffentlichten Kompositionen, die sie gegen seinen Willen schuf. Darunter stechen die Lieder hervor. Der Mahler-Forscher Franz Willnauer hebt Schätze aus dem Archiv des bewegten Lebens an der Seite Gustav Mahlers, aber auch des Komponisten Alexander Zemlinsky, des Bauhaus-Architekten Walter Gropius, des Malers und Grafikers Oskar Kokoschka, der nach der Trennung eine Puppe nach ihren Massen anfertigen liess, und des Schriftstellers Franz Werfel. Fünf Männer wie fünf Notenlinien, auf denen sie ihr Leben komponierte.
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Literatur und Musik:
Patrycia Ziółkowska liest Nietzsche und Nijinsky

Tonhalle-Orchester Zürich

Patrycia Ziółkowska, Lesung Alexandra Gouveia, Flöte Martin Frutiger, Oboe, Englischhorn Calogero Palermo, Klarinette Syuzanna Vardanyan, Violine Hendrik Heilmann, Klavier Stefan Zweifel, Einführung Werke von R. Strauss, R. Wagner, G. Bizet, I. Strawinsky, C. Debussy Friedrich Nietzsche: Auszüge aus «Also sprach Zarathustra» Vaslav Nijinsky: Auszüge aus den Tagebüchern «Ich würde nur an einen Gott glauben, der zu tanzen verstünde.» Am Ende seiner Lauf- bzw. Tanzbahn las Vaclav Nijinsky 1918 im Engadin solche Sätze von Friedrich Nietzsche, besuchte das Nietzsche-Haus in Sils Maria und identifizierte sich im Wahn ebenfalls mit einem geschundenen Pferd. Im Hotel «Suvretta» in St. Moritz gab er der Schickeria die Ehre eines letzten Tanzes, bevor auch er eine Tournee durch die Irrenhäuser antrat: «Ich habe schreckliche Sachen getanzt. Sie hatten Angst vor mir, ich hatte den Krieg getanzt und die Sexualität, und sie glaubten, ich wolle sie umbringen. Ich stellte ihnen mit einem Kokottentanz die Lebensfrage.» Vielleicht hat Nijinsky seinen bedeutendsten Pas de deux mit Nietzsche getanzt. Patrycia Ziolkowska, die das Schauspielhaus Zürich in den letzten Jahren mitgeprägt hat, wird die Texte zu einem Klangteppich verweben – im Echoraum der Musik von Wagner bis Debussy. Zu Debussys Musik löste Nijinsky übrigens im Ballett «Après-midi d’un faune» 1912 den wohl grössten Theaterskandal des 20. Jahrhunderts aus, da er das Dionysische so intensiv verkörperte – Nietzsche hätte sicher an ihn geglaubt, den tanzenden Gott. In seiner Einführung entfaltet Stefan Zweifel die dionysische Seelenverwandtschaft genauso wie die biografischen Zufälle, die Nietzsche ins Irrenhaus von Otto Binswanger und Nijinsky in das Sanatorium von dessen Neffen Ludwig Binswanger brachte.
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Literatur und Musik:
Eva Menasse liest Eva Menasse

Tonhalle-Orchester Zürich

Eva Menasse, Lesung Isaac Duarte, Oboe Kaspar Zimmermann, Oboe Matthias Rácz, Fagott Peter Kosak, Kontrabass Azul Lima, Laute Ulrike-Verena Habel, Cembalo Jan Dismas Zelenka: Auswahl aus Sechs Sonaten ZWV 181 für zwei Oboen, Fagott und Basso continuo Die vielfach ausgezeichnete Österreicherin Eva Menasse ist eine der bedeutendsten Schriftstellerinnen im deutschsprachigen Raum. Immer wieder meldet sie sich auch als öffentliche Intellektuelle scharfsinnig und geistreich zu Wort. Anlässlich einer «carte blanche» des Literaturhauses Zürich und der Tonhalle-Gesellschaft Zürich macht sich Menasse Gedanken über das Gemeinsame von Musik und Sprache: Haben nicht beide Rhythmus, Motive, Wiederholungen, Dur und Moll, Takt? Führen nicht beide zu Eindringlichkeit und Wiedererkennen? Welchen Raum nimmt das Unerwartete ein? Gibt es eine verborgene Ebene, hinter den Wörtern, hinter den Noten? Und wie lange muss man «üben», bis endlich mal ein Satz gelingt? Begleitet wird sie durch die expressive, hoch emotionale Musik des böhmischen Barock-Komponisten Jan Dismas Zelenka (1679-1745). Gemeinsam ist beiden ihre Klangsinnlichkeit und lebendige Beweglichkeit.
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Thomas Mann – Exil in Zürich

Schauspielhaus Zürich / Pfauen

Eine Lesung Eine «Lebensepoche» nennt Thomas Mann seine fünf Jahre im Zürcher Exil. Hier avancierte er zum politischen Publizisten. Entlang von Briefen, Notaten und öffentlichen Debatten vermittelt die Lesung einen faszinierenden Einblick in Thomas Manns Politisierung und seine enge Beziehung zum Schauspielhaus. MIT: Ursula Amrein, Matthias Neukirch, Lena Schwarz
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Literatur und Musik: Robert Hunger-Bühler trifft auf Thomas Adès

Tonhalle-Orchester Zürich

Robert Hunger-Bühler, Lesung Katalin Károlyi, Mezzosopran Thomas Adès, Klavier Julia Becker, Violine George-Cosmin Banica, Violine Sarina Zickgraf, Viola Gabriele Ardizzone, Violoncello Samuel Alcántara, Kontrabass Thomas Adès, Einführung Thomas Adès: «Növények» Sieben ungarische Gedichte für Mezzosopran und Klaviersextett Zwei Mazurkas aus op. 27 «Metamorphosen der Pflanzen» Auszüge aus Texten von Ovid, J.J. Rousseau, M. Proust, J.W. von Goethe Der britische Komponist und Dirigent Thomas Adès, der 2025/26 Creative Chair beim Tonhalle-Orchester Zürich ist, gehört zu den gefragtesten zeitgenössischen Künstler*innen überhaupt. Er begeistert zudem als Pianist und ist als solcher auch bei «Literatur und Musik» zu erleben: Er spielt zwei seiner luziden und schwungvollen Mazurkas für Klavier solo, die anlässlich des Chopin-Jubiläums 2010 entstanden sind. Sie machen bereits deutlich, wie mitreissend er Komplexität und unmittelbare Verständlichkeit in seiner Musik vereint. Als leidenschaftlicher Kammermusiker inszeniert er vom Klavier aus gemeinsam mit Musiker*innen des Tonhalle-Orchesters Zürich verschiedene Aspekte des menschlichen Daseins in seinem Werk «Növények» («Pflanzen», «Dinge, die wachsen»). Dieser Zyklus ungarischer Gedichte über Pflanzen und Menschen steht meisterhaften literarischen Metamorphosen gegenüber − von Ovid bis Marcel Proust mit seiner 3000-seitigen, sommerlich-duftigen «Suche nach der verlorenen Zeit». CHF 40 In Zusammenarbeit mit dem Literaturhaus Zürich
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Literatur und Musik: Anna Schudt liest isländische Sagas

Tonhalle-Orchester Zürich

Anna Schudt, Lesung Peter McGuire, Violine Antonia Siegers-Reid, Viola Ioana Geangalau-Donoukaras, Violoncello Ulrike-Verena Habel, Cembalo Anna Thorvaldsdottir, Einführung in englischer Sprache Anna Thorvaldsdottir: «Spectra» für Violine, Viola und Violoncello Aus «Fingerprints» für Cembalo Aus «Sola» für Viola und Electronics «Shades of Silence» für Violine, Viola, Violoncello und Cembalo Isländische Sagas So archetypisch die Sagenwelten sein mögen: Es gibt nur wenige Regionen, in denen sie so vielfältig und noch so lebendig sind wie in Island. Ihre Buntheit und Versponnenheit wirkt bis in die Literatur von Sjon oder in die Clips von Björk weiter. Durch einen neuen Band in der Reihe «Isländer Sagas» im S. Fischer Verlag wird der Sagenkreis nochmals erweitert. In dieser Ausgabe werden die Geschichten nun auch für unseren Sprachkreis neu entdeckt. Die Fantasie sprüht darin wie die Geysire – die von Film, Fernsehen und Bühne bekannte und sagenhafte Stimme von Anna Schudt wird das prächtig zur Geltung bringen. Dazu gibt es Werke der isländischen Komponistin Anna Thorvaldsdottir, die dieses Jahr als Creative Chair beim Tonhalle-Orchester Zürich wirkt und in der Einleitung über ihr musikalisches Schaffen spricht. Die Lesung der Sagas findet auf Deutsch statt, die Einführung auf Englisch. Preise CHF 40 In Zusammenarbeit mit dem Literaturhaus Zürich
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Denken nach Botho Strauß

Schauspielhaus Zürich / Schiffbau

Begegnungen in einer anderen Zeit Botho Strauß, seit einem halben Jahrhundert eine der bedeutendsten wie berüchtigtsten Stimmen der deutschsprachigen Literatur und immer noch einer ihrer meistgespielten Dramatiker, ist kein »Gegenwartsautor«. In der Überzeugung, dass die Dichtung stets dazu bestimmt war, eine bereits verlorene Welt zu verteidigen, ist ihm der Rückzug hinter den Vorhang der Geschichte nicht nur zum poetischen Programm, sondern auch zum Lebensprinzip geworden. Wie aber begegnet man einem Schriftsteller, der so selbstgewählt aus der Zeit fällt? In seinem Essay DENKEN NACH BOTHO STRAUß, jüngst erschienen im Verlag Matthes & Seitz, begibt sich Philipp Theisohn (Professor für Neuere deutsche Literaturwissenschaft an der UZH) auf die Suche nach einem Menschen und seinen Denkspuren – auf eine Reise durch verlassene Texte, Landschaften und Republiken. Mit: Philipp Theisohn Es liest: Sebastian Rudolph Moderation: Nicola Steiner (Leiterin Literaturhaus Zürich)
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Literatur und Musik: Sunnyi Melles liest Jaeggy

Tonhalle-Orchester Zürich

Sunnyi Melles, Lesung Irina Pak, Violine Amelia Maszonska-Escobar, Violine Barbara Villiger Heilig, Einführung Luciano Berio: Aus Duetti per due violini Fleur Jaeggy: Auszüge aus dem Roman «Die seligen Jahre der Züchtigung» Endlich erhält Fleur Jaeggy mit dem Gottfried-Keller-Preis 2024 eine Würdigung im eigenen Land. In Zürich geboren und in verschiedenen «Instituten» aufgewachsen, lebt die Autorin heute in Mailand – ihr zeitloses Werk spricht gerade eine Generation jüngerer Autorinnen an. Das Motiv des Pianos durchzieht ihr Werk und schlägt die Brücke zur Musik ihrer Sprache, wie Barbara Villiger Heilig, die wohl versierteste Kennerin von Fleur Jaeggys Werk, in der Einleitung darlegen wird. In einer vielschichtigen Auseinandersetzung mit ihrer helvetischen Herkunft und Schweizer Autoren wie Robert Walser schildert Fleur Jaeggy die schillernden Erfahrungen in einem Appenzeller Mädchen-Internat im Roman «Die seligen Jahre der Züchtigung» (1989), der bereits zu einem modernen Klassiker avanciert ist: «Die Lektüre dauert vier Stunden», bemerkte der amerikanische Dichter Joseph Brodsky, «die Erinnerung daran das ganze Leben». Eindringlich umkreist Fleur Jaeggy die erotisch aufgeladenen Beziehungen der jungen Frauen zwischen Aggression und Zärtlichkeit. Im Institut werden Mädchen diszipliniert, «bis die Disziplin selbst eine Lust wird». In ihrem Werk gelingt es der Autorin, die existenzielle Zerrissenheit, die Ambivalenz der Liebe und die Ekstasen des Wahns in die kristalline Klarheit einer Sprache zu fassen, deren tiefe Klangfülle dem mystischen Schweigen entsteigt und mit einem untrüglichen Gefühl für Rhythmus verschmilzt. Das wird die Stimme von Sunnyi Melles unvergesslich vorführen. Preise CHF 40 In Zusammenarbeit mit dem Literaturhaus Zürich
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Nikola Weisse liest «Memoiren eines Irren»

Schauspielhaus Zürich / Schiffbau

Der Text ‹Memoiren eines Irren› des sehr jungen Gustave Flaubert (18 Jahre alt) spricht von der Unwiederbringlichkeit einer ersten Liebe, wie sie eine Schmerznarbe im Herzen hinterlässt. Flaubert schreibt darüber mit einem unglaublich zwingenden Sprachfuror, mit einer Direktheit, die wir später nicht mehr so rein und unverstellt bei ihm wiederfinden. Seine Gefühle und Gedanken empfinde ich – ins Alter gekommen – als real und bewegend. Flauberts Thema: ein Lebensthema, immer noch. (Nikola Weisse) Mit Musik von Franz Liszt | Am Piano Benjamin Engeli
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Wir haben es nicht gut gemacht

Schauspielhaus Zürich / Pfauen

Lesung mit Caroline Peters und Roland Koch Gastspiel Burgtheater Wien Frühjahr 1958: Ingeborg Bachmann – gefeierte Lyrikerin, Preisträgerin der Gruppe 47 und „Coverstar“ des Spiegel – bringt gerade das Hörspiel „Der gute Gott von Manhattan“ auf Sendung. Max Frisch, in dieser Zeit mit Inszenierungen von „Biedermann und die Brandstifter“ beschäftigt, schreibt der „jungen Dichterin“, wie begeistert er von ihrem Hörspiel ist. Mit Bachmanns Antwort beginnt im Juni 1958 ein Briefwechsel, der – vom Kennenlernen bis lange nach der Trennung – in fast 300 überlieferten Schriftstücken Zeugnis ablegt vom Leben, Lieben und Leiden eines der bekanntesten Paare der deutschsprachigen Literatur: Nähe und Distanz, Bewunderung und Rivalität, Eifersucht, Fluchtimpulse und Verlustangst, aber auch die Schwierigkeiten des Arbeitens in einer gemeinsamen Wohnung und die Spannung zwischen Schriftstellerexistenz und Zweisamkeit – die Themen der autobiografischen Zeugnisse sind zeitlos. Die Briefe zeigen einmal mehr, dass Leben und Werk nicht zu trennen sind, sie sind intime Mitteilungen und zugleich Weltliteratur. Der dramatische Briefwechsel zeichnet ein neues, überraschendes Bild der Beziehung und stellt tradierte Bewertungen und Schuldzuweisungen in Frage. Dauer: 1 Std 30 Min, keine Pause
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Du klingst so komisch

Schauspielhaus Zürich / Pfauen

Lesung: Corinna Harfouch Moderation: Traudl Bünger Sechs Minuten lachen wir im Durchschnitt täglich. In den letzten Monaten wahrscheinlich etwas weniger. Am 13. Dezember aber werden sie gefordert: die 80 Gesichtsmuskeln, die wir beim Lachen brauchen. Corinna Harfouch, die grosse Bühnen-, TV- und Filmschauspielerin, testet bei dem Abend DU KLINGST SO KOMISCH die Humorbegabung des Zürcher Publikums und die Humorfähigkeit der deutschsprachigen und internationalen Literatur. 2013 war sie am Schauspielhaus Zürich in Friedrich Dürrenmatts DIE PHYSIKER als Irrenärztin Mathilde von Zahnd (Regie: Herbert Fritsch) zu erleben. Jetzt liest sie alte und neue Humor-Klassiker von Robert Gernhardt bis Sven Regener, stösst auf Lakonisches von Eva Menasse und inszeniert die brachiale Komik ihrer sächsischen Lieblingslyrikerin Lene Voigt und die der Lesebühnenkünstlerin Kirsten Fuchs. Begleitet wird sie an dem Abend von Autorin Traudl Bünger, die als Moderatorin eine Kulturgeschichte des Lachens präsentiert und das Publikum über die Fitness seines Zwerchfells aufklärt. Ausserdem erforscht sie, was geschieht, wenn wir lachen, ob man Humor lernen kann und warum es beinah unmöglich ist, Loriot in Englische zu übersetzen. Dauer: 1h 20 Minuten, keine Pause
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AXEL HACKE liest und erzählt

Schauspielhaus Zürich / Pfauen

Axel Hackes neuestes Buch heißt "Aua! Die Geschichte meines Körpers". Es ist wie alle seine Bücher klug und lustig, tröstend und erhellend und darüber hinaus maximal persönlich. Es geht um solche Fragen: Wie ist es, seit fünfzig Jahren mit einem Pfeifton im Ohr zu leben? Wie kann eine Einladung ins "Literarische Quartett" zu einer Knieverletzung führen? Wie bricht man sich beim Meditieren einen Knochen? Es geht um Gebrechen, aber auch Triumphe eines Manneskörpers in der zweiten Hälfte der Sechziger – und um das große, nie nachlassende Staunen über dessen Funktionieren. Hacke gibt Einblicke ins Banale und Geheimnisvolle, Lustige und Fürchterliche, Schöne und Abstoßende. Er selbst sagt über sein Buch: "Es ist ungeheuerlich. Auch schamlos. Wie immer bei mir." Weil es bei seinen Lesungen nie nur um ein Buch geht, sondern um alle und alles, trägt er auch die heitersten Texte aus seinem Gesamtwerk vor. So wird entstehen, was Hacke auf der Bühne immer entstehen lässt: ein heiterer Abend. Axel Hacke lebt als Schriftsteller in München. Berühmt ist seine Kolumne "Das Beste aus aller Welt", die er seit Jahrzehnten jede Woche im „Süddeutsche Zeitung Magazin“ veröffentlicht. Er gehört zu den bekanntesten Autoren Deutschlands, seine Bücher sind Bestseller und wurden in zahlreiche Sprachen übersetzt. Seine Arbeit wurde unter anderem mit dem Joseph-Roth-Preis, zwei Egon-Erwin-Kisch-Preisen, dem Theodor-Wolff-Preis und zuletzt dem Ben Witter-Preis ausgezeichnet.
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Literatur und Musik: Benito Bause liest Baldwin

Tonhalle Orchester Zürich

Benito Bause, Lesung Heinz Saurer, Trompete Kamil Łosiewicz, Kontrabass Andreas Berger, Schlagzeug Gregor Müller, Klavier René Aguigah, Einführung Musik für Jazz-Quartett James Baldwin: Auszüge aus dem Roman «Ein anderes Land» Rund um seinen 100. Geburtstag wird James Baldwin gerade auch bei uns dank neuer Übersetzungen seiner Werke wieder entdeckt. Das liegt auch am vielschichtigen Sachbuch «James Baldwin – Der Zeuge» (C.H. Beck) von René Aguigah, der die Einführung hält und nicht nur Baldwins Beziehung zu Martin Luther King oder Malcolm X, sondern auch zum Aktivismus hier und heute kennt wie kein anderer. James Baldwin schlug schon früh die Brücke von Amerika nach Europa und tauchte ein in die Jazz-Szene von Paris. Dabei zeugte er in seinem Werk immer wieder vom erlebten Rassismus, etwa bei einem Besuch in Leukerbad: Baldwin ging dort zur Kur, und die Kinder folgten ihm wie einem fremden Wesen aus einer anderen Welt, wie man in einem verstörenden Filmdokument sehen kann. Auch die Erfahrung einer weiteren Verfolgung zeichnet sich in seinem Werk ab: Die Homosexualität stand zu seiner Zeit in vielen Ländern noch unter Strafe. Baldwin fand für seine Lust am Körper und an der Musik eine eigene Sprache, die man heute dank der neuen Übersetzung auch auf Deutsch und dank Benito Bause in der Tonhalle Zürich hören kann. Preise CHF 40 In Zusammenarbeit mit dem Literaturhaus Zürich
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Sofalesungen

Literaturhaus Zürich

Literatur hautnah erleben und sich wie zu Hause fühlen: Das ist die Idee der Sofalesungen. Sofalesungen sind öffentliche Lesungen in privaten Räumen. Sie sind persönlich, originell und unkonventionell. Sie finden in WG-Wohnzimmern, Ateliers, Hinterhöfen oder Schrebergärten statt und bringen lesende und schreibende Menschen zusammen. Sie öffnen in der ganzen Schweiz Türen für überraschende Begegnungen mit neuen literarischen Stimmen. Sofalesungen präsentieren Prosa, Spoken Word und Lyrik von jungen Autorinnen und Autoren aus der Schweiz und anderswo. Die Sofalesungen sind aus dem gleichnamigen Projekt des Literaturhauses Basel 2014 entstanden. Ihren Ursprung hat die Idee im Format «Zwischen/Miete» des Literaturbüros Freiburg im Breisgau. Die Lesungen in der Schweiz finden in Kooperation mit verschiedenen Literaturveranstaltern statt – seit 2015 mit dem Literaturhaus Zürich. Sofalesungen werden ermöglicht durch Migros Pionierfonds, Ernst Göhner Stiftung, Avina Stiftung, Sulger Stiftung, den Kanton Zürich und die Stadt Zürich. Eine Initiative des Migros-Pionierfonds in Kooperation mit verschiedenen Schweizer Literaturveranstaltern.
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Hallo, hier spricht Nawalny

Schauspielhaus Zürich / Pfauen

Lesung mit Michael Maertens und Katja Kolm Alexej Nawalnys Briefe aus dem Gefängnis und seine Reden bei Gerichtsverhandlungen sind zu einem speziellen literarischen Genre geworden, in dem einer der berühmtesten politischen Gefangenen als nüchterner Analytiker, als leidenschaftlicher Prophet, strenger und ironischer Ankläger und liebender Ehemann auftritt. Seine Briefe erzählen, wie man unter unmenschlichen Bedingungen Menschlichkeit bewahrt. Die österreichische Schauspielerin Katja Kolm begann 2021, Alexej Nawalnys Gefängnisschriften zu sammeln. Nach jahrelangen Vorbereitungen, angetrieben von dem Wunsch, diese bemerkenswerten Texte dem deutschsprachigen Publikum nahezubringen, wurde die Lesung HALLO, HIER SPRICHT NAWALNY bei den Salzburger Festspielen 2024 mit freundlicher Genehmigung von Julia Nawalnaja uraufgeführt.
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Michel Friedman: FREMD

Schauspielhaus Zürich / Pfauen

«Dies ist ein Buch über das Fremdsein, das äußere und das innere. Eine Erfahrung, die exemplarisch für viele Menschenschicksale ist. Es ist allen Menschen gewidmet, die irgendwo im Nirgendwo leben.» Michel Friedman Ein Kind, voller Furcht, kommt nach Deutschland - ins Land der Mörder, die die Familien seiner Eltern ausgelöscht haben. Hier soll es Wurzeln schlagen, ein Leben aufbauen. Das Kind staatenloser Eltern tut, was es kann. Es will Kind sein. Es will träumen. Es will leben. Doch was es auch erlebt, sind Judenhass, Rassismus und Ausgrenzung - und eine traumatisierte Kleinfamilie, die es mit Angst und Fürsorge zu ersticken droht. Der Rechtsanwalt, Fernsehmoderator und Publizist Michel Friedman wird 1956 in Paris geboren und lebt seit 1965 in Frankfurt am Main. Er entstammt einer polnisch-jüdischen Familie, seine Eltern überleben den Holocaust, weil sie auf der Schindler-Liste stehen. In seinem wohl persönlichsten Text zeichnet Michel Friedman das verstörende Bild der Adoleszenz in einer als fremd und gefährlich empfundenen Welt. Entstanden ist das berührende, poetische Kaleidoskop eines existenziellen Gefühls, das seziert werden muss, damit es die Seele nicht auffrisst.
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Zürcher Poetikvorlesungen

Literaturhaus Zürich

An drei Abendvorträgen im November reflektieren renommierte Autor*innen im Literaturhaus Zürich über das eigene Schreiben – seit 25 Jahren.
Literatur+Sprache | Lesung

Writers in Residence

Literaturhaus Zürich

Seit Dezember 2010 bieten das Literaturhaus Zürich, der Verein «Writers in Residence» und die Stiftung PWG, mit Unterstützung von Stadt und Kanton Zürich, eine Writers-in-Residence-Wohnung an. Wechselnde Autor*innen aus aller Welt können sich hier in Ruhe jeweils während eines halben Jahres auf ihr Schreiben konzentrieren. Die bisherigen Gäste: Olli Jalonen (Finnland) Kiran Nagarkar (Indien) Aslı Erdoğan (Türkei) Ángela Pradelli (Argentinien) Sreten Ugričić (Serbien) Girgis Shoukry (Ägypten) Noémi Kiss (Ungarn) Teju Cole (USA/Nigeria) Tamta Melashvili (Georgien) Xiaolu Guo (England/China) Tadeusz Dabrowski (Polen) Shumona Sinha (Indien/Frankreich) Viktor Martinowitsch (Weissrussland), Ken Bugul (Senegal), Hernán Ronsino (Argentinien) Bae Suah (Südkorea) Georgi Gospodinov (Bulgarien) Aura Xilonen (Mexiko) Maaza Mengiste (Äthiopien/USA) Christos Chryssopoulos (Griechenland) Lana Bastašić (Kroatien) Sjón (Island) Djaimilia Pereira de Almeida (Portugal/Angola) Josephine Rowe (Australien) Khaled Khalifa (Syrien) Adania Shibli (Deutschland/Palästina) Sayaka Murata (Japan) Kuration 2010-2013: Beatrice Stoll Kuration 2013-2024 (1. Halbjahr): Gesa Schneider Projektleitung: Pablo Assandri
Literatur+Sprache | Lesung

Literatur und Musik

Literaturhaus Zürich

Der Musikalität von Texten und dem Erzählduktus von musikalischen Werken auf der Spur: Die gemeinsame Reihe von Tonhalle-Orchester Zürich und Literaturhaus Zürich befasst sich seit 2008 mit den schöpferischen Synergien zwischen Literatur und Musik. Italo Calvino und Luciano Berio, Jane Austen und Joseph Haydn, Johannes Brahms und Gottfried Keller: Literatur und Musik reagieren aufeinander und beeinflussen einander auf vielfältige Weise. «Literatur und Musik» bringt Autor*innen und Musiker*innen zusammen und schafft überraschende Querverbindungen. Die Sonntagsmatinéen in der Tonhalle verbinden die Aufführung von musikalischen Werken mit hochkarätigen Lesungen und fachkundigen Einführungen.
Literatur+Sprache | Buchpräsentation

Nahaufnahme: Christopher Rüping

Schauspielhaus Zürich / Pfauen

Book-Launch mit dem Alexander Verlag Berlin So alt ist Christopher Rüping mit Jahrgang 1985 eigentlich noch gar nicht, dass sein Werk schon einer Aufarbeitung bedürfte, much is still to come. Aber weil er und die Menschen, mit denen er arbeitet, im Laufe der vergleichsweise wenigen Jahre ihres gemeinsamen Berufslebens eine Theatersprache entwickelt haben, die in Hinblick auf Sensibilität, Offenheit und Ehrlichkeit ihresgleichen sucht und diese Eigenschaften vielleicht besonders dringend benötigt werden in diesen Tagen, haben die beiden Dramaturgen Vasco Boenisch und Malte Ubenauf zusammen mit dem Alexander Verlag Berlin eine erste Bestandsaufnahme von Christopher Rüpings Werk in Buchform gebracht. Anfang Juni 2024 erscheint diese Nahaufnahme, die vor der Gier-Vorstellung von Co-Herausgeber Vasco Boenisch und einigen Rüpingschen Weggefährt*innen präsentiert wird. 7. Juni 2024, Rahmenprogramm *Happy End Abschlussfestival* 18:30 Book-Launch mit dem Alexander Verlag Berlin: Nahaufnahme. 19:30 Gier. Zum allerletzten Mal. 21:30 Pack die Badehose ein. ​Picknick und Musik auf der Blatterwiese.

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