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Aufführungen

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Opernhaus Zürich

Aufführungen | Ballett

Romeo und Julia

Opernhaus Zürich

Premiere: 23.5.2026 nach der gleichnamigen Tragödie von William Shakespeare Musik von Sergej Prokofjew In William Shakespeares Drama «Romeo und Julia» lässt die Kraft der Liebe zwei junge Menschen über sich hinauswachsen. Die Ballettbühne haben sich die Liebenden von Verona dank der Musik von Sergej Prokofjew erobert. Das Aufeinanderprallen von Liebe und Hass und das Nebeneinander von Zärtlichkeit und Gewalt hat er in seiner farbigen, glutvollen Partitur auf geniale Weise eingefangen. Cathy Marston bringt die berühmteste Liebesgeschichte der Welt mit dem Ballett Zürich als eine Welt der Gegensätze auf die Bühne, in der sich von einer Sekunde zur anderen alles in sein Gegenteil verkehren kann: Hinter der nächsten Ecke wartet die Liebe deines Lebens oder bereits der Tod. Zum ersten Mal arbeitet die Zürcher Ballettdirektorin mit Generalmusikdirektor Gianandrea Noseda zusammen. Choreografie und Inszenierung: Cathy Marston Szenarium: Cathy Marston, Edward Kemp Ausstattung: David Fleischer Lichtgestaltung: Martin Gebhardt Dramaturgie: Edward Kemp, Michael Küster Ballett Zürich Junior Ballett Orchester der Oper Zürich Werkeinführung jeweils 45 Min. vor Vorstellungsbeginn. Die Vorstellung am 26. Juni wird im Rahmen von «Opernhaus für alle» live auf den Sechseläutenplatz übertragen.
Aufführungen | Oper

Un ballo in maschera

Opernhaus Zürich

Melodramma in drei Akten Libretto von Antonio Somma nach Eugène Scribe In der Mitte seines Schaffens ist Giuseppe Verdi mit «Un ballo in maschera» eine seiner vielfältigsten Partituren gelungen. Eingebettet in effektvolle Ensembleszenen, die zwischen operettenhafter Komödiantik, mysteriösem Orakelzauber und düsterem Verschwörungsdrama oszillieren, fokussiert Verdi das private Schicksal eines Politikers: Riccardo, der Gouverneur von Boston, ist in Amelia verliebt, die Frau seines besten Freunds und Beraters Renato. Als die beiden bei einem leidenschaftlichen nächtlichen Treffen entdeckt werden, schliesst sich Renato den Verschwörern an und macht Riccardos Verkleidung auf dem Maskenball ausfindig. Musikalische Leitung: Gianandrea Noseda Inszenierung: Adele Thomas Choreografie: Emma Woods Ausstattung: Hannah Clark Lichtgestaltung: Franck Evin Video: Tieni Burkhalter Choreinstudierung: Klaas-Jan de Groot Dramaturgie: Fabio Dietsche Orchester der Oper Zürich Chor der Oper Zürich Statistenverein am Opernhaus Zürich Dauer: 2 Std. 50 Min. Inkl. Pause nach ca. 1 Std. 30 Min. Sprache: In italienischer Sprache mit deutscher und englischer Übertitelung. Werkeinführung jeweils 45 Min. vor Vorstellungsbeginn.
Aufführungen | Oper

Gianni Schicchi (Eine Ballnacht)

Opernhaus Zürich

Premiere: 2.5.2026 / Theater Winterthur Oper in einem Akt mit einem neuen Vorspiel Weitere Musik von Johann Strauss, Franz Lehár, Emmerich Kálmán und Giuseppe Verdi Giacomo Puccinis Einakter «Gianni Schicchi» endet nicht mit einem tragischen Operntod: Der Leichnam des reichen Buoso Donati ist bereits aufgebahrt, wenn sich der Vorhang hebt. Um ihn schart sich die laut klagende Verwandtschaft. Doch der Schein trügt: In Wirklichkeit ist in dieser schamlosen und habgierigen Erbengemeinschaft jeder auf seinen eigenen Vorteil aus… Die Regisseurin Lilli Fischer erweitert dieses quirlige Ensemblestück mit einer Vorgeschichte: Zu Musik von Puccini, Johann Strauss, Franz Lehár, Emmerich Kálmán und Giuseppe Verdi inszeniert sie im ersten Teil des Abends eine rauschende Ballnacht rund um den verschwenderischen Buoso Donati und seine Familie. Der gewitzte Aussenseiter Gianni Schicchi beobachtet das Treiben dieser Familie genau. Als er gerufen wird, um deren Erbe gerecht zu verteilen, erweist er sich als der Schamloseste von allen. Ustina Dubitsky dirigiert das Internationale Opernstudio und das Musikkollegium Winterthur durch diesen zweiteiligen Abend, der vom Operettenwalzer bis zur beliebten Puccini-Arie «O mio babbino caro» reicht. Musikalische Leitung: Ustina Dubitsky Inszenierung: Lilli Fischer Bühnenbild: Danila Travin Kostüme: Mahshad Safaei Lichtgestaltung: Dino Strucken Choreografie: Mlindi Kulashe Dramaturgie: Fabio Dietsche Dauer: ca. 2 Std. Inkl. Pause nach dem 1. Teil nach ca. 50 Min. Sprache: In italienischer Sprache mit deutscher und englischer Übertitelung.
Aufführungen | Ballett

The Butterfly Effect

Opernhaus Zürich

Der Begriff «Butterfly Effect» steht sinnbildlich für die Erkenntnis, dass in der Natur alles mit allem zusammenhängt und kleinste Eingriffe in ein natürliches Gleichgewicht grosse Wirkungen auslösen können. Nicht anders verhält es sich in der Kunst. Das Junior Ballett, das exemplarisch für den Tanz der Zukunft steht, setzt sich in diesem Programm mit dem «Butterfly Effect» auseinander. Neben Ballettdirektorin Cathy Marston haben mit Lucas Valente und Ihsan Rustem zwei Vertreter einer neuen Choreografen-Generation Stücke für das Junior Ballett kreiert. Das Projekt entstand in engem Dialog mit Zukunfts- und Klimaforscher:innen der ETH Zürich unter der Leitung von Chris Luebkeman. A Question of Time Choreografie von Cathy Marston Musik: Louis Andriessen, Charles Ives Bühnenbild: Cathy Marston, Jörg Zielinski Kostüme: Louise Flanagan Lichtgestaltung: Martin Gebhardt Dramaturgie: Michael Küster Junior Ballett Point of No Return Choreografie von Lucas Valente Musik: Eden Ahbez, Hildur Guðnadóttir, Thom Yorke, Daniel Lutz Bühnenbild: Lucas Valente, Jörg Zielinski Kostüme: Louise Flanagan Lichtgestaltung: Martin Gebhardt Dramaturgie: Michael Küster Junior Ballett What if? Choreografie von Ihsan Rustem Musik: Davidson Jaconello, Felix Rösch Bühnenbild: Ihsan Rustem, Jörg Zielinski Kostüme: Louise Flanagan Lichtgestaltung: Martin Gebhardt Dramaturgie: Michael Küster Junior Ballett Dauer: ca. 2 Std. 05 Min.
Aufführungen | Oper

Scylla et Glaucus

Opernhaus Zürich

Tragédie en musique in einem Prolog und fünf Akten Libretto von d’Albaret nach Ovids «Metamorphosen» Scylla lebt zurückgezogen in sich selbst – wie in einem Winterschlaf der Gefühle. In ihrem Kosmos herrschen Vernunft, Ruhe und Harmonie. Als Glaucus in ihr Leben tritt, ändert sich alles: Sie erfährt die Liebe, in all ihren Farben und Facetten – und erkennt sich selbst nicht wieder. Die Oper beschreibt alle Lust, Wildheit, Panik und Verzweiflung, die die junge Frau durchlebt, als sie die Welt neu für sich entdeckt. Am Schluss wird sie eine andere sein. Jean-Marie Leclairs selten aufgeführte einzige Oper ist eine musikalische Entdeckung. Regisseur Claus Guth kehrt mit dieser Neuinszenierung zurück ans Opernhaus Zürich. Emmanuelle Haïm leitet ihr Ensemble Le Concert d’Astrée, das zu den profiliertesten Spezialensembles für Alte Musik zählt. Musikalische Leitung: Emmanuelle Haïm Inszenierung: Claus Guth Bühnenbild: Etienne Pluss Kostüme: Ursula Kudrna Choreografie und Regiemitarbeit: Sommer Ulrickson Lichtgestaltung: Martin Gebhardt Choreinstudierung: Florian Helgath, Alice Lapasin Zorzit Dramaturgie: Roman Reeger, Yvonne Gebauer Zürcher Sing-Akademie Le Concert d'Astrée Statistenverein am Opernhaus Zürich In französischer Sprache mit deutscher und englischer Übertitelung. Dauer: ca. 2 Std. 35 Min. Inkl. Pause nach dem 1. Teil nach ca. 1 Std. 10 Min. Werkeinführung jeweils 45 Min. vor Vorstellungsbeginn. (Bild: © Plakatmotiv (Ausschnitt) von Huang Ko Wei (Scatter))
Aufführungen | Schauspiel

Preparing for a Miracle

Schauspielhaus Zürich / Schiffbau

Eine Kooperation des Jungen Schauspielhauses mit dem Blickfelder Festival Die Vorbereitung auf ein Wunder ist eine Ein-Mann-Show, in der sich Katastrophe und Magie vereinen. Gefangen auf einer grossen, leeren Bühne, wird die Figur ständig neuen Prüfungen ausgesetzt, die alle Regeln des gesunden Menschenverstandes ausser Kraft setzen. Dieses scheinbar einfache Stück verwandelt sich durch magische Tricks und beeindruckende Zirkuseinlagen in ein poetisches und lustiges Universum, in dem die Welt nicht mehr so funktioniert, wie sie sollte. REGIE, KONZEPT UND PERFORMANCE: Marc Oosterhoff Eine Kooperation des Jungen Schauspielhauses mit dem Blickfelder Festival Tickets gibt es direkt auf der Website vom BLICKFELDER FESTIVAL 1 Stunde 10 Minuten (keine Pause)
Aufführungen | Schauspiel

Verbindung aufgehoben

Schauspielhaus Zürich / Schiffbau

Premiere: 22.5.2026 Eine Produktion des Jungen Schauspielhauses Die Bewegungstheaterbande verändert den Fokus und schaut genau hin. Und zwar an den Ort, der Menschen für kurze Zeit zu Gemeinschaften werden lässt, die sonst keine Überschneidungspunkte in ihrem Leben haben: den Bahnhof. Welche Regeln finden wir? Wer hält sich an diese und wer nicht? Wer gehört wann plötzlich kurz zusammen? Wer ist ein- sam? Kleinigkeiten werden vergrössert, abstrahiert und verändern den Blick auf zufällig entstandene Gruppierungen und Momente, die beinahe übersehen worden wären. Eine Hommage an das Wahrnehmen von Räumen, Strukturen und die kleinen Augenblicke von Gemeinschaft. MIT: Daiana Amstalden, Zohar Biran, Tamara Hofstetter, Nicolas Holzhausen, Manuel Huggenberger, Sara Irmak, Ayse Karadag, Mila La Roche, Leo Röttele, Samira Ruschetta, Nora Teuscher, Aira Venzi CO-LEITUNG: Ali Napoé, Lea Oltmanns THEATERJAHR: Linus Maria Hausammann
Aufführungen | Schauspiel

Il Gattopardo

Schauspielhaus Zürich / Schiffbau

aus dem Italienischen von Burkhardt Kroeber Bühnenfassung von Pınar Karabulut und Hannah Schünemann Der sizilianische Fürst Salina ist gross, stark, gebildet und unfehlbar – ein Patriarch des alten Europas. Doch die Strahlkraft seiner Adelsfamilie beginnt zusehends zu bröckeln. Das Italien des 19. Jahrhunderts ist von politischen Umbrüchen gezeichnet. Der Siegeszug des Freiheitskämpfers Garibaldi verhilft dem Bürgertum zur Blüte und bringt die alte Ordnung durcheinander. Plötzlich trägt der Bürgermeister einen Frack, seine Tochter besucht ein Eliteinternat und verdreht als Bürgerliche dem blaublütigen Neffen des Fürsten den Kopf. Basierend auf der eigenen Familiengeschichte erzählt Giuseppe Tomasi Di Lampedusa in seinem Roman episodenhaft nicht weniger als 50 Jahre sozialer Veränderung. Den Aufstieg des Bürgertums, die transnationalen und politischen Verstrickungen der Insel und die individuellen Wünsche und Sehnsüchte seiner Charaktere: «Wenn alles bleiben soll, wie es ist, muss alles sich ändern.» Die Orte, an denen der Autor die Handlung platziert, scheinen sich dabei plastisch aus den Seiten des Romans hervorzuheben. Die Hitze auf dem kargen Land, der staubige Geruch der Strassen in Palermo, das Klirren der Kronleuchter, die Farben der Kleider und Gemälde, der Marmor im Stadtpalast und die zinnene Badewanne im Ferienschloss Donnafugata – die literarische Magie des Romans zieht uns bis heute in den Bann. Pınar Karabulut bringt den Roman zum festlichen Beginn ihrer Co-Intendanz am Schauspielhaus im grossen Stil auf die Bühne der Schiffbau Halle. Sie nutzt die Möglichkeiten der einzigartigen Spielstätte, um die Sogkraft der Welt im Buch zum Leben zu erwecken und lädt ihr Publikum zum hautnahen Erleben der Geschichte ein. Durch ihre spielerisch surreale Inszenierungsästhetik verknüpft die Regisseurin den modernen Klassiker mit einer pointiert aktuellen Lesart: Wie verändern wir die Welt und die Welt uns, in einer Zeit des absoluten Umbruchs? Regie: Pınar Karabulut Bühne: Michela Flück Kostüme: Sara Valentina Giancane Musik: Daniel Murena Licht: Michel Güntert Dramaturgie: Hannah Schünemann Unterstützt von der Zürcher Kantonalbank sowie von dem Istituto Italiano di Cultura di Zurigo, der Società Dante Alighieri Zurigo und dem Gruppo Gattopardo Svizzero Dauer: 3 Stunden 30 Minuten (inkl. 20-minütige Pause) 1. Teil: 2 Stunden 15 Minuten 2. Teil: 55 Minuten
Aufführungen | Schauspiel

Hans Schleif

Schauspielhaus Zürich / Schiffbau

Hans Schleif war Architekt, Archäologe, Familienvater und ranghohes Mitglied der SS. Sein Enkel Matthias Neukirch, seit 2015 Mitglied im Ensemble des Schauspielhauses, begab sich auf die Suche nach dessen Biografie. Was er dabei herausgefunden hat ist überraschend, verwirrend und wirft neue Fragen auf. Er nimmt uns mit auf diese Suche durch die Untiefen der Geschichte, um im Heute anzukommen. «Er gestaltet einen sehr persönlichen Abend, der gleichwohl auf bizarre Art antike Mythen, Holocaust und Wunderwaffen miteinander verknüpft. Selten ist Geschichte so greifbar geworden.» schrieb Tom Mustroph vom Berliner Tagesspiegel. Regie, Einrichtung, Abendspielleitung: Julian Klein Dauer: ca. 2 Stunden 20 Minuten Empfohlen ab 16 Jahren
Aufführungen | Schauspiel

Graf Öderland

Schauspielhaus Zürich / Pfauen

Ein Bankangestellter hat den Hausmeister erschlagen. Einfach so, zack, mit einer Axt und ohne Grund. Während sein Verteidiger Dr. Hahn angestrengt nach einem Motiv sucht, kapituliert der Staatsanwalt Martin vor der Sinnlosigkeit der Tat. Da ist ein Riss in der Ordnung der Dinge. Ein Mörder ohne Motiv. Eine Gerechtigkeit, die nur noch Urlaub will. Die Welt von Martin, dem Hüter des Rechts, steht Kopf. Am Vorabend des Mordprozesses verbrennt er alle Akten und haut ab. Schluss mit der Monotonie, der bürgerlichen Enge und dem ermüdenden Eiertanz mit seiner Frau, die ausgerechnet Dr. Hahn zum Liebhaber erkoren hat. Auf seiner Flucht in die Wälder ergreift eine neue Identität von ihm Besitz. Als legendärer «Graf Öderland mit der Axt in der Hand» zieht er fortan durchs Land und hackt sich skrupellos mordend in die Unterwelt. Und während der subalterne Bankangestellte in der Justizmaschinerie gerät, wird der Gesetzesdiener zum Sinnbild all jener, die den erdrückenden Konventionen des Alltags, der Sterilität der Ordnung entfliehen möchten. Der Axtverkauf boomt. Aber ein Beil denkt nicht nach, empfindet keinen Ekel, es mordet. An die Stelle der Verantwortung tritt blosse Mechanik. Der zunehmenden Gewalt begegnet der Staat mit rigorosen Massnahmen, bis nur noch «Graf Öderland» das Blutvergiessen beenden kann. So endet der Wunsch absolut frei zu sein, anders zu leben als in der Pflichterfüllung im korrupten Kompromiss mit dem verachteten Staat, und die Gefängnistüren des eigenen Ich bleiben verschlossen. Mit GRAF ÖDERLAND, Max Frischs dunkel-poetischem Stück, das der Autor selbst sein «liebstes» nannte, untersucht die Zuger Regisseurin Claudia Bossard die explosive Mischung von gesellschaftlicher Entfremdung und Identitätskrise, Populismus und Staatsversagen. Regie: Claudia Bossard Bühne und Kostüme: Romy Springsguth Mitarbeit Bühne: Yuni Hwang Musik & Video: Jacob Suske Licht: Christoph Kunz Dramaturgie: Nina Rühmeier 2 Stunden 15 Minuten (keine Pause) Content Note: Diese Inszenierung enthält explizite Darstellungen von Gewalt und Mord. Sensory Note: Diese Inszenierung enthält Nebel.
Aufführungen | Schauspiel

Erbsache

Schauspielhaus Zürich / Pfauen

Seit vielen Jahren verbindet Co-Intendant Rafael Sanchez und Ensemblemitglied Mike Müller eine enge Arbeitsbeziehung: Müller schreibt und spielt, Sanchez inszeniert. Drei fulminante Produktionen der letzten Spielzeiten, uraufgeführt am Casinotheater Winterthur, finden nun am Schauspielhaus eine neue Heimat. ERBSACHE bringt knallharte Verhandlungen auf die Bühne: Eine strenge Richterin, zwei ambitionierte Anwälte und drei verkrachte Geschwister sollen die Erbmasse eines Verstorbenen teilen. Unterschiedliche Interpretationen des Testaments werden verhandelt, Sinn und Unsinn des Erbens erörtert und Familienfehden ausgetragen, bis sich in einem turbulenten Finale allesamt die Haare raufen. Regie: Rafael Sanchez Technik: Pipo Schreiber (hellwerk.ch) Kostüme: Eva Bräutigam
Aufführungen | Schauspiel

Maniac

Schauspielhaus Zürich / Pfauen

Uraufführung: 8.5.2026 aus dem Englischen von Thomas Brovot Bühnenfassung Calixto Bieito «1997 war der Computer zum ersten Mal dem Menschen im Schach überlegen.» Am Ende des 20. Jahrhunderts gipfelte der rasante Fortschritt in Wissenschaft und Technik in einem Duell zwischen Mensch und Maschine. Das menschliche Produkt begann den Menschen selbst zu übersteigen. Hinter dieser Errungenschaft stecken Träume und Albträume des letzten Jahrhunderts, die bis in die Gegenwart nachwirken. Der chilenische Autor Benjamín Labatut spürt in seinem brillanten Roman aussergewöhnlichen Persönlichkeiten nach, die ihr Leben den unerklärlichen Tiefen von Mathematik und Logik gewidmet und unsere von Technik durchdrungene Gegenwart begründet haben. Im Zentrum der Erzählung steht der Mathematiker John von Neumann, Erfinder der Spieltheorie, Mitentwickler der Atombombe und Vordenker der Künstlichen Intelligenz – «ein Ausserirdischer unter uns». Doch auch Neumann ringt am Ende mit seiner eigenen, banalen Sterblichkeit. Das Menschsein lässt sich dem Menschen nicht austreiben. Labatuts gekonnte Montage von Fakten und Fiktion bringt uns auf die Spur von Menschen, in deren visionären Denken sich Rationalität und Irrationalität kreuzen. Am Schauspielhaus kommt erstmalig ein Werk Benjamín Labatuts auf die Bühne. Labatuts Schreiben findet in Calixto Bieitos beeindruckendem Engagement für die darstellende Kunst und ihre Sprache seine ideale Übersetzung ins Theater. Mit seinem scharfen Sinn für zeitgenössische Literatur adaptiert der spanische Regisseur den Roman für die Uraufführung im Pfauen. Bieito, bekannt durch seine kompromisslosen Auseinandersetzungen mit dem Menschen und seinen Abgründen, verhandelt die Geschichte unserer technologisierten Welt auf der analogen Bühne – dort, wo sie entstanden ist: unter den Menschen. REGIE: Calixto Bieito
Aufführungen | Schauspiel

Die kleine Meerjungfrau

Schauspielhaus Zürich / Pfauen

«Wenn die Leute einen Fisch sehen, kommt auch niemand auf die Idee, zu fragen, ob das ein Männlein ist oder ein Weiblein. In einem Aquarium herrschen diesbezüglich paradiesische Zustände: Du wirst in deiner Schönheit bewundert, und niemand will dir zwischen deine Beine schauen.» Unter Wasser sehen wir Menschen unscharf, Formen verschwimmen, Körpergrenzen lösen sich auf, alles kommt ins Fliessen. Gleiches passiert im Drag, der Kunstform, die durch extravagante Kostüme und Make-up Geschlechterrollen auflöst, Identitäten in Glitzer und Pailletten taucht und vor allem eine atemberaubende Show bietet. Hans Christian Andersens Märchen zeigt eine ebensolche Transformation: Eine Meerjungfrau verliebt sich in einen Menschen und möchte ihren Fischschwanz loswerden. Das Märchen endet bekanntermassen tragisch. Vielleicht spiegelt es Andersens eigenes Schicksal wider, der sein Leben lang in seinen Jugendfreund verliebt war und diese Liebe nie leben konnte. Und gleichzeitig ist es eine Geschichte so alt wie die Menschheit selbst, von Nymphen, Nixen und Wassergeistern, von Verwandlung und der Befreiung aus der zugeschriebenen Rolle. Der dem Schauspielhaus Zürich bestens bekannte Regisseur Bastian Kraft begeisterte das Publikum in den letzten Jahren mit den Inszenierungen «Andorra» und «Homo Faber» von Max Frisch und «Buddenbrooks» von Thomas Mann. Nun, anstatt der Liebe des Prinzen an Land, sucht Bastian Kraft das Glück im Meer: Mit Spieler*innen aus dem Ensemble und Stars aus der Schweizer Drag Szene liest er die Geschichte der kleinen Meerjungfrau neu und taucht dorthin, wo Biographie und Märchen ineinander fliessen und Drag und Schauspiel zu einer Show de nixe verschwimmen. Inszenierung: Bastian Kraft Bühnenbild: Peter Baur Kostümbild: Sophie Reble Musik: Björn SC Deigner Video: Jonas Link Licht: Michel Güntert Dramaturgie: Anika Steinhoff, Bendix Fesefeldt Eine Koproduktion mit dem Thalia Theater Hamburg Empfohlen ab 14 Jahren 2 Stunden 10 Minuten (ohne Pause)
Aufführungen | Schauspiel

Du denkst vielleicht, was hör ich da, und ich sage die – es ist die Waschmaschine

Schauspielhaus Zürich / Pfauen

Wieder und wieder findet der Komponist und Regisseur Ruedi Häusermann in Robert Walsers Weltsichten scharfsinnige Entsprechungen zu dem, was ihn als Mensch und Künstler beschäftigt, so auch in seinem neusten Theaterabend für das Schauspielhaus Zürich. Ein Meister war Robert Walser darin, das scheinbar Nebensächliche wachsen zu lassen. Er verehrte zaudernde Wölkchen, träumerische Unwissenheit oder gedankenlose, weil nur gedachte Gedanken, und folgert: «Seriöseste Menschen haben mitunter eine Langezeit nach der Ungezwungenheit des Spielens.» Nicht zuletzt darum wird Häusermann selbst mit seinem Trio und dem Streichquartett Kubus Kollektiv auf der Bühne sein, gemeinsam mit drei Schauspieler*innen konzertierend und spielend. Der Sound einer Waschmaschine hier, das Rauschen einer akribisch ausgeführten Komposition dort. Das eine im anderen zu erleben, wird zum lustvollen Spiel. Alltags-Petitessen in einer Stadtfassade aus Papier verwickeln sich in Gedanken über das Menschsein. «Wo die Ferne verschwindet, rückt die Nähe zärtlich nahe.» – Robert Walser Unterstützt von der Else v. Sick Stiftung Regie & Komposition: Ruedi Häusermann Bühne: Damian Hitz, Ruedi Häusermann Kostüme: Barbara Maier Licht: Carsten Schmidt Dramaturgie und Mitarbeit Stückentwicklung: Barbara Tacchini Dauer: 1 Stunde 50 Minuten (keine Pause)
Aufführungen | Schauspiel

3 Schwestern

Schauspielhaus Zürich / Pfauen

Das Dreieck ist die stabilste und zugleich unsicherste geometrische Form. Wie ein Holzschemel, der ständig wackelt, aber nie umfällt. Kein Wunder, dass Dreierkonstellationen faszinieren. In ihrem ersten Auftragswerk für das Schauspielhaus Zürich nimmt die Autorin Barbi Marković die Beziehung von drei Schwestern in den Blick. Diese drei stehen einander so nah, dass sie sich gegenseitig bei der kleinsten Bewegung zwangsläufig verletzen. Sie leben eine brutale Beziehung ohne jegliche Filter, ohne Distanz und ohne Selbstkontrolle. Sie spielen ein Strategiespiel. Denn die drei Schwestern sind untereinander gnadenlos verwandt. «Wie eine Spaghetti auf einem Teller. Du weisst, dass du eine von ihnen bist, kannst aber nicht herausfinden, welche.» Hier tragen starke Frauenfiguren die Kämpfe, Ärgernisse und Freuden des Lebens unter sich aus. Die Parallele zu Tschechows berühmtem Stück ist dabei purer Zufall und volle Absicht. Marković schafft mit ihren Texten einen Spagat: Humorvoll, kurzweilig, leicht und gleichzeitig tiefsinnig, traurig, surreal breiten sich ihre Texte vor uns aus. Sie bringt die banalsten Gewohnheiten scharfsinnig auf den Punkt und entführt uns im selben Zuge in seltsam skurrile Welten. Nun findet Markovićs Schreiben die ideale Komplizin in der Regie: Christina Tscharyiski übersetzt zeitgenössische Dramatik gekonnt auf die Bühne. Mit klugem Sinn für das gesprochene Wort und viel Leidenschaft für grosses Schauspiel nähert sie sich den Figuren und Erzählsträngen. Gemeinsam mit einem Ensemble starker Schauspielerinnen bringt sie den nagelneuen Text zum Jahresauftakt zur Uraufführung. Regie: Christina Tscharyiski Bühne: Michael Simon Kostüme: Miriam Draxl Musik: Cornelia Pazmandi Video: Judith Selenko Licht: Christoph Kunz Dramaturgie: Rebecca Ajnwojner Dauer: 1 Stunde 40 Minuten (keine Pause)
Aufführungen | Schauspiel

Stützliwösch Supertrans UNO

Schauspielhaus Zürich / Pfauen

In Transition, mit vom Testogel quietschender Stimme und Peach Fuzz auf der Oberlippe zur Verwandtschaft nach Italien fahren?! Puh. Matteo graut vor seinen vier Quasigrossmüttern und all den anderen im Dorf, die ihn noch als Isabella kennen, vor den Blicken und den Kommentaren. Doch er will Zeit mit seinem kranken Vater Aldo verbringen, und so beginnt ein gemeinsamer Roadtrip, der sich zu einer berührenden Auseinandersetzung mit Männlichkeit und Queerness entwickelt. Während Matteo zwischen Gender-Euphorie und -Dysphorie eine zweite Pubertät durchlebt, spürt Aldo die eigenen Kräfte schwinden. Mit fragilen Körpern ringen sie im Spiegel des Anderen um Anerkennung und Verständnis – bis auf einmal alles um sie herum ins Wanken gerät. Mit STÜTZLIWÖSCH SUPERTRANS UNO startet die für das Schauspielhaus Zürich geschriebene, brandneue, dreiteilige Theaterserie des Schweizer Autors Kay Matter, die im Laufe der Spielzeit von drei spannenden wie unterschiedlichen Regiepositionen auf die Bühne gebracht wird. Eine hochkarätige Nachwuchsgeneration erzählt in Kollaboration von einer ambivalenten Vater-Kind-Beziehung, von Selbstvertrauen und Scham, von Frustration und bedingungsloser Liebe. Kay Matters Arbeit an STÜTZLIWÖSCH SUPERTRANS wurde durch das SchreibZeit Stipendium der Stiftung Niedersachsen (2025) gefördert. Auftragswerk für das Schauspielhaus Zürich Autor: Kay Matter Regie: Dennis Nolden Bühne: Lea Burkhalter Kostüme: Josefin Kwon Licht: Jan Guldimann Dramaturgie: Rose Reiter Regieassistenz: Dominic Schibli Bühnenbild- und Kostümbildassistenz: Pauline Heitmann WICHTIGE INFO Jeder Teil der Reihe erzählt eine in sich geschlossene Geschichte. Aber Vorsicht: Suchtgefahr! Haben Sie Lust auf die anderen beiden Teile? Für das Gesamterlebnis ist keine bestimmte Reihenfolge erforderlich. CONTENT NOTE Diese Inszenierung thematisiert Trans- und Queerfeindlichkeit. Dauer: 1 Stunde (keine Pause)
Aufführungen | Schauspiel

Ein Sommernachtstraum

Schauspielhaus Zürich / Pfauen

Wenn Naturgewalten aufbegehren und Unwetter die Welt aus ihren Angeln heben, kann das nur eins bedeuten: dicke Luft im Feenland. Oberon und Titania, Herrscher*innen dieses zauberhaften Reichs, haben wieder einmal eine heftige Beziehungskrise und zanken, dass den Elfen Hören und Sehen vergeht. Kein guter Moment, um sich in ihrem Wald zu verirren. Aber ausgerechnet jetzt straucheln vier Liebende und eine Handwerkertruppe aus Athen durch das Gehölz. Während Letztere fernab neugieriger Augen ein Theaterstück probieren möchte und sich dabei um Kopf und Kragen spielt, sind die vier anderen zwar schwer verliebt, doch umso schwerer an der Liebe leidend. Denn unbedacht schiesst Amor seine Pfeile, und so fliehen Hermia und Lysander vor dem rasend eifersüchtigen Demetrius, den wiederum die liebeskranke Helena verfolgt. Grund genug für Oberons Gehilfen Puck, ein hochpotentes Zaubermittel in den Ring zu werfen, das bald an allen Fronten für Verwirrung sorgt. Kaum senkt sich die Nacht über die erhitzten Gemüter, erwachen ungeahnte Triebe. Im Dickicht grosser Gefühle und noch grösserer Gemeinheiten beginnt ein albtraumhafter Spuk, der den ganzen Wald zum Beben bringt. Unverschämt und ausgelassen spürt Pınar Karabulut auf der Pfauenbühne den Verrücktheiten der Liebe nach. Shakespeares klebrig-feuchtes Sommermärchen verwandelt sie in einen wahnwitzigen Ritt entlang der feinen Linie zwischen Liebe und Begierde, Macht und Unterwerfung, der Mensch wie Kobold aus dem Sattel wirft. Aus dem Englischen übersetzt von Angela Schanelec, in Zusammenarbeit mit Jürgen Gosch und Wolfgang Wiens. Unterstützt von der INTERNATIONAL MUSIC AND ART FOUNDATION (IMAF) REGIE: Pınar Karabulut 1 Stunde 45 Minuten (keine Pause) SENSORISCHER HINWEIS Nach circa 1 Stunde gibt es für die Dauer von circa 5 Minuten laute Musik und teilweise flackerndes Licht.
Aufführungen | Schauspiel

Monster

Schauspielhaus Zürich / Pfauen

Uraufführung: 11.04.2026 Auftragswerk für das Schauspielhaus Zürich «Ich bin kein Monster, ich bin eine Mutter.» (…) «Du bist kein Monster», sagte ich. Aber ich log. Was ich eigentlich sagen wollte, war, dass es keine allzu furchtbare Sache ist, ein Monster zu sein. – Aus Ocean Vuong «Auf Erden sind wir kurz grandios» Eine Gruppe von Kindern streift durch eine eigentümliche Landschaft. Hier tummeln sich Gestalten, die wie Symbole aus einer verborgenen Welt wirken: Das kollektive Unbewusste ist ihr Träger, historische und instinktive Ängste ihr Fluchtpunkt. MONSTER interessiert sich für den frühkindlichen Prozess der Ichwerdung und die dafür prägende Beziehung zwischen Mutter und Kind; genauer die Beziehung weisser Mütter und nicht-weisser Kinder im deutschsprachigen Kontext. Die öffentliche Wahrnehmung dieser Beziehungskonstellation ist historisch geprägt von der Kolonialzeit über die Nachkriegszeit in Deutschland mit den sogenannten «Besatzungskindern» weisser Mütter und Schwarzer Soldaten bis in die Gegenwart. Auch in der Schweiz, die durch die missionarische Arbeit und den privaten Plantagenbesitz Schweizer Unternehmen und Institutionen in das koloniale Projekt verstrickt war, ist der öffentliche Diskurs über weisse Mütter und nicht-weisse Kinder historisch gewachsen. MONSTER fragt, wie nicht-weisse Kinder, die in einem weissen Kontext aufwachsen, in ihrer Selbstwerdung unweigerlich mit dessen Norm und Geschichte konfrontiert sind. Durch Sprachhorror, einen unheimlichen Mutterkuchen und träumerische Bewegung erschliesst die neue Arbeit des Künstler*innen-Trios Recke/Lehmann/Froelicher die Verknüpfungen von universeller Subjektpsychologie und individueller Selbstwerdung auf sozialpolitischer Ebene. Anta Helena Recke, Anna Froelicher und Maxi Menja Lehmann formen Raum, Zeit und Sprache zu sinnlichen und zugleich politischen Bilderreigen auf der Bühne. Bereits mit ihrer gemeinsamen Arbeit «Die Kränkungen der Menschheit» erregten sie grosse Aufmerksamkeit durch ihren detaillierten Blick auf scheinbar universelle Themen und Geschichten. In MONSTER erkundet das Trio nun eine Beziehungsstruktur, die uns alle von Geburt an beschäftigt. REGIE: Anta Helena Recke, Maxi Menja Lehmann, Anna Froelicher
Aufführungen | Kabarett

Julia Steiner: Warum du morgen noch leben könntest

Oltner Kabarett-Tage

2023 hat sie das Kabarett-Casting gewonnen. Aktuell ist sie mit ihrem ersten Soloprogramm unterwegs. 2024 hat sie an der Wunschfeder bereits einen Teil daraus gezeigt. Auf Wunsch vieler Wunschfeder-Zuschauerinnen und -Zuschauer haben wir sie eingeladen, um diesmal das ganze Programm zeigen. Julia Steiners Programm ist ebenso kompromisslos ehrlich wie autobiografisch. Wie das Leben schwankt es zwischen Hochs und Tiefs; Lachen und Weinen liegen nahe beieinander. Und wie das Leben ist es ein Wechselbad der Gefühle – für sie und auch für das Publikum. julia-schreibt.ch 37.00 Chf

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