Aufführungen / Oper
Opernhaus Zürich
Zürich, Sechseläutenplatz 1
- Heute: 2. Kammerkonzert
- Morgen: Tannhäuser

- Premiere: Rachmaninow - Die drei Opern
- Premiere: Elektra
- Premiere: La traviata
- Familienführung Opernhaus
- La rondine

- Führung Kostümabteilung
- Ein Sommernachtstraum
- Ballett-Führung mit Mini-Workshop
- Führung Opernhaus
- Die Fledermaus

- Die Zauberflöte

- 1. Konzert La Scintilla
- Führung Bühnentechnik
- open space tanz
- Mit Squillo ins Zauberland Oper
- Führung Maskenbildnerei
- open space stimme
- Workshop für Familien «Alice im Wunderland»
- Konzert Opera Nova
- 3. Kammerkonzert
- 2. Philharmonisches Konzert: Gabetta & Noseda
- Alice im Wunderland

- Liederabend Lise Davidsen
- Romeo und Julia
- Workshop für Familien «Romeo und Julia»
- Workshop Ballette entdecken «Romeo und Julia»
- imprO-Opera «Die Welt der Wagner-Opern»
- Das Rheingold

- 4. Kammerkonzert
- ZURICH TALKS DANCE
- Manon Lescaut

- Musikgeschichten «Der Zauberschatz im Rhein»
- Liederabend Bryn Terfel
- Workshop-Reihe «Modern Times – Puccini und Chaplin im Vergleich»
- 2. La Scintilla Konzert
- Die lustige Witwe

- Neujahrskonzert: Fuchs & Jordan
- Das Opernhaus der Stadt Zürich
Aufführungen / Theater
Schauspielhaus Zürich Pfauen
Zürich, Rämistrasse 34
- Heute: Ich erwarte die Ankunft des Teufels
- Morgen: Die Dreigroschenoper
- Premiere: Der Zauberer von Oz
- Premiere: Das große Heft
- ZUKUNFTSMUSIK – DAS KI-KABINETT DES DR. KARPICZENKO
- Pforte
- Die kleine Meerjungfrau

- Stützliwösch Supertrans - UNO & DUE & TRE
- EINAR SCHLEEF – ICH HABE KEIN DEUTSCHLAND GEFUNDEN
- DIE BREMER STADTMUSIKANTEN
- Der kleine Prinz
- Das Schauspielhaus Zürich ist die grösste Sprechtheaterbühne der Schweiz
Aufführungen
| Theater
Aufführungen
| Schauspiel
Magic Kingdom
Schauspielhaus Zürich / Schiffbau
Uraufführung: 20.11.2026 Helga ist eine junge Dramaturgin an einem der renommiertesten Theater der Schweiz. Als sie den Auftrag erhält, ein spanisches Theaterkollektiv bei der Recherche zu einer neuen Produktion über Verschwörungstheorien zu unterstützen, ahnt sie nicht, wie sehr diese Arbeit ihr eigenes Weltbild erschüttern wird. Gemeinsam mit Klaus, einem erfahrenen Bühnentechniker des Hauses, begibt sie sich auf eine Reise durch die schillernde Welt der Mythen, Behauptungen und Gerüchte – bis Helga auf eine Frage stösst, die sie nicht mehr loslässt. MAGIC KINGDOM ist eine kluge, humorvolle Auseinandersetzung mit der Faszination und der gefährlichen Anziehungskraft von Verschwörungserzählungen. Was zunächst absurd und weit entfernt wirkt, entpuppt sich als Spiegel unserer Gegenwart: Denn wir leben in einer Welt, in der wir mehr Zeit damit verbringen, Fake News zu entlarven, als uns fundiert zu informieren – und in der selbst gesicherte Wahrheiten zunehmend infrage gestellt werden. Unwissen, Misstrauen und Verschwörungsdenken normalisiert sich auf gruselige und schleichende Art und Weise. Warum glauben Menschen an Dinge, die nicht wahr sind? Sind wir selbst noch in der Lage, Wahrheit von Lüge zu unterscheiden? Und falls nicht, wer schützt uns davor? Die beiden Regisseure und Dramatiker Adrián Perea und Álvaro Nogales stellen in MAGIC KINGDOM diese Fragen mit Leichtigkeit, Witz und einer beunruhigenden Nähe zur Realität. Mit verspielter wie präziser Textarbeit und in klarer, humorvoller Regiesprache reflektiert das spanische Theaterkollektiv Mudanzas López sich und unsere Welt. aus dem Spanischen von Franziska Muche Auftragswerk für das Schauspielhaus Zürich REGIE: Álvaro Nogales, Adrián Perea BÜHNE: Víctor Longás KOSTÜME: Guillermo Felipe MUSIK: Daniel Murena DRAMATURGIE: Rebecca Ajnwojner
Aufführungen
| Schauspiel
Die Mausefalle / The Mousetrap
Schauspielhaus Zürich / Schiffbau
Grossbritannien der 1950er-Jahre: Die neu eröffnete Pension im alten Landsitz Monkswell Manor, der den Eindruck erweckt, «als ob Generationen einer Familie mit schwindendem Vermögen darin gelebt hätten», wird durch einen heftigen Schneesturm vom Rest der Welt abgeschnitten. Die Pensionsgäste – skurrile Gestalten aus der britischen Ober- und Mittelschicht – werden in der Lounge auf sich selbst zurückgeworfen. Doch dann erscheint Detective Sergeant Trotter auf Skiern in der Tür und bringt eine Warnung mit: Die Anwesenden sind in Todesgefahr. Wer verschweigt hier wem was? Und sind wirklich alle das, was sie zu sein scheinen? Der Zweifel ist gesät, vertraute Gewissheiten beginnen zu bröckeln: «Vielleicht kann man niemandem trauen – vielleicht ist jeder ein Fremder.» Inspiriert von einer wahren Begebenheit schuf Agatha Christie mit DIE MAUSEFALLE ein Krimi-Meisterwerk voller falscher Fährten, verborgener Identitäten und dunkler Geheimnisse. Entstanden ist eine genaue Studie der «Mechanik der Angst»: Wie beeinflusst die Angst unser Denken und Handeln? Seit 1952 wird DIE MAUSEFALLE im Londoner West End gespielt. Damit ist es das Theaterstück, das am längsten auf dem Spielplan eines Theaters steht. Genau 50 Jahre nach dem Tod der «Queen of Crime» inszeniert der Co-Intendant Rafael Sanchez DIE MAUSEFALLE in der Schiffbau Halle im Bühnenbild von IL GATTOPARDO – und gibt dem sizilianischen Palazzo ein zweites Leben. aus dem Englischen von Horst Willems REGIE: Rafael Sanchez BÜHNE: Michela Flück KOSTÜME: Sara Valentina Giancane MUSIK: Cornelius Borgolte DRAMATURGIE: Dominika Široká
Aufführungen
| Schauspiel
Archives of feelings
Schauspielhaus Zürich / Schiffbau
Uraufführung: 10.12.2026 mit Texten von Marie NDiaye und Ensemble Am Ende einer Hochzeitsfeier bleiben acht Charaktere übrig. Sie sind die Überbleibsel, die nun spontan eine Familie bilden – Menschen, die sich in all ihrer Zerbrechlichkeit umeinander kümmern oder es zumindest versuchen. Wir betreten eine Art Porträtgalerie, in der wir in jeder Figur eine eigene Geschichte entdecken. Momentaufnahmen, die auch die akute Gegenwart zeigen: den Einfluss, den die zunehmend autoritären Formen der Regierungen auf unsere psychische Verfassung nehmen. Was ist Realität, und wer in der Gesellschaft definiert sie? Durch die acht Charaktere und das, was sie bewegt – im wahrsten Sinne ihrer körperlichen Bewegungen – zeigt sich ein Kampf um ein würdiges Leben für alle. Das neue Werk der interdisziplinären Künstlerin Gisèle Vienne ist eine Mischung aus Choreografie und Theater und resultiert aus einer langjährigen Forschung zu Machtverhältnissen und deren Konstruktion. Vienne arbeitet hierfür zum ersten Mal mit der preisgekrönten Schriftstellerin Marie NDiaye zusammen, deren Texte psychologische Beobachtungen mit traumartigen Elementen verweben. PRODUKTION: DACM / Compagnie Gisèle Vienne KOPRODUKTION: Schauspielhaus Zürich / Nuits de Fourvière / Berliner Festspiele / Le Volcan – Scène nationale du Havre / MC2 : Grenoble – Scène nationale / Wiener Festwochen / Festival d’Automne à Paris / Théâtre populaire romand, La ChauxdeFonds, Centre neuchâtelois des arts vivants / MC93 – Maison de la Culture de SeineSaintDenis / Théâtre National de Bretagne – Centre Européen Théâtral et Chorégraphique / Maillon, Théâtre de Strasbourg – Scène européenne / Triennale Milano Teatro / Tandem – Scène nationale de Douai / La Filature, Scène nationale de Mulhouse / Internationales Sommerfestival, Kampnagel, Hamburg / BIT Teatergarasjen, Bergen / deSingel, Antwerpen DANK AN: Théâtre national de Strasbourg REGIE, CHOREOGRAFIE, BÜHNE: Gisèle Vienne AUTORIN: Marie NDiaye CO-KREATION, PERFORMANCE, WEITERE TEXTE: Sophie Demeyer, Angélique Flaugère, Adèle Haenel, Julien Louisy, Theodore Livesey, Audrey Merilus, Katia Petrowick, Julie Shanahan MUSIK: Hildur Guðnadóttir, Polina Zhukova LICHT: Nicolas Boudier KOSTÜME: Gisèle Vienne, Sophie Demeyer, Tristan Lahoz SOUND DESIGN: Adrien Michel, Géraldine Foucault-Voglimacci Auf Französisch mit englischen und deutschen Übertiteln
Aufführungen
| Schauspiel
Das große Heft
Schauspielhaus Zürich / Pfauen
Premiere: 4.12.2026 aus dem Französischen von Eva Moldenhauer Bühnenfassung von Lucia Bihler und Rose Reiter Ein namenloses Zwillingspaar wächst in Ágota Kristófs gnadenlos erschütterndem Roman in einer Welt im Ausnahmezustand auf. Ihre Erfahrungen schreiben die beiden Neunjährigen in Aufsatzform in ein «Grosses Heft»: Klar und sachlich führen sie darin die Brutalität eines Krieges vor Augen, der ihnen die Kindheit raubt und dessen Folgen von Heimatverlust, fremder Besatzung und Flucht sie prägen. Ihr Zuhause, die «Grosse Stadt», steht unter Dauerbeschuss. Um die Zwillinge in Sicherheit zu bringen, hat ihre Mutter sie aufs Land gebracht und allein bei der Grossmutter zurückgelassen. «Hexe» wird diese im Dorf gerufen; ihre Enkel lässt sie für Brot und Bett hart arbeiten. Überall im Ort erleben die Geschwister einen Überlebenskampf ohne zwischenmenschliche Nähe, in dem jede Person sich selbst die nächste ist. So beginnen sie, sich anzupassen. In rigorosen Übungen trainieren sie sich ihre Gefühle ab, Verletzlichkeit genauso wie das Mitgefühl: «Nach einiger Zeit spüren wir tatsächlich nichts mehr. Es ist jemand anderes, der Schmerzen hat, es ist jemand anderes, der sich verbrennt, sich schneidet, leidet. Wir weinen nicht mehr.» Die 1935 in Ungarn geborene Autorin Ágota Kristóf flieht vor 70 Jahren, 1956, vor den russischen Truppen in die Schweiz, wo sie zunächst in einer Fabrik arbeitet, später studiert und bis zu ihrem Tod 2011 lebt. DAS GROSSE HEFT verfasst sie in ihrer Zweitsprache Französisch und entwickelt darin einen einzigartigen Klang, in dem die Worte wie Nadelstiche unter die Haut gehen. In einfachen Sätzen nimmt sie die Kinderperspektive ein und macht das Geschehen gerade dadurch zutiefst unheimlich. Der Roman wird zu einem Welterfolg. REGIE: Lucia Bihler BÜHNE: Jessica Rockstroh KOSTÜME: Teresa Vergho MUSIK & VIDEO: Jacob Suske MUSIKALISCHE MITARBEIT: Fabian Kalker CHOREOGRAFIE & MASKENSPIEL: Mats Süthoff LICHT: Robin Huwiler DRAMATURGIE: Rose Reiter
Aufführungen
| Film
EINAR SCHLEEF – ICH HABE KEIN DEUTSCHLAND GEFUNDEN
Schauspielhaus Zürich / Pfauen
Vor 25 Jahren verstarb Einar Schleef. In einem neuen Dokumentarfilm porträtiert Sandra Prechtel den herausragenden Theatermacher und Gesamtkünstler, dessen Einfluss auf das deutschsprachige Regietheater bis heute nachhallt. Einar Schleef war Theatermacher, Schriftsteller, Maler und Fotograf – ein Gesamtkünstler, der in keinem Deutschland ein Zuhause fand und zum präzisen Chronisten deutscher Realität wurde. Er grub sich tief in die Abgründe der Geschichte, spürte das Gefangensein im eigenen Körper sowie in der Historie und versuchte stets auszubrechen. Geboren in der DDR, feierte er erste skandalöse Erfolge, flüchtete in den Westen und revolutionierte nach einer Phase der Depression das dortige Sprechtheater. Seine Arbeiten thematisierten Krieg, Fremdenhass und die unüberwindbare Distanz zwischen Ost und West. Ein Stationendrama führt durch sein Leben – von den Anfängen in Sangerhausen bis zu seinem einsamen Tod um die Jahrtausendwende. Schleef muss wiederentdeckt werden: Er wühlt auf, hält uns den Spiegel vor und findet Worte sowie Bilder für die deutsche Heimatlosigkeit.
Aufführungen
| Schauspiel
Ich erwarte die Ankunft des Teufels
Schauspielhaus Zürich / Pfauen
Premiere: 1.10.2026 «Wenn die allgemeine Welt mich so kennen soll, wie ich will, dass sie mich kennt, mich aus Fleisch und Blut, mich mit der eigentümlichen Philosophie und der unglücklichen Seele, dann muss ich etwas näher an sie herankommen. Dieses hier mein Buch enthält nur eine Figur – mich selbst. Es gibt auch den Teufel – als Möglichkeit.» Blitzgescheit, charmant, umwerfend schön. Mary MacLane ist ein Ich, wie es ganz sicherlich kein zweites gibt. Nur scheint das ausser ihr selbst leider noch niemand begriffen zu haben. Kein Blatt nimmt Mary MacLane vor den Mund, als sie sich 1902 den Weltschmerz von der Seele schreibt, den Frust über die grauenvolle Perspektivlosigkeit in der Provinz und die gleichgültigen, fantasielosen Menschen dort. Messerscharf philosophiert sie über Kunst und Literatur, Steak und Frühlingszwiebeln, über Lebenssinn und die Schönheit der Natur. In der Ödnis von Montana verfasst die 19-Jährige ein schillerndes Psychogramm, das zwischen Alltagsbeobachtungen und morbiden Fantasien, Euphorie und Traurigkeit schamlos sie selbst ins Zentrum rückt. «In einer Welt von so vielfältiger Schönheit muss es doch auch etwas für mich geben.» Diese Suche nach der eigenen Subjektivität, dem eigenen Begehren, setzt Mary MacLane Jahre später in einem zweiten Text fort: ICH, geschrieben aus der Perspektive des nun Mitte 30-jährigen Literaturstars, der nach längerer Abwesenheit nach Montana zurückkehrt. Beide Texte verwebt Marie Rosa Tietjen in einer eigenen Fassung und entwickelt gemeinsam mit ihrem Team und einer Schauspielerin des Ensembles ein Solostück. aus dem Englischen von Ann Cotten, Mirko Bonné und Ulrike Draesner REGIE: Marie Rosa Tietjen BÜHNE: Simeon Melchior KOSTÜME: Aino Laberenz MUSIK: Lex Landergott DRAMATURGIE: Rose Reiter Dauer: 1 Stunde 25 Minuten (keine Pause)
Aufführungen
| Schauspiel
Maniac
Schauspielhaus Zürich / Pfauen
aus dem Englischen von Thomas Brovot Bühnenfassung Calixto Bieito «1997 war der Computer zum ersten Mal dem Menschen im Schach überlegen.» Am Ende des 20. Jahrhunderts gipfelte der rasante Fortschritt in Wissenschaft und Technik in einem Duell zwischen Mensch und Maschine. Das menschliche Produkt begann den Menschen selbst zu übersteigen. Hinter dieser Errungenschaft stecken Träume und Albträume des letzten Jahrhunderts, die bis in die Gegenwart nachwirken. Der chilenische Autor Benjamín Labatut spürt in seinem brillanten Roman aussergewöhnlichen Persönlichkeiten nach, die ihr Leben den unerklärlichen Tiefen von Mathematik und Logik gewidmet und unsere von Technik durchdrungene Gegenwart begründet haben. Im Zentrum der Erzählung steht der Mathematiker John von Neumann, Erfinder der Spieltheorie, Mitentwickler der Atombombe und Vordenker der Künstlichen Intelligenz – «ein Ausserirdischer unter uns». Doch auch Neumann ringt am Ende mit seiner eigenen, banalen Sterblichkeit. Das Menschsein lässt sich dem Menschen nicht austreiben. Labatuts gekonnte Montage von Fakten und Fiktion bringt uns auf die Spur von Menschen, in deren visionären Denken sich Rationalität und Irrationalität kreuzen. Am Schauspielhaus kommt erstmalig ein Werk Benjamín Labatuts auf die Bühne. Labatuts Schreiben findet in Calixto Bieitos beeindruckendem Engagement für die darstellende Kunst und ihre Sprache seine ideale Übersetzung ins Theater. Mit seinem scharfen Sinn für zeitgenössische Literatur adaptiert der spanische Regisseur den Roman für die Uraufführung im Pfauen. Bieito, bekannt durch seine kompromisslosen Auseinandersetzungen mit dem Menschen und seinen Abgründen, verhandelt die Geschichte unserer technologisierten Welt auf der analogen Bühne – dort, wo sie entstanden ist: unter den Menschen. REGIE: Calixto Bieito BÜHNE: Calixto Bieito, Barbora Horáková KOSTÜME: Paula Klein Keiller MUSIK: Janiv Oron VIDEO: Adrià Bieito Cami LICHT: Markus Keusch, Calixto Bieito Dramaturgie: Nina Rühmeier Dauer: 1 Stunde 30 Minuten (keine Pause)
Aufführungen
| Schauspiel
Die Dreigroschenoper
Schauspielhaus Zürich / Pfauen
Jahrmarkt im Londoner Stadtteil Soho: Hier entfaltet sich die Halbwelt und Heimat von Gestalten am Rande der Gesellschaft. Hier floriert das Geschäft von Jonathan Jeremiah Peachum. Als Kopf der Bettlermafia hält er nicht nur das Monopol auf Bettellizenzen, sondern stattet die Bettelnden in seiner Boutique auch mit mitleiderregender Mode und Accessoires aus. Seinen Erfolg hat er nicht zuletzt dem Charme und Geschäftssinn seines einzigen Kindes Polly zu verdanken. Kein Wunder also, dass er Pollys Heirat mit dem stadtbekannten Gangster Macheath alias Mackie Messer als existenzielle Bedrohung wahrnimmt. Während Peachum nach Wegen sucht, den Rivalen aus dem Weg zu räumen, schaffen Polly, Frau Peachum und Macheaths alte Liebe Jenny Tatsachen. DIE DREIGROSCHENOPER, Bertolt Brechts berühmtestes Werk, war 1935 erstmals auf der Pfauenbühne zu sehen. Die europaweit gefeierte Inszenierung der Prager Theatergruppe D35 gastierte in Zürich und löste bei der rechten Nationalen Front eine starke Reaktion aus: Mit Strassenprotesten erzwang diese schliesslich den Abbruch des Gastspiels. Zum Auftakt der Jubiläumsspielzeit erinnert die Co-Intendantin des Schauspielhauses, Pınar Karabulut, an dessen antifaschistische Tradition und holt Brechts satirische Revue in einer ihrer so glamourösen wie scharfsinnigen Inszenierungen auf die Pfauenbühne zurück. REGIE: Pınar Karabulut MUSIKALISCHE LEITUNG: Bettina Ostermeier BÜHNE: Michela Flück Mitarbeit Bühne: Daniel Felgendreher KOSTÜME Claudia Irro LICHT: Christoph Kunz DRAMATURGIE: Nina Rühmeier Dauer: 3 Stunden (inklusive Pause)
Aufführungen
| Operette
Die lustige Witwe
Opernhaus Zürich
Libretto von Victor Léon und Leo Stein nach Henri Meilhac Hanna Glawari ist die Frau, um die sich alles dreht: Sie ist emanzipiert, schön, klug und Erbin von 20 Millionen. Sie wird begehrt in Paris und ist doch nur für einen Mann bestimmt, der den Satz «Ich liebe dich» aber partout nicht über die Lippen bringt. Regisseur Barrie Kosky inszenierte diese doppelbödige Erfolgsoperette der frühen Moderne mit grosser Opulenz. Neben schrägem Klamauk und Revue-Schmiss rückt er die walzerselige Nostalgie und die emotionale Tiefe des Stücks in den Fokus. Die Sopranistin Diana Damrau gibt in dieser Wiederaufnahme ihr Rollendebüt in der Titelpartie. Musikalische Leitung: Giedrė Šlekytė Inszenierung: Barrie Kosky Bühnenbild und Lichtgestaltung: Klaus Grünberg Bühnenbildmitarbeit: Anne Kuhn Kostüme: Gianluca Falaschi Choreografie: Kim Duddy Choreinstudierung: Alice Lapasin Zorzit Dramaturgie: Fabio Dietsche Sprache: In deutscher Sprache mit deutscher und englischer Übertitelung. Werkeinführung jeweils 45 Min. vor Vorstellungsbeginn. Dauer: ca. 2 Std. 45 Min. Inkl. Pause nach ca. 55 Min.
Aufführungen
| Oper
La traviata
Opernhaus Zürich
Premiere: 20.12.2026 Melodramma in drei Akten Libretto von Francesco Maria Piave nach «La Dame aux camélias» von Alexandre Dumas fils Glanz und Elend liegen dicht beieinander im Leben der Kurtisane Violetta Valéry. Auf rauschenden Pariser Festen als rätselhafte Schönheit gefeiert, muss sie ihre grosse Liebe zu Alfredo aufgrund bürgerlicher Konventionen aufgeben. Mit dieser Oper über eine «Hure», wie Giuseppe Verdi selbst sagte, schockierte er das Publikum seiner Zeit. Seine scharfe Kritik richtet sich gegen die heuchlerischen Gepflogenheiten der Gesellschaft, während er Violetta selbst auf ihrem Leidensweg die Aura einer Heiligen verleiht. Mit feinem psychologischen Gespür lässt sich der Regisseur Christof Loy von der Ästhetik der Verdi-Zeit inspirieren. Unter der Leitung von Alexander Soddy gibt die italienische Sopranistin Martina Russomanno als Violetta ihr Debüt am Opernhaus Zürich. Musikalische Leitung: Alexander Soddy, Dmitry Matvienko Inszenierung: Christof Loy Bühnenbild: Manuel La Casta Kostüme: Barbara Drosihn Choreinstudierung: Alice Lapasin Zorzit Choreografie: Javier Pérez Lichtgestaltung: Valerio Tiberi Dramaturgie: Fabio Dietsche Sprache: In italienischer Sprache mit deutscher und englischer Übertitelung. Werkeinführung jeweils 45 Min. vor Vorstellungsbeginn.
Aufführungen
| Oper
Manon Lescaut
Opernhaus Zürich
Libretto von Domenico Oliva, Luigi Illica u. a. nach Abbé Prévosts «Histoire du Chevalier Des Grieux et de Manon Lescaut» Mit «Manon Lescaut» begründete Giacomo Puccini jene Reihe tragischer Frauenfiguren, in denen sich leidenschaftliche Hingabe und existenzielle Verlorenheit verbinden. In vier grossen, filmisch montierten Bildern schildert er die Lebensstationen der Titelfigur: die rauschhafte Liebe zum Studenten Des Grieux, ein Leben in luxuriöser Pariser Gesellschaft sowie schliesslich Verbannung und Tod in einer amerikanischen Wüste. Die Flüchtigkeit dieses Lebensentwurfs unterstreicht Regisseur Barrie Kosky, indem er die Handlung als fortlaufende, fiebertraumhafte Reise erzählt: Bereits bei der ersten Begegnung von Manon und Des Grieux sitzt der Tod auf dem Kutscherbock. Nach ihrer gefeierten Tosca kehrt die Sopranistin Sonya Yoncheva als Manon an das Opernhaus Zürich zurück. Musikalische Leitung: Francesco Ivan Ciampa Inszenierung: Barrie Kosky Bühnenbild: Rufus Didwiszus Kostüme: Klaus Bruns Lichtgestaltung: Franck Evin Choreinstudierung: Klaas-Jan de Groot Dramaturgie: Fabio Dietsche Sprache: In italienischer Sprache mit deutscher und englischer Übertitelung. Werkeinführung jeweils 45 Min. vor Vorstellungsbeginn. Dauer: 2 Std. 30 Min. Inkl. Pause.
Aufführungen
| Oper
Das Rheingold
Opernhaus Zürich
Vorabend zum Bühnenfestspiel «Der Ring des Nibelungen» Libretto von Richard Wagner Mit «Das Rheingold» eröffnet Richard Wagner seinen monumentalen «Ring des Nibelungen»: ein mythologisches Welttheater über Macht, Liebe und den Verlust der Unschuld. Wer der Liebe entsagt, gewinnt Macht. Dieses verhängnisvolle Gesetz zieht sowohl Alberich als auch Göttervater Wotan in den Bann des verfluchten Rings. Aus den berühmten Es-Dur-Tiefen entfaltet sich eine Welt zwischen Naturidylle und moralischem Verfall. Die erfolgreiche Produktion von Andreas Homoki kehrt unter der musikalischen Leitung von Gianandrea Noseda zurück. Michael Volle singt Wotan. Musikalische Leitung: Gianandrea Noseda Inszenierung: Andreas Homoki Ausstattung: Christian Schmidt Künstlerische Mitarbeit Bühnenbild: Florian Schaaf Lichtgestaltung: Franck Evin Dramaturgie: Beate Breidenbach, Werner Hintze Sprache: In deutscher Sprache mit deutscher und englischer Übertitelung. Werkeinführung jeweils 45 Min. vor Vorstellungsbeginn. Dauer: 2 Std. 30 Min. Keine Pause.
Aufführungen
| Oper
Elektra
Opernhaus Zürich
Premiere: 22.11.2026 Tragödie in einem Aufzug Libretto von Hugo von Hofmannsthal nach Sophokles Unablässig beschwört Elektra die Vergangenheit, ihr Trauma, den brennenden Wunsch nach Rache: Ihr Vater Agamemnon, kaum aus dem Trojanischen Krieg zurückgekehrt, ist tot, im Bad erschlagen durch die Mutter Klytämnestra und deren Liebhaber Aegisth. Richard Strauss schrieb eine Musik von schneidender Wucht, abgründig und unerbittlich, die bis zum ekstatischen Schlusstanz Elektras für keine der Figuren Erlösung gewährt. Regisseurin Lydia Steier widmet sich nach ihrem bildmächtigen «Rosenkavalier» am Opernhaus Zürich nun Strauss’ düsterem Gegenstück. Am Pult steht der in Lausanne geborene Dirigent und designierte Zürcher Generalmusikdirektor Lorenzo Viotti. In der alle Kräfte fordernden Titelpartie gibt die finnische Sopranistin Miina-Liisa Värelä ihr Zürcher Debüt. Musikalische Leitung: Lorenzo Viotti Inszenierung: Lydia Steier Regiemitarbeit: Felix Schrödinger Bühnenbild: Paul Zoller Kostüme: Gianluca Falaschi Kostümmitarbeit: Anna Missaglia Lichtgestaltung: Elana Siberski KI-Videocontent: Boris Eldagsen Video: Tieni Burkhalter Choreinstudierung: Alice Lapasin Zorzit Dramaturgie: Kathrin Brunner Sprache: In deutscher Sprache mit deutscher und englischer Übertitelung. Werkeinführung jeweils 45 Min. vor Vorstellungsbeginn.
Aufführungen
| Ballett
Romeo und Julia
Opernhaus Zürich
nach der gleichnamigen Tragödie von William Shakespeare Musik von Sergej Prokofjew In William Shakespeares Drama «Romeo und Julia» lässt die Kraft der Liebe zwei junge Menschen über sich hinauswachsen. Die Ballettbühne haben sich die Liebenden von Verona dank der Musik von Sergej Prokofjew erobert. Das Aufeinanderprallen von Liebe und Hass und das Nebeneinander von Zärtlichkeit und Gewalt hat er in seiner farbigen, glutvollen Partitur auf geniale Weise eingefangen. Cathy Marston bringt die berühmteste Liebesgeschichte der Welt mit dem Ballett Zürich als eine Welt der Gegensätze auf die Bühne, in der sich von einer Sekunde zur anderen alles in sein Gegenteil verkehren kann: Hinter der nächsten Ecke wartet die Liebe deines Lebens oder bereits der Tod. Zum ersten Mal arbeitet die Zürcher Ballettdirektorin mit Generalmusikdirektor Gianandrea Noseda zusammen. Choreografie und Inszenierung: Cathy Marston Musikalische Leitung: Dmitry Matvienko Szenarium: Cathy Marston, Edward Kemp Ausstattung: David Fleischer Lichtgestaltung: Martin Gebhardt Dramaturgie: Edward Kemp, Michael Küster Ballett Zürich Junior Ballett Orchester der Oper Zürich Werkeinführung jeweils 45 Min. vor Vorstellungsbeginn. Dauer: ca. 2 Std. 30 Min. Inkl. Pause nach dem 1. Akt nach ca. 1 Std. 10 Min.
Aufführungen
| Oper
Rachmaninow - Die drei Opern
Opernhaus Zürich
Premiere: 1.11.2026 Macht, Kontrolle und zerstörerische Gier – und eine Liebe, die Schuld und Tod überwindet, stehen im Zentrum des spätromantischen Triptychons. Dieser Abend setzt die drei einaktigen Opern des russischen Komponisten Sergej Rachmaninow in ein ergreifendes Spannungsfeld zueinander. Dmitri Tcherniakov, Meister der radikalen Entromantisierung, inszeniert eine schonungslose Studie menschlicher Abgründe. Gianandrea Noseda dirigiert diese drei selten zusammen aufgeführten Werke. Musikalische Leitung: Gianandrea Noseda Inszenierung und Bühnenbild: Dmitri Tcherniakov Kostüme: Elena Zaytseva Choreinstudierung: Klaas-Jan de Groot Lichtgestaltung: Gleb Filshtinsky Video: Tieni Burkhalter Dramaturgie: Jana Beckmann, Tatiana Werestchagina Sprache: In russischer Sprache mit deutscher und englischer Übertitelung. Werkeinführung jeweils 45 Min. vor Vorstellungsbeginn.
Aufführungen
| Oper
Die Zauberflöte
Opernhaus Zürich
Eine deutsche Oper in zwei Aufzügen Libretto von Emanuel Schikaneder «Die Zauberflöte» ist eines der rätselhaftesten Meisterwerke der Operngeschichte. Mozarts letzte Oper entführt in eine Welt voller Magie, Prüfungen und geheimnisvoller Symbole und erzählt von der Suche nach innerer Stärke, Reife und dem Überwinden von Ängsten. Zwischen Licht und Schatten entfaltet sich ein universelles Spiel menschlicher Erfahrungen – getragen von Mozarts tiefgründiger Musik und ihrem eindringlichen Appell an die Menschlichkeit. Für die Neuinszenierung zeichnet der Tessiner Regisseur Daniele Finzi Pasca verantwortlich, dessen poetische Bühnensprache Theater, Akrobatik und Zirkus auf unverwechselbare Weise vereint. Am Pult steht der junge Finne Tarmo Peltokoski, der bereits heute zu den weltweit gefragtesten Dirigenten zählt. Musikalische Leitung: Tarmo Peltokoski, Erina Yashima Inszenierung: Daniele Finzi Pasca Bühnenbild: Hugo Gargiulo Kostüme: Giovanna Buzzi Choreografie: Maria Bonzanigo Video: Roberto Vitalini Lichtgestaltung: Daniele Finzi Pasca Choreinstudierung: Klaas-Jan de Groot Dramaturgie: Kathrin Brunner In deutscher Sprache mit deutscher und englischer Übertitelung. Werkeinführung jeweils 45 Min. vor Vorstellungsbeginn. Dauer: 3 Std. 10 Min. Inkl. Pause nach dem 1. Teil nach ca. 1 Std. 15 Min.
Aufführungen
| Ballett
Ein Sommernachtstraum
Opernhaus Zürich
Premiere: 11.10.2026 nach William Shakespeares Komödie «A Midsummer Night’s Dream» Musik von Felix Mendelssohn Bartholdy und Gabriel Prokofiev Eine Geschichte von Liebe und Verwandlung erzählt William Shakespeare in seiner Komödie «A Midsummer Nightʼs Dream». Wege und Irrwege des Eros hat er in mehreren Handlungssträngen so miteinander verwoben, dass es unweigerlich zu Verwechslungen, Missverständnissen und urkomischen Szenen kommt. Ballettdirektorin Cathy Marston und Designer Richard Hudson lassen ihren «Sommernachtstraum» auf einem in die Jahre gekommenen, verlassenen Rummelplatz spielen. Einen Kontrapunkt zur berühmten Schauspielmusik von Felix Mendelssohn Bartholdy setzt das «Concerto for Turntables and Orchestra Nr. 1» von Gabriel Prokofiev. Robert Houssart am Pult des Orchesters der Oper Zürich erhält kompetente Unterstützung vom angesagten britischen DJ Mr. Switch. Choreografie und Inszenierung: Cathy Marston Musikalische Leitung: Robert Houssart Szenarium: Cathy Marston, Edward Kemp Ausstattung: Richard Hudson Lichtgestaltung: Martin Gebhardt Dramaturgie: Michael Küster, Edward Kemp Werkeinführung jeweils 45 Min. vor Vorstellungsbeginn.
Aufführungen
| Oper
Tannhäuser
Opernhaus Zürich
Handlung in drei Aufzügen Dichtung vom Komponisten Sieben Jahre lebte Tannhäuser in der Traumwelt des Venusbergs, doch auch die Rückkehr in die sinnesfeindliche Gesellschaft der Wartburg bringt keine Erfüllung. Pilgernd zwischen den Welten ist er heimatlos. Der isländische Regisseur Thorleifur Örn Arnarsson, bekannt für seine eindringlichen Deutungen mythischer Stoffe und grosser Erzählungen, inszeniert «Tannhäuser» als existenzielles Identitätsdrama und surreale Reise ins Innere eines Menschen. Die Suche nach Sinn und Halt in einer Welt, die zu entgleiten scheint, hat Wagner zur philosophischen Weltbeschreibung verdichtet. Die isländische bildende Künstlerin Erna Mist hat dafür einen Raum entworfen, der die Topografie der inneren Zerrissenheit erfahrbar macht. Musikalische Leitung: Markus Poschner Inszenierung: Thorleifur Arnarsson Bühnenbild: Erna Mist Kostüme: Teresa Vergho Lichtgestaltung: Martin Gebhardt Choreografie: Sebastian Zuber Choreinstudierung: Klaas-Jan de Groot Dramaturgie: Jana Beckmann, Roman Reeger In deutscher Sprache mit deutscher und englischer Übertitelung. Werkeinführung jeweils 45 Min. vor Vorstellungsbeginn. Dauer: ca. 4 Std. 15 Min. Inkl. Pausen nach dem 1. Teil nach ca. 1 Std. und nach dem 2. Teil nach ca. 2 Std. 45 Min.
Aufführungen
| Oper