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Pforte
Schauspielhaus Zürich / Pfauen
Mike Müller & Gäst*innen Pförtner Mike Müller hält die Leute auf. Manche kommen an der Pforte vorbei, weil sie nach getaner Arbeit nach Hause möchten. Manche möchten zur Arbeit und nicht aufgehalten werden, andere möchten sich in dem Haus mal umschauen und haben ein paar Fragen. Ganz sicher hat Mike Müller ein paar Fragen an die Menschen, die bei ihm vorbeikommen. Offiziell nennt sich das Talk. An der Pforte nennt man es Gequatsche. Das kann ernsthaft sein, wenn man eine Politikerin fragt, die für das Stadtpräsidium kandidiert, die Gretchenfrage stellt: «Frau Kahriman, nun sag, wie hast du's mit dem Theater?» Ganz sicher nicht stellt der Pförtner diese Frage an Karin Pfammatter, Ensemblemitglied am Schauspielhaus. Mit ihr entspannt sich wahrscheinlich ein Gespräch über einen Fetisch aus der damaligen Jugendzeit. So viel sei hier verraten: Das Ausserschweizer Grüezi Mike Müller fuhr als Jugendlicher den gleichen Ski wie die Abfahrtskanone Karin Pfammatter: Blizzard, und zwar deutsch ausgesprochen. Und dann sind noch zwei Oberwinterthurer, die einen sehr erfolgreichen Podcast machen «für Leute, deren Namen im Word rot unterstrichen sind". Yoldaş Gündoğdu und Serhat Koca sind «Kurds & Bündig» und Mike Müller weiss nicht, ob er sie als oberwinterthurer Kurden oder kurdische Oberwinterthurer begrüssen soll oder ob das vielleicht gar nicht so eine Rolle spielt. Yoldaş und Sero wollen zur Intendanz und haben grosses vor. Das jedenfalls glaubt der Pförtner. Die PFORTE beginnt um 20 Uhr und dauert nicht länger als ein schlechtes B-Movie. Es gibt keine Pause, aber danach kühle Getränke zu guten Preisen.
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Schafft sich die Demokratie selbst ab?
Schauspielhaus Zürich / Schiffbau
In den Vereinigten Staaten sägt Donald Trump mit seinem Team täglich an demokratischen Errungenschaften; er versucht, die Gewaltenteilung auszuhebeln, und die Macht nutzt erm, um sich zu bereichern. Wie resilient sind die Institutionen der liberalen US-amerikanischen Demokratie? Wie standhaft bleiben sie? Und werden sie sich dereinst wieder erholen können? Besonders diese letzte Frage stellt sich auch mit Blick auf die 1923 als demokratische Republik gegründete Türkei: nach bald 25 Jahren Autokratisierung unter Erdoğan liegt die Wirtschaft am Boden, sind die wichtigsten Denker*innen entweder im Gefängnis oder im Exil und ist ein Grossteil der politischen Gegner aller Kraft beraubt. In Polen dagegen läuft der Versuch, nach den Bulldozer-Jahren der PIS-Regierung zum Liberalismus zurückzufinden – mit etlichen Fragezeichen zur Sozialverträglichkeit, zur Kohäsion in der EU. Und dies alles im Bann des russischen Angriffskriegs im Nachbarland Ukraine. In Südkorea sprach der damalige Präsident Yoon von einer «Diktatur der Legislative», weil ihm das Parlament nicht folgen wollte, und rief das Kriegsrecht aus. Doch durch den Aufstand der Bevölkerung und das entschlossene Vorgehen des Parlaments wurde er zunächst abgesetzt und daraufhin verhaftet. Ist Südkorea ein Hoffnungsschimmer für Anhänger*innen der Demokratie weltweit? Vor lauter Demokratie-Erschütterungen kommt die Frage auf, ob sich die Demokratie demokratisch abschaffen lässt – und wie sie gestärkt werden könnte. Darüber spricht Roger de Weck mit seinen Gästen Çiğdem Akyol (Journalistin und Türkei-Expertin), Isabelle Jacobi (Journalistin und USA-Expertin), Wojtek Klemm (deutsch-polnischer Regisseur) und Michael Reiterer (Diplomat und Südkorea-Experte).
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