Die Geschichte des Opernhauses Zürich geht zurück auf das 1834 mit Mozarts «Zauberflöte» eröffnete «Actien-Theater». Es war das erste stehende Theater der Stadt und wurde von theaterbegeisterten Bürgern in Form einer Aktiengesellschaft gegründet. Die Aktiengesellschaft - heute Opernhaus Zürich AG - ist nach wie vor Trägerin der Institution.
Das alte «Actien-Theater» brannte 1890 ab und wurde durch einen von Fellner und Helmer entworfenen Neubau ersetzt. Auch das neue Theater, wurde fast vollständig privat finanziert. Es wurde 1891 mit Wagners «Lohengrin» unter dem Namen «Stadttheater» eingeweiht. Seit 1921 gehen Musiktheater und Schauspiel in Zürich getrennte Wege. Seit 1964 heisst das alte «Stadttheater» Opernhaus.
Das heute ca. 1100 Zuschauer fassende Theater wurde von 1982 bis 1984 umfassend saniert und bekam einen Erweiterungsbau am Uto-Quai, in dem auch die Studiobühne als zweite Spielstätte untergebracht ist.
Neue Choreografien von Mitgliedern des Balletts Zürich
Premiere: 1.7.2026
In der Reihe «Next Generation» bekommt der choreografische Nachwuchs seine grosse Chance. Alle zwei Jahre präsentieren Tänzer:innen des Balletts Zürich und des Junior Balletts auf der Studiobühne des Opernhauses eigene Choreografien, die sie im Rahmen dieser Veranstaltungsreihe kreiert haben. Mit ihren Tänzerkolleg:innen studieren die Mitglieder der Compagnie ihre neuen Kreationen ein und können sich bei dieser Gelegenheit auch am Erarbeiten von Bühnenbildern und Kostümen versuchen. Das «kleine Format» kommt der Intensität und choreografischen Vielfalt eines solchen variationsreichen Ballettabends zugute, und so entstehen immer wieder überraschende Experimente, kluge tänzerische Momentaufnahmen und sinnliche Höhepunkte.
Ballett Zürich
Junior Ballett
Dauer: 1 Std. 55 Min. Inkl. Pause nach ca. 55 Min.
Termine
Do 2.7.2026, 19:30
Fr 3.7.2026, 19:30
Sa 4.7.2026, 19:30
Eine deutsche Oper in zwei Aufzügen
Libretto von Emanuel Schikaneder
«Die Zauberflöte» ist eines der rätselhaftesten Meisterwerke der Operngeschichte. Mozarts letzte Oper entführt in eine Welt voller Magie, Prüfungen und geheimnisvoller Symbole und erzählt von der Suche nach innerer Stärke, Reife und dem Überwinden von Ängsten. Zwischen Licht und Schatten entfaltet sich ein universelles Spiel menschlicher Erfahrungen – getragen von Mozarts tiefgründiger Musik und ihrem eindringlichen Appell an die Menschlichkeit. Für die Neuinszenierung zeichnet der Tessiner Regisseur Daniele Finzi Pasca verantwortlich, dessen poetische Bühnensprache Theater, Akrobatik und Zirkus auf unverwechselbare Weise vereint. Am Pult steht der junge Finne Tarmo Peltokoski, der bereits heute zu den weltweit gefragtesten Dirigenten zählt.
Musikalische Leitung: Tarmo Peltokoski, Erina Yashima
Inszenierung: Daniele Finzi Pasca
Bühnenbild: Hugo Gargiulo
Kostüme: Giovanna Buzzi
Choreografie: Maria Bonzanigo
Video: Roberto Vitalini
Lichtgestaltung: Daniele Finzi Pasca
Choreinstudierung: Klaas-Jan de Groot
Dramaturgie: Kathrin Brunner
In deutscher Sprache mit deutscher und englischer Übertitelung.
Termine
So 20.9.2026, 18:00 | Premiere
Fr 25.9.2026, 19:00
Di 6.10.2026, 19:00und weitere Termine
So 18.10.2026, 13:00
Mi 21.10.2026, 19:00
Sa 24.10.2026, 19:00
Fr 30.10.2026, 19:00
Fr 2.4.2027, 19:00
Do 8.4.2027, 19:30
So 18.4.2027, 13:00
Di 20.4.2027, 19:00
Fr 23.4.2027, 19:00
Als «tänzerisches Panoptikum und abgründiges Gesamtkunstwerk aus Tanz, Text, Musik und beeindruckenden Bildern» (NZZ) gerieten Marcos Moraus «Nachtträume» 2022 zum Zürcher Ballettereignis des Jahres. In seinem neunzigminütigen Stück unternimmt der spanische Choreograf mit dem Ballett Zürich eine aufwühlende Albtraumreise in die Gefilde von Macht, Ohnmacht und kopfloser Gefolgschaft. Dabei gelingt ihm eine tiefgründige Analyse der Gegenwart, in der uns Macht und Eitelkeit, Missgunst und Profitgier, Sozialdarwinismus und Wirtschaftsprimat allzu oft regelrecht im Würgegriff haben. In der Traumwelt, die eine rätselhafte Königin heraufbeschwört und in der sich das Ballettensemble geradezu ineinander zu verschlingen scheint, liegen Zerstörung und Hoffnung dicht beieinander.
Choreografie: Marcos Morau
Bühnenbild: Max Glaenzel
Kostüme: Silvia Delagneau
Musik: Clara Aguilar
Lichtgestaltung: Martin Gebhardt
Video: Tieni Burkhalter
Dramaturgie: Israel Solà,Michael Küster
Werkeinführung jeweils 45 Min. vor Vorstellungsbeginn.
Handlung in drei Aufzügen
Dichtung vom Komponisten
Sieben Jahre lebte Tannhäuser in der Traumwelt des Venusbergs, doch auch die Rückkehr in die sinnesfeindliche Gesellschaft der Wartburg bringt keine Erfüllung. Pilgernd zwischen den Welten ist er heimatlos. Der isländische Regisseur Thorleifur Örn Arnarsson, bekannt für seine eindringlichen Deutungen mythischer Stoffe und grosser Erzählungen, inszeniert «Tannhäuser» als existenzielles Identitätsdrama und surreale Reise ins Innere eines Menschen. Die Suche nach Sinn und Halt in einer Welt, die zu entgleiten scheint, hat Wagner zur philosophischen Weltbeschreibung verdichtet. Die isländische bildende Künstlerin Erna Mist hat dafür einen Raum entworfen, der die Topografie der inneren Zerrissenheit erfahrbar macht.
Musikalische Leitung: Tugan Sokhiev
Inszenierung: Thorleifur Arnarsson
Bühnenbild: Erna Mist
Kostüme: Teresa Vergho
Lichtgestaltung: Martin Gebhardt
Choreografie: Sebastian Zuber
Choreinstudierung: Klaas-Jan de Groot
Dramaturgie: Jana Beckmann, Roman Reeger
Werkeinführung jeweils 45 Min. vor Vorstellungsbeginn.
In deutscher Sprache mit deutscher und englischer Übertitelung.
Termine
Do 2.7.2026, 18:00
So 5.7.2026, 18:00
Mi 8.7.2026, 18:00und weitere Termine
Sa 11.7.2026, 17:30
Sa 26.9.2026, 18:30
So 4.10.2026, 17:00
Fr 9.10.2026, 18:00
Di 13.10.2026, 18:00 | letzte Aufführung!
Lyrisches Drama in vier Akten und fünf Bildern
Libretto von Edoudard Blau, Paul Milliet und Georges
Hartmann nach Johann Wolfgang von Goethe
Mit «Werther» nach Goethes berühmtem Sturm-und-Drang-Roman schrieb Jules Massenet eine ergreifende Oper voller Emotionalität. Subtil schildert die Musik das spannungsgeladene Beziehungsdreieck zwischen dem schwärmerischen jungen Werther, seiner Angebeteten Charlotte und ihrem biederen Verlobten Albert. Werther stemmt sich gegen ein Dasein ohne Träume und nimmt sich schliesslich – angesichts seiner hoffnungslosen Liebe – das Leben. Mit Jonathan Tetelman in der Titelrolle ist einer der erfolgreichsten Tenöre der jüngeren Generation erstmals am Opernhaus Zürich zu hören.
Musikalische Leitung: Marco Armiliato
Inszenierung: Tatjana Gürbaca
Bühnenbild und Lichtgestaltung: Klaus Grünberg
Bühnenbildmitarbeit: Anne Kuhn
Kostüme: Silke Willrett
Kostümmitarbeit: Carl-Christian Andresen
Choreinstudierung: Alice Lapasin Zorzit
Dramaturgie: Claus Spahn
In französischer Sprache mit deutscher und englischer Übertitelung.
Werkeinführung jeweils 45 Min. vor Vorstellungsbeginn.
Dauer: 2 Std. 45 Min. Inkl. Pause nach dem 1. Teil nach ca. 1 Std. 15 Min.
Termine
Sa 4.7.2026, 19:30
Fr 10.7.2026, 19:30 | letzte Aufführung!
Dramma giocoso in zwei Akten
Libretto von Lorenzo da Ponte
Um die Abgründe der Liebe geht es in fast allen Opern Mozarts – doch in keiner so ausschliesslich wie in «Così fan tutte». Dass ihnen ihre Verlobten Dorabella und Fiordiligi treu sind, davon sind Ferrando und Guglielmo überzeugt. Mit Don Alfonso, der ihnen mit einem Experiment das Gegenteil vorführen will, gehen die Männer eine Wette ein. Doch was als harmloses Spiel beginnt, wird zum grausamen Experiment am offenen Herzen … Radikal zeitgenössisch ist die Inszenierung von Kirill Serebrennikov; Roberto González-Monjas, Chefdirigent des Musikkollegiums Winterthur, führt durch Mozarts so brillante wie doppelbödige Partitur.
Musikalische Leitung: Roberto González-Monjas
Inszenierung, Bühnenbild und Kostüme: Kirill Serebrennikov
Umsetzung Inszenierung, Choreografie: Evgeny Kulagin
Bühnenbildmitarbeit: Nikolay Simonov
Kostümmitarbeit: Tatiana Dolmatovskaya
Lichtgestaltung: Franck Evin
Video: Ilya Shagalov
Choreinstudierung: Alice Lapasin Zorzit
Dramaturgie: Beate Breidenbach
In italienischer Sprache mit deutscher und englischer Übertitelung.
Werkeinführung jeweils 45 Min. vor Vorstellungsbeginn.
Dauer: ca. 3 Std. 30 Min. Inkl. Pause nach ca. 1 Std. 35 Min.
Termine
Fr 3.7.2026, 19:00
Di 7.7.2026, 19:00
Do 9.7.2026, 19:00und weitere Termine
taZ – Curtain Up! ist der jährliche Höhepunkt des Schuljahres für alle Schüler:innen der Tanz Akademie Zürich. Vielfältige klassische und zeitgenössische Werke von international renommierten Choreograf:innen wurden am 27. und 28. Juni im Theater Winterthur und werden am 5. Juli 2026 im Opernhaus Zürich präsentiert.
Lassen Sie sich in die Welt dieser facettenreichen Werke begeistern, die von rein klassischem bis hin zu topaktuellem zeitgenössischem Tanz reichen und entdecken Sie mit uns eine beeindruckende Fülle an jungen, leidenschaftlichen Tanztalenten.
Bewertungen & Berichte Ballettschule für das Opernhaus Zürich
Tanz
Oiseaux Rebelles
Choreografien von Dani Rowe und Mats Ek
«L’amour est un oiseau rebelle», so singt die Carmen in Georges Bizets gleichnamiger Oper. Mats Ek, die schwedische-Tanzlegende, hat Carmen 1992 beim Cullberg-Ballett zur Titelheldin eines Balletts gemacht. Dabei lehnt er sich eng an die der Oper zugrunde liegende Novelle von Prosper Mérimée an, in der Don José aus seiner Todeszelle die Geschichte von Carmen erzählt. Im Spiel mit klassischen Geschlechterrollen vermeidet Mats Ek gängige Carmen-Klischees und findet zu einer tief menschlichen Interpretation. Die aus Australien stammende Choreografin Dani Rowe leitet heute das Oregon Ballet Theatre. In ihrem Stück «Vestige» – zur Musik von Mussorgskys «Bildern einer Aus stellung» in der Orchesterfassung von Maurice Ravel – wird ein Leben besichtigt. In episodenhaften Visionen ziehen Personen, Eindrücke und Erlebnisse an der Hauptfigur, «Human», vorbei und lassen sie aus dem Erinnerten neue Kraft schöpfen.
Vestige
Ballett von Dani Rowe
zu Modest Mussorgskys «Bilder einer Ausstellung»
(Orchesterfassung von Maurice Ravel)
Choreografie: Dani Rowe
Musikalische Leitung: Matthew Rowe
Bühnenbild: Jörg Zielinski
Kostüme: Louise Flanagan
Lichtgestaltung: Martin Gebhardt
Dramaturgie: Michael Küster
Carmen
Ballett von Mats Ek
zu Rodion Schtschedrins «Carmen-Suite»
Choreografie: Mats Ek
Musikalische Leitung: Matthew Rowe
Bühnenbild und Kostüme: Marie-Louise Ekman
Lichtgestaltung: Ellen Ruge
Dauer: ca. 2 Std. Inkl. Pause nach dem 1. Teil nach ca. 35 Min.
Werkeinführung jeweils 45 Min. vor Vorstellungsbeginn.
Termine
Fr 11.9.2026, 19:00
So 13.9.2026, 14:00
Mi 16.9.2026, 20:00und weitere Termine
Nach dem erfolgreichen Auftakt der letzten Saison, gibt es auch zu Beginn dieser Spielzeit die Gele genheit, das Opernhaus während 24 Stunden auf ungewöhnliche Weise zu entdecken. Bei «24h Opernhaus» haben die Besucher:innen die Möglichkeit, das Opernhaus während einer ganzen Nacht und eines ganzen Tages zu entdecken. Am Freitagabend um 23.00 Uhr beginnen die 24 Stunden mit Nachtkonzerten, Nachtführungen, Schlafen auf der Bühne und Performances. Eintritt frei.
Text von Giuseppe Adami nach einem Librettoentwurf von Artur Maria Willner
und Heinz Reichert
Magda verlässt ihren wohlhabenden Gönner, als sie dem jungen Ruggero begegnet. Doch das Gefühl einer ersten Liebe lässt sich nicht wiederholen. Puccinis «La rondine» (die Schwalbe), als Auftragswerk für das Wiener Carl-Theater ent standen, ist eine ungewöhnliche Mischung aus Oper und Operette, die die Kritik irritierte: den einen zu schwer, den anderen zu leicht. Trotz mehrfach überarbeitetem Schluss betrachtete Puccini sein «Sorgenkind» als Juwel, das bis heute selten gespielt wird. Christof Loy inszeniert dieses Werk als eindrucksvolle Wiederentdeckung. Die musikalische Leitung hat Marco Armiliato inne.
Musikalische Leitung: Marco Armiliato
Inszenierung: Christof Loy
Bühnenbild: Etienne Pluss
Kostüme: Barbara Drosihn
Lichtgestaltung: Fabrice Kébour
Choreinstudierung: Ernst Raffelsberger
Choreografie: Thomas Wilhelm
Dramaturgie: Kathrin Brunner
Philharmonia Zürich
Chor der Oper Zürich
In italienischer Sprache mit deutscher und englischer Übertitelung. Werkeinführung jeweils 45 Min. vor Vorstellungsbeginn.
Dauer: 2 Std. 25 Min. Inkl. Pause nach ca. 1 Std. 15 Min.
Termine
Do 24.9.2026, 19:00
So 27.9.2026, 20:00
Do 1.10.2026, 19:00und weitere Termine
Operette in drei Akten
Libretto von Karl Haffner und Richard Genée
Neue Texte im dritten Akt von Patti Basler
Für eine Nacht jemand anders sein? Davon träumen nicht nur die frustrierte Rosalinde und ihre Angestellte Adele, die viel lieber Künstlerin geworden wäre. Zusammen mit dem soeben zum Gefängnis verurteilten Gabriel von Eisenstein und dem auf Rache sinnenden Dr. Falke begeben sie sich auf den durchgeknallten Ball des Prinzen Orlofsky. Ausgerechnet hier fallen alle Masken. Die österreichische Regisseurin Anna Bernreitner inszeniert die wienerischste aller Operetten in den Kostümen des renommierten Modedesigners Arthur Arbesser. Ein Abend über Champagnerlaune, verpasste Chancen und die Leichtigkeit des Abgrunds, musikalisch geleitet von dem Schweizer Dirigenten Lorenzo Viotti.
Musikalische Leitung: Jonathan Bloxham
Inszenierung: Anna Bernreitner
Bühnenbild und Video: Hannah Oellinger, Manfred Rainer
Kostüme: Arthur Arbesser
Choreografie: Ramses Sigl
Choreinstudierung: Ernst Raffelsberger
Lichtgestaltung: Martin Gebhardt
Dramaturgie: Roman Reeger
In deutscher Sprache mit deutscher und englischer Übertitelung.
Dauer: ca. 3 Std. Inkl. Pause nach dem 1. Teil nach ca. 50 Min.
Werkeinführung jeweils 45 Min. vor Vorstellungsbeginn.
Termine
Di 29.9.2026, 19:00
Do 8.10.2026, 19:30
Sa 17.10.2026, 19:00und weitere Termine
Zürcher Kammerorchester
Musikalische Leitung: Adrian Kelly
Die Sängerinnen und Sänger des Internationalen Opernstudios beschliessen die Saison mit einem grossen Galakonzert auf der Hauptbühne des Opernhauses. Neben zahlreichen Soloarien und Ensembles aus Opern von Mozart stehen in diesem Jahr Ausschnitte aus romantischen Opern von Donizetti, Gounod, Weber und Tschaikowski auf dem Programm. Der Dirigent und Leiter des internationalen Opernstudios Adrian Kelly dirigiert das Zürcher Kammerorchester.
Dauer: ca. 1 Std. 50 Min. Inkl. Pause nach dem 1. Teil nach ca. 45 Min.
Termine
So 5.7.2026, 19:00 | Ticket
Mo 6.7.2026, 19:05 | Ticket
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Bewertungen & Berichte Galakonzert des Internationalen Opernstudios
Konzert
7. Philharmonisches Konzert: Tugan Sokhiev
Dirigent: Tugan Sokhiev
Harfe: Anneleen Lenaerts
Orchester der Oper Zürich
Gabriel Fauré: «Pelléas et Mélisande», Suite für Orchester op. 80
Reinhold Glière: Harfenkonzert Es-Dur op. 74
Maurice Ravel: Daphnis et Chloé, Suite Nr. 2
Claude Debussy: La Mer
Zum Abschluss der Konzertsaison dirigiert Tugan Sokhiev, der gerade auch bei Wagners «Tannhäuser» am Pult des Orchesters der Oper Zürich steht, drei beliebte Werke des französischen Repertoires: Im ausgehenden 19. Jahrhundert ist Gabriel Faurés Suite «Pelléas et Mélisande» entstanden, während Claude Debussys «La Mer» und Maurice Ravels Suite «Daphnis et Chloé» Nr. 2 mit riesigen Orchesterbesetzungen und berauschender Klangmagie bereits das Tor zur Moderne aufstossen. Im Zentrum des Programms steht das 1938 entstandene Harfenkonzert des deutsch-russischen Komponisten Reinhold Glière. Als Solistin ist die Soloharfenistin der Wiener Philharmoniker Anneleen Lenaerts zu hören.
Werkeinführung jeweils 45 Min. vor Vorstellungsbeginn.
Im Mittelpunkt der nächsten Ausgabe von «Zurich Talks Dance» am Sonntag, 21. Juni 2026, stehen drei starke Ballett-Frauen, die als Hüterinnen des Tanzes das Erbe visionärer Choreografen im Hier und Jetzt lebendig halten. Im Dialog mit den Gastgebern Michael Küster und Jason Beechey berichten sie aus der faszinierenden Praxis des Ballettsaals und beleuchten die grosse Verantwortung, die mit der Bewahrung dieser Meisterwerke einhergeht.
Jenifer Ringer gewährt als ehemalige Erste Solistin des New York City Ballet und heutige Direktorin der School of American Ballet Einblicke in das Werk von Georges Balanchine, dessen Choreografien sie mit namhaften Compagnien auf der ganzen Welt einstudiert. Zusammen mit drei Tänzerinnen aus dem Ballett Zürich studiert sie die ikonische Eingangssequenz aus dem legendären Meisterwerk «Serenade» live mit Freiwilligen aus dem Publikum ein. Ausserdem ist ein Ausschnitt aus dem Ballett «Allegro brillante» zu sehen.
Jill Johnson, langjährige Solistin des Balletts Frankfurt und enge Vertraute von William Forsythe, widmet sich der Vermittlung von dessen radikalen, zeitgenössischen Ballett-Dekonstruktionen. Sie zeigt auf, wie Forsythes bahnbrechende Bewegungssprache für eine neue Generation präzise entschlüsselt wird. Auf der Bühne erwacht diese analytische Kunst durch Live-Ausschnitte aus «The Second Detail» und «Hypothetical Study» zum Leben, getanzt von Studierenden der Tanz Akademie Zürich.
Anastacia Holden komplettiert das hochkarätige Trio und schlägt die Brücke zum Repertoirealltag des Balletts Zürich. Sie zeichnet hier für die komplexe Einstudierung von «Nachtträume» verantwortlich, dem bildgewaltigen Erfolgsstück des spanischen Visionärs Marcos Morau. Sie berichtet von der Herausforderung, Moraus surreale Bilderwelten und theatrale Dynamik detailgetreu im Ballettsaal zu rekonstruieren.
Die Gespräche finden mehrheitlich in englischer Sprache statt.
Termine
Do 17.9.2026, 19:00
So 6.12.2026, 11:15
Ort
Theater der Künste
Bühne A Gessnerallee 9
CH-8001 Zürich
Violine: Keisuke Okazaki, Marina Yakovleva
Viola: Maria Clément
Violoncello: Lev Sivkov
Klavier: Kateryna Tereshchenko
Camille Saint-Saëns: Quintett a-Moll für Klavier und
Streicher op. 14
Dmitri Schostakowitsch: Quintett g-Moll für Klavier
und Streicher op. 57
Mit schillernder Vielfalt und unterschiedlichen Formaten präsentiert sich das umfangreiche Konzertprogramm. In grosser Besetzung ist das Orchester der Oper Zürich in sieben Philharmonischen Konzerten zu hören, die abwechselnd im Opernhaus und in der Tonhalle stattfinden. International renommierte Solist:innen und Gastdirigent:innen widmen sich dabei den grossen Werken von Beethoven bis Strauss ebenso wie faszinierenden Entdeckungen aus dem Konzertrepertoire. Einen besonderen Akzent setzt der Prokofjew-Zyklus, der in Zusammenarbeit mit dem Tonhalle-Orchester entsteht. Drei Konzerte des Orchestra La Scintilla auf historischen Instrumenten sowie eine Reihe von Fest- und Sonderkonzerten – unter anderem mit dem Kinderopernorchester – erweitern das vielseitige Angebot. In kleineren und individuellen Besetzungen sind die Musiker:innen des Orchesters der Oper Zürich in den beliebten Kammerkonzerten zu hören, die jeweils am Sonntagmorgen und Montagabend stattfinden. Das Ensemble Opera Nova bringt Werke des späten 20. sowie des 21. Jahrhunderts auf die Studiobühne. Abgerundet wird das Konzertangebot durch die Liederabende, in denen einige der schönsten und charakteristischsten Stimmen unserer Zeit zu hören sind.
Erfahren Sie mehr über die Geschichte des Opernhauses und wie eine Produktion entsteht. Lernen Sie das Haus von einer anderen Seite kennen! Der 60-minütige Rundgang führt Sie u.a. durch die Schneiderei, den Kostümfundus, die Maske, die Requisite und auf die Bühne. Die Führung eignet sich für Kinder ab sieben Jahren und der Rundgang kann nicht frühzeitig beendet werden. Falls Sie mit jüngeren Kindern teilnehmen, bitten wir um eine kurze Mitteilung an fuehrung@opernhaus.ch. Für Kinder und Familien bieten wir ausserdem spezielle Führungen an. Hier erfahren Sie mehr.
Bitte lösen Sie im Vorverkauf an der Billettkasse ein Ticket.
Termine: jeweils Samstag nachmittags, Tickets im Vorverkauf erhältlich
Treffpunkt: Foyer Billettkasse / Eingang Bernhard Theater
Preis: CHF 15
Dauer: 60 Minuten
Sprache: Deutsch / aktuelle Termine in Englisch finden Sie hier
Die Platzzahl ist beschränkt.
Das Opernhaus Zürich ist nicht durchgehend barrierefrei. Wir können Backstage Führungen daher nur eingeschränkt und im privaten Rahmen für Personen mit Beeinträchtigungen anbieten.
Sa 4.7.2026, 10:00
Sa 4.7.2026, 11:15
So 5.7.2026, 15:00 | englischund weitere Termine
Sa 11.7.2026, 15:00
So 12.7.2026, 15:00
So 12.7.2026, 16:15 | englisch
So 13.9.2026, 10:00
So 13.9.2026, 11:15
So 20.9.2026, 10:00 | englisch
So 20.9.2026, 11:15
Sa 3.10.2026, 11:15
So 4.10.2026, 10:00
So 4.10.2026, 11:15
Sa 17.10.2026, 15:00
Sa 17.10.2026, 16:15
Sa 24.10.2026, 16:15
Sa 31.10.2026, 16:15
So 1.11.2026, 15:00
So 1.11.2026, 16:15
Der einstündige Rundgang führt Sie und Ihre Kinder hinter die Kulissen des Theaters – auf die Bühne, vorbei an Requisite, Maske und Schneiderei, in den Kostümfundus sowie in das Möbel- und Kulissenlager des Opernhauses. Lassen Sie sich überraschen.
Termine: jeweils mittwochnachmittags
Treffpunkt: Foyer Billettkasse
Preis Erwachsene: CHF 15 / Kinder: kostenlos
Sprache: Deutsch
Tickets sind im Vorverkauf erhältlich. Die Teilnehmerzahl ist beschränkt.
Termine
Mi 8.7.2026, 15:30
Mi 16.9.2026, 15:30
Mi 14.10.2026, 15:30und weitere Termine
Der 1-stündige Rundgang führt Sie in die Kostümabteilung und gewährt Ihnen Einblick in die Herstellung und Bearbeitung von Damen- und Herrenkostümen am Opernhaus Zürich.
Treffpunkt: Foyer Billettkasse / Eingang Bernhard Theater
Preis: CHF 20
Dauer: 1 Stunde
Sprache: Deutsch
Die Platzzahl ist beschränkt.
Empfohlen ab 12 Jahren.
Das Opernhaus Zürich ist nicht durchgehend barrierefrei. Wir können Backstage Führungen daher nur eingeschränkt und im privaten Rahmen für Personen mit Beeinträchtigungen anbieten.
Dieses Angebot richtet sich an alle, die schon immer einmal mit Spass und ohne Leistungsdruck die eigene Stimme entdecken, die schauspielerischen Fähigkeiten erproben und sich auf neue Pfade begeben wollten. Wir experimentieren mit der Stimme und machen lustvolle Seitensprünge in verschiedene Musikepochen und Genres. Schauspielerisch improvisieren wir, entwickeln kleine Szenen und beleuchten die Komik und Tragik menschlicher Beziehungen. Wir besuchen Proben am Opernhaus oder gehen gemeinsam in eine Vorstellung.
dienstags, 19.00 - 21.00 Uhr, Eintritt frei
Probebühne Kreuzstrasse, Kreuzstrasse 5 im UG
Achtung!
Open space stimme findet nur an den Terminen statt, die online im Kalendarium aufgeschaltet sind! Wir empfehlen, immer kurz nachzuschauen, denn bei kurzfristiger Absage einer Session wird der betreffende Termin online gelöscht.
Während der Schulferien der Stadt Zürich, an Feiertagen und in der Sommerpause des Opernhauses findet kein open space stimme statt. Start ist jeweils nach dem Eröffnungsfest Mitte September.
Di 7.7.2026, 19:00
Di 22.9.2026, 19:00
Di 29.9.2026, 19:00und weitere Termine
Di 27.10.2026, 19:00
Di 3.11.2026, 19:00
Di 10.11.2026, 19:00
Di 17.11.2026, 19:00
Di 24.11.2026, 19:00
Di 1.12.2026, 19:00
Di 8.12.2026, 19:00
Di 15.12.2026, 19:00
Di 5.1.2027, 19:00
Di 12.1.2027, 19:00
Di 19.1.2027, 19:00
Di 26.1.2027, 19:00
Di 2.2.2027, 19:00
Di 9.2.2027, 19:00
Die Geschichte des Opernhauses Zürich geht zurück auf das 1834 mit Mozarts «Zauberflöte» eröffnete «Actien-Theater». Es war das erste stehende Theater der Stadt und wurde von theaterbegeisterten Bürgern in Form einer Aktiengesellschaft gegründet. Die Aktiengesellschaft - heute Opernhaus Zürich AG - ist nach wie vor Trägerin der Institution.
Das alte «Actien-Theater» brannte 1890 ab und wurde durch einen von Fellner und Helmer entworfenen Neubau ersetzt. Auch das neue Theater, wurde fast vollständig privat finanziert. Es wurde 1891 mit Wagners «Lohengrin» unter dem Namen «Stadttheater» eingeweiht. Seit 1921 gehen Musiktheater und Schauspiel in Zürich getrennte Wege. Seit 1964 heisst das alte «Stadttheater» Opernhaus.
Das heute ca. 1100 Zuschauer fassende Theater wurde von 1982 bis 1984 umfassend saniert und bekam einen Erweiterungsbau am Uto-Quai, in dem auch die Studiobühne als zweite Spielstätte untergebracht ist.