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Literatur+Sprache / Museum Strauhof Zürich Zürich, Augustinergasse 9
Literatur+Sprache / Lesung Sogar Theater Zürich Zürich, Josefstrasse 106
Literatur+Sprache | Lesung mit Musik

Literatur und Musik mit Thomas Sarbacher und Rachel Braunschweig

Tonhalle-Orchester Zürich

Sayaka Takeuchi, Violine Elizaveta Shnayder-Taub, Violine Peter Kosak, Kontrabass Azul Lima, Laute, Theorbe Ulrike-Verena Habel, Cembalo Stefan Zweifel, Einführung Thomas Sarbacher, Lesung Rachel Braunschweig, Lesung Marin Marais: 6 Suiten (Pièces en trio) für zwei Oberstimmen und Basso continuo Choderlos de Laclos: Auszüge aus «Gefährliche Liebschaften» Es geht um eine Wette. Ein Spiel. Eine Zerstörung. In Choderlos de Laclos’ Briefroman «Gefährliche Liebschaften» wettet die Marquise de Merteuil mit dem Vicomte de Valmont, ob er es schafft, eine fromme Klosterschülerin ins voreheliche Bett zu kriegen (aus Rache am Ex). Doch die Story um den Pakt ist in diesem Jahrhundertroman bloss eine elegante Anordnung – die Sprache, der Witz, die poetischen Finten im Verführungsspiel sind wichtiger als die Verführung selber. Genau da trifft sich dieser Roman mit dem französischen Barockkomponisten Marin Marais. In seinen Suiten mit ihren orgiastischen Variationen über wiederkehrende Bassformeln erklingt jene Laclos’sche Mischung aus Feingeist und Sinnlichkeit, für die Thomas Sarbacher und Rachel Braunschweig die nötige Verführungskraft mitbringen. Preise CHF 45 In Zusammenarbeit mit dem Literaturhaus Zürich
Literatur+Sprache | Lesung mit Musik

Literatur und Musik: Delia Mayer liest Alma Mahler

Tonhalle-Orchester Zürich

Delia Mayer, Lesung Theresa Pilsl, Sopran Hendrik Heilmann, Klavier Laurenz Lütteken, Einführung Gustav Mahler, Alma Mahler-Werfel, Alexander von Zemlinsky, Alban Berg u.a. Lieder für Sopran und Klavier Alma Mahler-Werfel Auszüge aus Erinnerungen, Briefen und Zeugnissen (Textfassung Franz Willnauer) Alma Mahler ist als Muse ebenso eine Legende wie als männerverschlingendes Monster. Doch hinter dieser oberflächlichen Sicht zeigt sich eine eigenständige Künstlerin und Komponistin, was gerade im Leben mit Gustav Mahler, nicht zuletzt wegen ihres Antisemitismus, zu Spannungen führte. Noch vor der Hochzeit notiert sie: «Er hält von meiner Kunst gar nichts – von seiner viel – und ich halte von seiner Kunst gar nichts und von meiner viel. So ist es!» Umso bedeutender sind die wenigen veröffentlichten Kompositionen, die sie gegen seinen Willen schuf. Darunter stechen die Lieder hervor. Der Mahler-Forscher Franz Willnauer hebt Schätze aus dem Archiv des bewegten Lebens an der Seite Gustav Mahlers, aber auch des Komponisten Alexander Zemlinsky, des Bauhaus-Architekten Walter Gropius, des Malers und Grafikers Oskar Kokoschka, der nach der Trennung eine Puppe nach ihren Massen anfertigen liess, und des Schriftstellers Franz Werfel. Fünf Männer wie fünf Notenlinien, auf denen sie ihr Leben komponierte.
Literatur+Sprache | Lesung mit Musik

Literatur und Musik:
Patrycia Ziółkowska liest Nietzsche und Nijinsky

Tonhalle-Orchester Zürich

Patrycia Ziółkowska, Lesung Alexandra Gouveia, Flöte Martin Frutiger, Oboe, Englischhorn Calogero Palermo, Klarinette Syuzanna Vardanyan, Violine Hendrik Heilmann, Klavier Stefan Zweifel, Einführung Werke von R. Strauss, R. Wagner, G. Bizet, I. Strawinsky, C. Debussy Friedrich Nietzsche: Auszüge aus «Also sprach Zarathustra» Vaslav Nijinsky: Auszüge aus den Tagebüchern «Ich würde nur an einen Gott glauben, der zu tanzen verstünde.» Am Ende seiner Lauf- bzw. Tanzbahn las Vaclav Nijinsky 1918 im Engadin solche Sätze von Friedrich Nietzsche, besuchte das Nietzsche-Haus in Sils Maria und identifizierte sich im Wahn ebenfalls mit einem geschundenen Pferd. Im Hotel «Suvretta» in St. Moritz gab er der Schickeria die Ehre eines letzten Tanzes, bevor auch er eine Tournee durch die Irrenhäuser antrat: «Ich habe schreckliche Sachen getanzt. Sie hatten Angst vor mir, ich hatte den Krieg getanzt und die Sexualität, und sie glaubten, ich wolle sie umbringen. Ich stellte ihnen mit einem Kokottentanz die Lebensfrage.» Vielleicht hat Nijinsky seinen bedeutendsten Pas de deux mit Nietzsche getanzt. Patrycia Ziolkowska, die das Schauspielhaus Zürich in den letzten Jahren mitgeprägt hat, wird die Texte zu einem Klangteppich verweben – im Echoraum der Musik von Wagner bis Debussy. Zu Debussys Musik löste Nijinsky übrigens im Ballett «Après-midi d’un faune» 1912 den wohl grössten Theaterskandal des 20. Jahrhunderts aus, da er das Dionysische so intensiv verkörperte – Nietzsche hätte sicher an ihn geglaubt, den tanzenden Gott. In seiner Einführung entfaltet Stefan Zweifel die dionysische Seelenverwandtschaft genauso wie die biografischen Zufälle, die Nietzsche ins Irrenhaus von Otto Binswanger und Nijinsky in das Sanatorium von dessen Neffen Ludwig Binswanger brachte.
Literatur+Sprache | Lesung

Thomas Mann – Exil in Zürich

Schauspielhaus Zürich / Pfauen

Eine Lesung Eine «Lebensepoche» nennt Thomas Mann seine fünf Jahre im Zürcher Exil. Hier avancierte er zum politischen Publizisten. Entlang von Briefen, Notaten und öffentlichen Debatten vermittelt die Lesung einen faszinierenden Einblick in Thomas Manns Politisierung und seine enge Beziehung zum Schauspielhaus. MIT: Ursula Amrein, Matthias Neukirch, Lena Schwarz
Literatur+Sprache | Lesung mit Musik

Literatur und Musik: Robert Hunger-Bühler trifft auf Thomas Adès

Tonhalle-Orchester Zürich

Robert Hunger-Bühler, Lesung Katalin Károlyi, Mezzosopran Thomas Adès, Klavier Julia Becker, Violine George-Cosmin Banica, Violine Sarina Zickgraf, Viola Gabriele Ardizzone, Violoncello Samuel Alcántara, Kontrabass Thomas Adès, Einführung Thomas Adès: «Növények» Sieben ungarische Gedichte für Mezzosopran und Klaviersextett Zwei Mazurkas aus op. 27 «Metamorphosen der Pflanzen» Auszüge aus Texten von Ovid, J.J. Rousseau, M. Proust, J.W. von Goethe Der britische Komponist und Dirigent Thomas Adès, der 2025/26 Creative Chair beim Tonhalle-Orchester Zürich ist, gehört zu den gefragtesten zeitgenössischen Künstler*innen überhaupt. Er begeistert zudem als Pianist und ist als solcher auch bei «Literatur und Musik» zu erleben: Er spielt zwei seiner luziden und schwungvollen Mazurkas für Klavier solo, die anlässlich des Chopin-Jubiläums 2010 entstanden sind. Sie machen bereits deutlich, wie mitreissend er Komplexität und unmittelbare Verständlichkeit in seiner Musik vereint. Als leidenschaftlicher Kammermusiker inszeniert er vom Klavier aus gemeinsam mit Musiker*innen des Tonhalle-Orchesters Zürich verschiedene Aspekte des menschlichen Daseins in seinem Werk «Növények» («Pflanzen», «Dinge, die wachsen»). Dieser Zyklus ungarischer Gedichte über Pflanzen und Menschen steht meisterhaften literarischen Metamorphosen gegenüber − von Ovid bis Marcel Proust mit seiner 3000-seitigen, sommerlich-duftigen «Suche nach der verlorenen Zeit». CHF 40 In Zusammenarbeit mit dem Literaturhaus Zürich

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