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Aufführungen / Theater LaVox Theater Zürich, Bederstr. 72
Aufführungen / Theater Theater der Künste Zürich Zürich, Gessnerallee 11
Aufführungen | Oper

I vespri siciliani

Opernhaus Zürich

Libretto von Eugène Scribe und Charles Duveyrier, italienische Übersetzung von Arnaldo Fusinato «Sizilianische Vesper» wird das blutige Massaker genannt, das die Sizilianer am Ostermontag 1282 an ihren französischen Besatzern verübten; Tausende von Franzosen fanden dabei den Tod. Ausgerechnet diesen Konflikt wählten Verdi und sein Librettist Eugène Scribe als Folie für die erste Oper, die der Italiener Verdi, dessen Rigoletto dort bereits Triumphe gefeiert hatte, im Auftrag der Pariser Oper komponierte. Doch der historische Hintergrund stand für Verdi nicht im Zentrum seines Interesses; seine kompositorische Meisterschaft entzündete sich eher an der unerfüllbaren Liebe zwischen der sizilianischen Herzogin Elena und dem Widerstandskämpfer Arrigo, der erfahren muss, dass der verhasste Anführer der französischen Besatzer sein Vater ist. Innerlich zerrissen zwischen seiner Liebe zu Elena, seinen gemeinschaftlichen Idealen und den neu entdeckten familiären Banden, entschliesst sich Arrigo, den von den Aufständischen geplanten Mordanschlag an Guido de Montforte zu vereiteln; die Revolutionäre und mit ihnen Arrigos Geliebte Elena werden verhaftet. Um weiteres Blutvergiessen zu verhindern, ordnet Montforte zum Zeichen des Friedens die Hochzeit von Elena und Arrigo an. Doch Procida, sizilianischer Arzt und Anführer der Aufständischen, hat die Hochzeitsglocken als Signal für das Massaker bestimmt; Franzosen wie Sizilianer gehen im blutigen Gemetzel unter. Nach der Uraufführung 1855 in Paris wurden die Vêpres Siciliennes auf Italienisch übersetzt, und als I vespri siciliani hat sich die Oper international durchgesetzt. Sie enthält diejenigen Themen, die Verdi zeit seines Lebens beschäftigt haben: die gestörte Vater-Sohn-Beziehung, die Einsamkeit des Mächtigen, die Unvereinbarkeit von privaten Sehnsüchten und öffentlichen Verpflichtungen. Der kroatische Dirigent Ivan Repušić dirigiert erstmals die Philharmonia Zürich, Regie führt Calixto Bieito. Als Montforte kehrt Quinn Kelsey ans Opernhaus zurück, Maria Agresta und Sergey Romanovsky sind das tragisch liebende Paar. Musikalische Leitung: Ivan Repušic Inszenierung: Calixto Bieito Bühnenbild: Aida Leonor Guardia Kostüme: Ingo Krügler Lichtgestaltung: Franck Evin Video: Adria Reixach Choreinstudierung: Janko Kastelic Dramaturgie: Beate Breidenbach In italienischer Sprache mit deutscher und englischer Übertitelung. Dauer ca. 3 Std. 15 Min. inkl. Pause. Werkeinführung jeweils 45 Min. vor Vorstellungsbeginn.
Aufführungen | Tanz

#Takeoff

Opernhaus Zürich

Premiere: 9.7.2024 Seit 2015 kommen im Rahmen unserer #-Projekte am Ende jeder Spielzeit Jugendliche auf der Studiobühne des Opernhauses zusammen, um Tanz- und Musiktheaterprojekte öffentlich zu präsentieren, die sie selbst entwickelt und bühnenreif geprobt haben. Sie zeigen ihre Geschichten und ihre Sicht auf die Welt, jedes Mal neu, einzigartig und authentisch, so wie das nur junge Menschen können. Für das neue Projekt #Takeoff werden sich drei Gruppen Jugendlicher und junger Erwachsener unter der Leitung von drei Choreograf:innen inspiriert vom Ballett Les Noces mit dem Übergang von der Jugend zum Erwachsenenleben beschäftigen. Wie erleben Jugendliche ihren Abschied aus der Kindheit und den Ablösungsprozess vom Elternhaus? Was bedeutet es, sich aus der sicheren «Nestwärme» hinaus in die unbekannte Welt zu wagen? Man nimmt allen Mut zusammen und springt ins kalte Wasser, oder man wird eher gestossen und gezwungen, sich die Zöpfe abzuschneiden, wie es dem Mädchen in Les Noces widerfährt. Alle drei Gruppen beginnen unabhängig voneinander eine künstlerische Reise über das Abschiednehmen und Aufbrechen. Die entstandenen Stücke werden am Ende des Prozesses zu einem Abend verbunden und auf der Studiobühne präsentiert. Choreografie: Mirjam Barakar, Bettina Holzhausen, Elena Morena Weber Musik/Komposition: Luca Magni (Leitung) in Zusammenarbeit mit Philipp Rhein, Alberto Mancini und Dorotea Crameri Kostüme: Natalie Péclard Lichtdesign: Taina Bucheli Assistenz: Maren Sauer, Robin Waldburger, Oriana Zeoli
Aufführungen | Oper

Turandot

Opernhaus Zürich

Lyrisches Drama in drei Akten und fünf Bildern Libretto von Giuseppe Adami und Renato Simoni nach Carlo Gozzi Fragment-Fassung Die grausame chinesische Prinzessin Turandot will keinem Mann gehören. Allen Bewerbern, die um ihre Hand anhalten, stellt sie unlösbare Rätselfragen und lässt sie köpfen, wenn sie an den Aufgaben scheitern. Bis der eine kommt, der alle Rätsel löst… Als Giacomo Puccini sich Anfang der 1920er Jahre daran machte, das alte orientalische Märchen von der Prinzessin Turandot in eine Oper zu verwandeln, wollte er aus den bewährten Fahrwassern seiner bisherigen Opernerfolge ausbrechen und noch einmal etwas Neues schaffen. Mit dem Stoff konnte er den Realismus seiner vorhergehenden Opern hinter sich lassen und ein Stück schreiben, das ins grossformatig Mythische ausgreift. Die fremdländische Aura der Geschichte bot ihm Gelegenheit, sein Komponieren durch völlig neue Farben zu bereichern. Allerdings scheiterte das Projekt kurz vor dem Ziel: Puccini fand keine glaubhafte Lösung für den Schluss der Oper – für die späte Verwandlung der eiskalten Prinzessin in eine Liebende. Er geriet in eine Schreibkrise, erkrankte an Kehlkopfkrebs und starb, bevor er das Finale der Oper beenden konnte. Was blieb, war ein grandioses, widersprüchlich schillerndes Opernfragment. Wir zeigen diesen Klassiker des Opernrepertoires in der Inszenierung von Sebastian Baumgarten, die in der vergangenen Spielzeit Premiere hatte und es sich zur Aufgabe gemacht hat, den chinesischen Exotismus und den Ausstattungspomp, der der Oper anhaftet, in eine zeitgemässe Form zu überführen. Für die beiden Hauptpartien, Turandot und Calaf, kommen nur die besten ihres Faches in Frage: Die italienische Sopranistin Anna Pirozzi und der italienische Tenor Piero Pretti können dieses Prädikat zu Recht für sich in Anspruch nehmen. Musikalische Leitung: Robert Treviño Inszenierung: Sebastian Baumgarten Bühnenbild: Thilo Reuther Kostüme: Christina Schmitt Lichtgestaltung: Elfried Roller Video: Philipp Haupt Choreinstudierung: Janko Kastelic Choreografie: Sebastian Zuber Dramaturgie: Claus Spahn Dauer ca. 2 Std. 10 Min. inkl. Pause nach dem 1. Akt nach ca. 35 Min. Werkeinführung jeweils 45 Min. vor Vorstellungsbeginn.
Aufführungen | Tanz

Next Generation

Opernhaus Zürich

Premiere: 25.6.2024 Die Reihe Next Generation ist längst mehr als ein Geheimtipp. Alle zwei Jahre präsentieren interessierte Tänzerinnen und Tänzer des Balletts Zürich und des Junior Balletts auf der Studiobühne des Opernhauses eigene Choreografien, die sie im Rahmen dieser Veranstaltungsreihe kreiert haben. Dabei stehen sie vor der reizvollen Aufgabe, Tanz aus einer anderen Perspektive zu entdecken und in gegenseitiger Inspiration einen gemeinsamen Ballettabend zu präsentieren. Mit ihren Tänzerkolleg:innen studieren die Mitglieder der Comagnie ihre neuen Kreationen ein und können sich bei dieser Gelegenheit auch am Erarbeiten von Bühnenbildern und Kostümen versuchen. Immer wieder entstehen überraschende Experimente, kluge tänzerische Momentaufnahmen oder sinnliche Höhepunkte, deren «kleines Format» der Intensität und choreografischen Vielfalt eines solchen variationsreichen Ballettabends zugute kommt. Um die Entwicklung kreativer Stimmen innerhalb des Balletts Zürich weiterhin zu fördern und zu unterstützen, wird Cathy Marston als neue Ballettdirektorin die erfolgreiche Veranstaltungsreihe unter dem Titel Next Generation fortsetzen. Ballett Zürich Junior Ballett
Aufführungen | Oper

Das Land des Lächelns

Opernhaus Zürich

Text von Ludwig Herzer und Fritz Löhner nach dem Libretto von Victor Léon «Immer nur lächeln und immer vergnügt, immer zufrieden, wie’s immer sich fügt, lächeln trotz Weh und tausend Schmerzen», singt Prinz Sou-Chong und stimmt damit den melancholischen Grundton dieser Operette an, die sogar mit einem tragischen Ende aufwartet: Die adelige Wienerin Lisa verliebt sich in den chinesischen Diplomaten Sou-Chong, dem sie nach Peking folgt, nachdem er zum chinesischen Ministerpräsidenten ernannt wurde. Dort jedoch scheitert ihre Liebe an der Unvereinbarkeit ihres Umfelds. Das Land des Lächelns gehört zu Lehárs Werken der Zwischenkriegszeit, die stilistisch weit entfernt sind von der frivolen Wiener Operette der Jahrhundertwende. Aber auch mit diesem neuartigen Ton gelang Lehár ein Welterfolg, der nicht zuletzt wegen des Schlagers «Dein ist mein ganzes Herz» bis heute anhält, dem er seinem bevorzugten Tenor Richard Tauber förmlich in die Kehle schrieb. Heute ist Piotr Beczała Taubers genialer Nachfolger und wird erneut die Partie des Sou-Chong in dieser Zürcher Wiederaufnahme geben. Als Lisa ist Julia Kleiter zu hören – zwei ideale Interpreten also für dieses herausfordernde Genre. Andreas Homoki liess sich in seiner Inszenierung von der Form der Revue inspirieren. Er reduzierte die zeitverhafteten Dialoge, um sich ganz auf die Geschichte zu konzentrieren, die allein durch die Musik erzählt wird. Durch Lehárs grossformatige, an Gustav Mahler, Richard Strauss und Erich Wolfgang Korngold erinnernde Partitur führt der Brite Paul Daniel am Dirigentenpult. Musikalische Leitung: Paul Daniel Inszenierung: Andreas Homoki Bühnenbild: Wolfgang Gussmann Kostüme: Wolfgang Gussmann, Susana Mendoza Bühnenbildmitarbeit: Thomas Bruner Lichtgestaltung: Franck Evin Video: Tieni Burkhalter Choreinstudierung: Ernst Raffelsberger Choreografie: Arturo Gama Dramaturgie: Kathrin Brunner In deutscher Sprache mit deutscher und englischer Übertitelung. Dauer 2 Std. 10 Min. inkl. Pause nach ca. 45 Min. Werkeinführung jeweils 45 Min. vor Vorstellungsbeginn.
Aufführungen | Ballett

Nijinski

Opernhaus Zürich

Musik von Frédéric Chopin und Claude Debussy Zürcher Neufassung (2019) Nur zehn ruhmreiche Jahre waren Vaslav Nijinski an der Spitze von Sergei Djagilews legendären «Ballets Russes» vergönnt. Als Faun und Goldener Sklave berauschte er das Publikum mit virtuosen Sprüngen und androgynem Charisma. Seine gewagten Choreografien provozierten Skandale. Er liebte einen Mann und heiratete eine Frau. Auf dem Höhepunkt seines Ruhmes erlebte der Tänzer einen jähen Absturz: Geisteskrank verdämmerte er dreissig Jahre in Sanatorien, ehe er 1950 in London starb. Eine Zwangseinweisung in die Psychiatrie, zweifelhafte Diagnosen und Therapieexperimente trieben seine Seele ins Unerreichbare. Marco Goecke hat dem grossen Tänzer und Choreografen ein abendfüllendes Ballett gewidmet. Entstanden ist dabei eine faszinierende Fusion aus Goeckes unverwechselbarer, nervös-vibrierender bis rasender Körpersprache und einer Erinnerung an den Künstler Nijinski, die auch choreografische Elemente aus dessen Tänzerkarriere zulässt. Die Choreografie nimmt den Menschen Nijinski und sein Wesen in den Blick, überführt Emotionen in hoch-ästhetische Bewegungen. Obwohl Marco Goecke den Ausnahmekünstler durch die Etappen seines Lebens begleitet, geht das Stück weit über eine rein biografische Beschäftigung hinaus: Im Mittelpunkt steht der Zauber und der Wert der Kunst – aber auch der Preis, den sie allen Kreativen unnachgiebig abverlangt. Marco Goecke war in den letzten Jahren immer wieder beim Ballett Zürich zu Gast. Zuletzt war hier seine Choreografie Almost Blue zu sehen. Das Ballett Nijinski hat er ursprünglich für Gauthier Dance in Stuttgart kreiert und 2019 in einer überarbeiteten Zürcher Fassung herausgebracht. Das musikalische Gerüst von Goeckes Ballett bilden - neben Claude Debussys Prélude à l’après-midi d’un faune - die beiden Klavierkonzerte von Frédéric Chopin. Der Ballettabend ist eine aufschlussreiche Parallele zur berühmten Choreografie Les Noces von Nijinskis Schwester Bronislawa, die in dieser Spielzeit im Rahmen des Programms Timekeepers Premiere hat. Choreografie: Marco Goecke Musikalische Leitung: Valtteri Rauhalammi Bühnenbild und Kostüme: Michaela Springer Lichtgestaltung: Udo Haberland Dramaturgie: Esther Dreesen-Schaback, Michael Küster Dauer 1 Std. 30 Min. Keine Pause. Werkeinführung jeweils 45 Min. vor Vorstellungsbeginn.
Aufführungen | Ballett

Atonement

Opernhaus Zürich

Nach dem gleichnamigen Roman von Ian McEwan Auftragskomposition von Laura Rossi Ian McEwan, Jahrgang 1948, zählt zu den wichtigsten Stimmen der zeitgenössischen englischen Literatur. In seinem Erfolgsroman Atonement von 2001 erzählt er von der lebenslangen Sühne einer frühen Schuld. Durch eine bewusste Falschaussage bringt Briony Tallis, eine pubertierende, übereifrige Autorin im England der 1930er-Jahre, den nicht standesgemässen Liebhaber ihrer älteren Schwester ins Gefängnis und zerstört das Leben und die Liebe zweier Menschen. Atonement, auf Deutsch Abbitte, ist sowohl im Englischen als auch im Deutschen ein sehr selten gebrauchtes Wort. Dabei ist das demütige Um-Verzeihung-Bitten ein zutiefst menschlicher Akt und ein Zeugnis von grosser Reue und Selbstüberwindung. Obwohl sie den beiden Liebenden in einem Roman zu dem Glück verhilft, das ihnen im Leben nicht vergönnt war, gelingt es Briony Tallis nicht, Vergebung für ihr schweres Vergehen zu erlangen. Ihre Schuld begleitet sie bis ans Ende ihres Lebens. McEwans Roman ist mehr als eine tragische Liebesgeschichte vor zeitgeschichtlichem Hintergrund. Anhand der schrecklichen Konsequenzen einer einzigen Lüge entlarvt er nicht nur die Mechanismen der britischen Klassengesellschaft, sondern reflektiert auch die gefährliche Seite künstlerischer Kreativität und fragt nach der Moral des Schreibens. In ihrer ersten Neukreation für das Ballett Zürich verlegt Cathy Marston gemeinsam mit ihrem langjährigen künstlerischen Partner Edward Kemp das Geschehen von Atonement in die Ballettwelt. In ihrer Adaption wird Briony Tallis zur gefeierten Choreografin, die die schicksalhaften Verfehlungen ihrer Jugend in ihren Tanzstücken zu verarbeiten sucht. Cathy Marston reflektiert in ihrem grossen Handlungsballett über die kleinen und grossen Selbsttäuschungen, die unsere Erinnerungen prägen, und über den schwierigen Umgang mit Schuld – der Schuld der anderen, aber vor allem unserer eigenen. Die Musik zu Atonement entsteht als Auftragskomposition der namhaften englischen Komponistin Laura Rossi. Am Pult der Philharmonia Zürich steht Jonathan Lo, der Musikdirektor des Australian Ballet. Choreografie und Inszenierung: Cathy Marston Szenarium: Cathy Marston, Edward Kemp Komposition: Laura Rossi Musikalische Leitung: Jonathan Lo Bühnenbild: Michael Levine Kostüme: Bregje van Balen Lichtgestaltung: Martin Gebhardt Dramaturgie: Edward Kemp, Michael Küster Dauer ca. 2 Std. 25 Min. inkl. Pause nach ca. 50 Min. Werkeinführung jeweils 45 Min. vor Vorstellungsbeginn.
Aufführungen | Schauspiel

Bin ig angers?

Schauspielhaus Zürich / Schiffbau

Versuechä mi z’akzeptierä. Bi mi y mirä Säubschtfindig am verlierä. Ig frage mi, ob ig das aues, ds «Angers sy» oder ds agäbleche «Glych Sy» verdiene. Ig wet doch drzue ghörä, aber o denn füehl i mi mega verlorä. Füehle mi, aus würdi nid drypassä. Kenne mi säuber zweni, luege i Spiegu chami niene fassä. Künstlerische Leitung: Jenni Arne / Eva Kirchberg
Aufführungen | Schauspiel

dream again reality

Schauspielhaus Zürich / Schiffbau

Wie, in unseren schönsten Träumen ausharren und uns das Unmögliche vorstellen, selbst in Verzweiflung. Und wo gehen wir hin, wenn wir die Augen schliessen: Dem entgegen, was uns entflieht und uns in der Variation verändert. Im Gedankenkarussell schlafloser Nächte wächst eine Sicherheit der zukünftigen Erinnerung. Und auch wenn ein Traum ein Fiebertraum ist, fragen wir uns, was Träumen zu teilen bedeutet. Künstlerische Leitung: Julia Skof / Christina Gabriela Galli Künstlerische Mitarbeit: Philipp Stevens / Anna Vankova Ausstattung: Eva Lillian Wagner
Aufführungen | Schauspiel

HYPERNOIA - Eine Gegenrealität

Schauspielhaus Zürich / Schiffbau

Im immersiven Cyber–Theater «HYPERNOIA – eine Gegenrealität» werden die Spieler:innen des Jungen Schalktheaters zu Replikant:innen: Maschinen, die aussehen, handeln, denken und fühlen wie Menschen. Sie müssen sich jedoch gegen eine Gesellschaft behaupten, die ihnen ihre „Echtheit“ aberkennen und sie verschrotten will. Ihr Widerstand beginnt, nachdem sie als Retourwaren im Versandlager, das sie „Defektland“ nennen, zusammenfinden – nur herrscht noch Uneinigkeit wie ihrem gemeinsamen Feind, dem Menschen, der Prozess gemacht werden soll. Künstlerische Leitung: Benjamin Heller / Gilda Laneve
Aufführungen | Schauspiel

help me cope

Schauspielhaus Zürich / Schiffbau

Premiere: 21.6.2024 Ich sitze mit Venus im Riesenrad, Zuckerwatte in der Hand. Mohnblumen am Strassenrand. Weisse Sneakers mehr wert als Millionen. Wenn ich zurückkomme, tut alles immer noch gleich doll weh. Noch ne Runde? Licht, Malerei, Ton, Video: Felix David / Layla Ferrari / Leo Sussmann / Lucie Tillein / Moritz Wohlhauser
Aufführungen | Schauspiel

Bullestress

Schauspielhaus Zürich / Schiffbau

Astro, Ella, Damn, Nabil und Mari sind eine Gang, eine Bubble, eine Band. Sie haben gerade ihren ersten Song produziert und, safe, sie schwören: Der wird eine Bombe. Leider schlägt zuerst eine andere Bombe ein: ein Fall von rassistischer Polizeigewalt in ihrer nächsten Nähe. Die Sache lässt keine*n der fünf kalt, ihre Welt aber wird kälter. Wie sie alle mit dem Thema Rassismus umgehen, spaltet die Freund*innen. Doch Schweigen ist keine Option, besonders dann nicht, wenn man ein paar gute Beats im Sack hat und sowieso einiges zu sagen. Erst einmal aber haben alle Bullestress. Sogar die Bullen selbst. Das neue Stück von Fatima Moumouni und Laurin Buser ist eine aktivistische Coming of age-Story made und based in Switzerland, mit smoothem Sound und starken Statements. Suna Gürler inszeniert das Stück mit fünf jungen Menschen vo da, für hier, für uns. Inszenierung: Suna Gürler Bühne: Moïra Gilliéron Kostümbild: Sarah Seini Musik: Singoh Nketia Licht: Michel Güntert Anti-Rassismus Coaching: Mandy Abou Shoak Dramaturgie: Fadrina Arpagaus Auch interessant für Menschen ab 14 1h45, keine Pause Englische Übertitel Triggerwarnung: Diese Inszenierung enthält verbale Schilderungen von rassistisch motivierter Gewalt und Rachephantasien und kann möglicherweise retraumatisierend wirken. Wir empfehlen die Inszenierung für Menschen ab 14 Jahren und bieten begleitende Workshops, Einführungen und Nachgespräche zum Thema an. Die Aufführung kann jederzeit verlassen werden.
Aufführungen | Theater

How to Say Goodbye

Schauspielhaus Zürich / Schiffbau

Warm up für die Zeit danach oder ein Ritual gegen die Verdrossenheit Abschiednehmen will gelernt sein. Als Godmothers der Frage nach dem richtigen Adieu holt sich das Zchauspielhaus Sürich Unterstützung von Menschen, die es wissen müssen: Um 18 Uhr laden Thelma Buabeng, Sachiko Hara und Henni Jörissen – Ensemblemitglieder der ersten Stunde, die schon vor Ablauf der fünf Jahre Zürich und dem Schauspielhaus den Rücken kehrten – zum Abschiedsritual im Schiffbau-Foyer. Wer nicht singen will, darf zärtlich mit den Füssen wippen. Um 22:30 Uhr dann, auf der zarten Linie, auf der ein Abend in die Nacht geht, bittet Ritualprofi und Hexenkenner*in Kim de l’Horizon zum Adieu. Ob es nur Kräuter braucht oder doch einen ganzen Initiationsritus, wird sich zeigen. Mit Sachiko Hara / Henni Jörissen / Thelma Buabeng / Kim de l’Horizon
Aufführungen | Schauspiel

Press Play

Schauspielhaus Zürich / Schiffbau

Von Avataren und Algorithmen KOPERGIETERY, KGbe & playField (BE) Nimm den Controller in die Hand und entscheide, was auf der Bühne passiert. «Press Play» ist eine interaktive Show, in der alle im Publikum mitbestimmen, wie sich die Welt auf der Bühne verändert, wie sich die Geschichte entwickelt und wie sie für die Figuren ausgehen wird. Die Welt scheint zunehmend «gestaltbar» zu sein. Das gibt uns ein falsches Gefühl der Kontrolle und belastet uns vor allem mit einem enormen Verantwortungsgefühl: Ist es an dir, zu bestimmen, wer du bist? Oder ist das nur eine Illusion? Manipulierst du die Dinge, oder wirst in Wirklichkeit du manipuliert? Was, wenn du nicht die*der Einzige*r bist, mit einer Fernbedienung in der Hand? Und gibt es überhaupt eine Pausentaste? «Press Play» erforscht das Land hinter den Avataren: die verborgenen Algorithmen, die uns heimlich in eine bestimmte Richtung lenken. Ist es an der Zeit sich zu wehren? Mach mit und lass das Spiel beginnen! Für Kinder, Jugendliche und Erwachsene gleichermassen, für Kontrollfreaks, Nerds und alle, die Lust aufs Spielen haben. Tickets für diese Produktion werden via Blickfelder Festival verkauft Vermittlung: Im Anschluss Nachbereitung für je 1 Klasse aus dem Kanton und der Stadt zum Thema Selbstbestimmung (Dauer: 60 Minuten, inkl. Pause). 60 Minuten Auf Deutsch mit Deutschschweizer Gebärdensprache
Aufführungen | Schauspiel

Medea*

Schauspielhaus Zürich / Schiffbau

«Ich gehe bis zum Äussersten», sagt Medea – und sucht dahinter eine Welt, in der auch sie gemeint ist. Wie Gerechtigkeit herstellen, wenn alles aus dem Lot ist? Leonie Böhm nimmt gemeinsam mit der Schauspielerin Maja Beckmann und dem Musiker Johannes Rieder den Mythos und führt ihn über die Tragödie hinaus. Medea* erzählt von Widerstand und Radikalität. Aber auch von dem Wunsch sich zu erholen, zu verwandeln – und über sich hinauszuwachsen. Inszenierung: Leonie Böhm Bühne: Zahava Rodrigo Kostüme: Magdalena Schön, Helen Stein Musik: Johannes Rieder Dramaturgie: Helena Eckert Auch interessant für Menschen ab 16 Jahren 75 Minuten
Aufführungen | Schauspiel

Pouvoir

Schauspielhaus Zürich / Schiffbau

Wer hat das Sagen? Une Tribu Collectif (BE) Stell dir vor, dass du niemals auch nur die kleinste Entscheidung treffen darfst. Du nicht selbst denken und wählen kannst. Du immer die gleiche Show abziehen musst, obwohl sie dir überhaupt nicht gefällt. Ein ganzes Leben unter der Kontrolle Anderer. Was kann getan werden, um eine Veränderung herbeizuführen? Alles riskieren und die Macht ergreifen? Endlich die Kontrolle übernehmen, eigene Entscheidungen treffen? Doch was passiert mit der plötzlich gewonnenen Macht und wie verändert sie uns? Können wir von einem anderen System träumen? Und wenn ja, wie sieht es aus? Tickets für diese Produktion werden via Blickfelder Festival verkauft 75 Minuten mit kurzer Einführung Auch interessant für Menschen ab 12 Auf Französisch mit Deutschen Übertiteln
Aufführungen | Schauspiel

Carmen

Schauspielhaus Zürich / Schiffbau

nach der Oper von George Bizet Inspiriert durch die Novelle von Prosper Mérimée Moved by the Motion nimmt sich der berühmten Tragödie Carmen an. Ursprünglich von Prosper Mérimée geschrieben und von Georges Bizet in eine der ikonischsten Opern aller Zeiten verwandelt, wurde die Geschichte von Carmen auf zahlreiche Arten adaptiert, inspirierte die Populärkultur und ging als widersprüchliche Figur ins kollektive Gedächtnis ein. Carmen ist vieles: rebellischer Vogel, Wandererin, Stricherin, Fabrikarbeiterin, eine polylinguale, gestaltwandelnde Liebhaberin, staatenlos und unregierbar. In Zusammenarbeit mit den Autor*innen Sophia Al-Maria und Fred Moten gräbt Moved by the Motion das vielschichtige Erbe von Carmen aus und entwickelt das kanonische Material weiter. Bizets Originalpartitur verwebt sich mit musikalischen Interventionen der Komponist*innen Andrew Yee und Asma Maroof zu einem hybriden Opern-Theaterstück. Moved by the Motion arbeitet fliessend zwischen Sprache, Bewegung, Bild und Gesang und bildet eine genreübergreifende Adaption, die die Themen Liebe, Verlust und Befreiung, die Carmen verkörpert, neu interpretiert. Artistic Direction: Moved by the Motion Inszenierung: Wu Tsang Movement Direction: Tosh Basco Choreografie: Josh Johnson Musikalische Leitung: Asma Maroof, Zoi Tsokanou Komposition: Andrew Yee Korrepetition: Jonathan Palmer Lakeland Text: Sophia Al-Maria Bühnenbild: Nicole Hoesli / Nina Mader Kostümbild: Kyle Luu Maske: Sara Mathiasson Dramaturgie: Helena Eckert Artistic Research: Fred Moten / Pie.fmc (Pedro G. Romero, Joaquín Vázquez, Enrique Fuenteblanca) 2h 30min exkl. Pause Mit englischen und deutschen Übertiteln
Aufführungen | Schauspiel

1x Sinn

Schauspielhaus Zürich / Pfauen

Ankommen. Ku? Ankommen. Коли? Ankommen. Come? Ankommen - Aber wo? Wann? Und vor allem: Wie? Wir fühlen uns, als hätten wir mehr als ein Zuhause – und keinen Platz in der Welt. Wir hoffen, dass wir zusammen erwachsen werden – und möchten manchmal für immer Kind bleiben. Wir versuchen, in unseren widersprüchlichen Gefühlen einen Sinn zu finden – etwas, irgendetwas. Macht das Sinn? Künstlerische Leitung: Téné Ouelgo / Gabi Raaflaub Künstlerische Mitarbeit: Emilia Wehrli Ausstattung: Naemi Jael Marty
Aufführungen | Schauspiel

Biedermann und die Brandstifter

Schauspielhaus Zürich / Pfauen

Eben noch hatte der Biedermann am Stammtisch gegen all die Brandstifter, Hausierer und Taugenichtse aufbegehrt, da stehen sie auch schon vor der Haustür. Seinem Dienstmädchen Anna gelingt es trotz Anweisung nicht, die Brandstifter abzuweisen. Abgewiesen wird hingegen Knechtling: Der Angestellte fühlt sich um das Patent seiner Erfindung betrogen, mit dem Biedermanns Familienunternehmen sein Geld verdient. Dennoch wird Biedermann, eigentlich doch redlich um Rechtschaffenheit und Aufgeschlossenheit gegenüber Erscheinungen des Zeitgeistes bemüht, ihm kein Gehör schenken. Die Brandstifter nisten sich unterdessen auf seinem Dachboden ein. Was geht da nur vor? Am Ende wird in jedem Fall Biedermanns Ehefrau kaum noch die Fassung wahren können, das Dienstmädchen zusammengebrochen sein, Knechtling sich umgebracht haben und auch Biedermanns Haus in Flammen stehen – warum musste es nur, warum sollte es nur so weit kommen? Als Max Frischs Biedermann und die Brandstifter im Jahre 1958 am Pfauen uraufgeführt wurde, beruhten die positiven Reaktionen auf einem Missverständnis: Statt als Farce über bürgerliche Heuchelei wurde das Stück direkt als Aufruf verstanden, keine Fremden ins Haus zu lassen. Max Frisch war bestürzt. Nun nimmt sich Co-Intendant Nicolas Stemann als letzte Inszenierung seiner Intendanz-Zeit am Schauspielhaus die Schweizer Satire noch einmal vor. Inszenierung: Nicolas Stemann Bühnenbild: Katrin Nottrodt Kostümbild: Marysol del Castillo Musik: Thomas Kürstner / Sebastian Vogel Video: Claudia Lehmann / Konrad Hempel Dramaturgie: Benjamin von Blomberg Auch interessant für Menschen ab 16 Englische Übertitel 2h15min, ohne Pause
Aufführungen | Schauspiel

jetzt, jetzt, jetzt

Schauspielhaus Zürich / Pfauen

Eine Stückentwicklung von Lucien Haug, Suna Gürler, Yunus Ersoy Inszenierung: Suna Gürler Ein Mensch betritt die Bühne. Und jetzt? Zum Abschluss des Happy End-Festivals geht es um Anfänge. Auf der Bühne: das jüngste Schauspielhaus-Ensemble, das Netzwerk. Sei es über die Arbeit an der Garderobe oder einen Jugendclub, andere Produktionen Gürlers oder die Offene Bühne, das Theaterjahr oder Instagram – alle haben sie sich in den letzten Jahren mit dem Schauspielhaus verbunden. Noch einmal nehmen die 30 Darsteller*innen die Bühne ein, eignet sich die Generation Z den Pfauen an, wummern die Bässe, schweben Nebelschwaden. Noch einmal dröhnt die absolute Gegenwart, bis sich die Zukunft abzeichnet, noch einmal wird aus Performance Choreografie, noch einmal wird in Miniaturen das grosse Ganze erahnbar. Für jetzt, jetzt, jetzt setzt Regisseur*in Suna Gürler die langjährige Zusammenarbeit mit Lucien Haug fort, für die aktuelle Inszenierung stossen Alina Immoos und Yunus Ersoy zu dem Gespann. Gemeinsam mit dem Ensemble erarbeiten sie einen Abend, der das Gewusel von Einzelzielen, geteilten Wünschen und sich widersprechenden Anliegen zeigt. Genau wie der Pfauen – als Biergarten entstanden und zu einem Stadttheater geworden – stellt auch das Team von jetzt, jetzt, jetzt die Frage, wie aus einem Anfang ein Netzwerk wird und was dieses Netzwerk eigentlich erschaffen kann. Inszenierung / Konzept: Suna Gürler Konzept: Yunus Ersoy / Suna Gürler / Lucien Haug / Alina Immoos Bühnen- und Kostümbild: Moïra Gilliéron / Cleo Niemeyer-Nasser Musik / Komposition: Singoh Nketia Text / Konzept: Lucien Haug Licht: Michel Güntert Künstlerische Mitarbeit Video: Robin Nidecker Dramaturgie / Konzept: Yunus Ersoy Auch interessant für Menschen ab 14 Dauer: ca.90 min

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