Literatur+Sprache
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Literatur und Musik:
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Patrycia Ziółkowska liest Nietzsche und Nijinsky
Tonhalle-Orchester Zürich
Patrycia Ziółkowska, Lesung Alexandra Gouveia, Flöte Martin Frutiger, Oboe, Englischhorn Calogero Palermo, Klarinette Syuzanna Vardanyan, Violine Hendrik Heilmann, Klavier Stefan Zweifel, Einführung Werke von R. Strauss, R. Wagner, G. Bizet, I. Strawinsky, C. Debussy Friedrich Nietzsche: Auszüge aus «Also sprach Zarathustra» Vaslav Nijinsky: Auszüge aus den Tagebüchern «Ich würde nur an einen Gott glauben, der zu tanzen verstünde.» Am Ende seiner Lauf- bzw. Tanzbahn las Vaclav Nijinsky 1918 im Engadin solche Sätze von Friedrich Nietzsche, besuchte das Nietzsche-Haus in Sils Maria und identifizierte sich im Wahn ebenfalls mit einem geschundenen Pferd. Im Hotel «Suvretta» in St. Moritz gab er der Schickeria die Ehre eines letzten Tanzes, bevor auch er eine Tournee durch die Irrenhäuser antrat: «Ich habe schreckliche Sachen getanzt. Sie hatten Angst vor mir, ich hatte den Krieg getanzt und die Sexualität, und sie glaubten, ich wolle sie umbringen. Ich stellte ihnen mit einem Kokottentanz die Lebensfrage.» Vielleicht hat Nijinsky seinen bedeutendsten Pas de deux mit Nietzsche getanzt. Patrycia Ziolkowska, die das Schauspielhaus Zürich in den letzten Jahren mitgeprägt hat, wird die Texte zu einem Klangteppich verweben – im Echoraum der Musik von Wagner bis Debussy. Zu Debussys Musik löste Nijinsky übrigens im Ballett «Après-midi d’un faune» 1912 den wohl grössten Theaterskandal des 20. Jahrhunderts aus, da er das Dionysische so intensiv verkörperte – Nietzsche hätte sicher an ihn geglaubt, den tanzenden Gott. In seiner Einführung entfaltet Stefan Zweifel die dionysische Seelenverwandtschaft genauso wie die biografischen Zufälle, die Nietzsche ins Irrenhaus von Otto Binswanger und Nijinsky in das Sanatorium von dessen Neffen Ludwig Binswanger brachte.
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Literatur und Musik:
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Eva Menasse liest Eva Menasse
Tonhalle-Orchester Zürich
Eva Menasse, Lesung Isaac Duarte, Oboe Kaspar Zimmermann, Oboe Matthias Rácz, Fagott Peter Kosak, Kontrabass Azul Lima, Laute Ulrike-Verena Habel, Cembalo Jan Dismas Zelenka: Auswahl aus Sechs Sonaten ZWV 181 für zwei Oboen, Fagott und Basso continuo Die vielfach ausgezeichnete Österreicherin Eva Menasse ist eine der bedeutendsten Schriftstellerinnen im deutschsprachigen Raum. Immer wieder meldet sie sich auch als öffentliche Intellektuelle scharfsinnig und geistreich zu Wort. Anlässlich einer «carte blanche» des Literaturhauses Zürich und der Tonhalle-Gesellschaft Zürich macht sich Menasse Gedanken über das Gemeinsame von Musik und Sprache: Haben nicht beide Rhythmus, Motive, Wiederholungen, Dur und Moll, Takt? Führen nicht beide zu Eindringlichkeit und Wiedererkennen? Welchen Raum nimmt das Unerwartete ein? Gibt es eine verborgene Ebene, hinter den Wörtern, hinter den Noten? Und wie lange muss man «üben», bis endlich mal ein Satz gelingt? Begleitet wird sie durch die expressive, hoch emotionale Musik des böhmischen Barock-Komponisten Jan Dismas Zelenka (1679-1745). Gemeinsam ist beiden ihre Klangsinnlichkeit und lebendige Beweglichkeit.
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Thomas Mann – Exil in Zürich
Schauspielhaus Zürich / Pfauen
Eine Lesung Eine «Lebensepoche» nennt Thomas Mann seine fünf Jahre im Zürcher Exil. Hier avancierte er zum politischen Publizisten. Entlang von Briefen, Notaten und öffentlichen Debatten vermittelt die Lesung einen faszinierenden Einblick in Thomas Manns Politisierung und seine enge Beziehung zum Schauspielhaus. MIT: Ursula Amrein, Matthias Neukirch, Lena Schwarz
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